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Bursa ist eine türkische Provinz im Westen von Kleinasien an der Küste des Marmarameeres, 100 km südlich von Istanbul. Sie heißt nach der gleichnamigen Provinzhauptstadt Bursa in ihrer Mitte, die mit 1,9 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt der Türkei ist.

Bursa
Nummer der Provinz: 16
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Über dieses Bild
Landkreise
Bursa districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 40° 9′ N, 29° 1′ OKoordinaten: 40° 9′ N, 29° 1′ O
Provinzhauptstadt: Bursa
Region: Marmararegion
Fläche: 11.087 km²
Einwohnerzahl: 2.901.396[1] (2016)
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: İzzettin Küçük[2]
Sitze im Parlament: 18
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0224
Kennzeichen: 16
Website
www.bursa.gov.tr (Türkisch)

Die Provinz hat eine Fläche von 11.087 km² und 2.901.396 Einwohner (Stand 2016), die zu zwei Dritteln im Gebiet der Hauptstadt wohnen. Insgesamt zählt sie zu den dichter besiedelten Regionen der Türkei. In ihrer grünen Landschaft (Yeşil Bursa, deutsch Grünes Bursa genannt) liegen einige heilkräftige Schwefelquellen. Mitten hindurch zieht sich das Uludağ-Gebirge, das früher den Namen Mysischer bzw. Bithynischer Olymp hatte.

Inhaltsverzeichnis

LandkreiseBearbeiten

Bursa ist seit 1986 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2014 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Bursa unterstellt. Die ehemaligen Bürgermeister der Kommunen (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars herabgestuft. Daher sind die 17 Landkreise gleichzeitig Stadtbezirke:

GeschichteBearbeiten

In der Antike wurde die Region Bithynien genannt. Dieses Königreich und seine drei größten Städte (u. a. Brussa) wurden vermutlich von König Prusias I. gegründet.

Mit der Ausbreitung des Römischen Reiches begann König Nikomedes IV., das Gebiet stückweise den Römern zu übergeben. Damals und in der Zeit des Urchristentums wurde Bursa Prussa ad Olympos genannt.

Für die Byzantiner war das Gebiet Zentrum einer großen Verwaltungsregion (Thema), die von den heutigen Gebieten İzmit, Istanbul und Bilecik bis Ereğli am Schwarzen Meer reichte.

Die Osmanen eroberten Bursa um 1326 durch den späteren Sultan Orhan I. und hatten in der heutigen Provinzhauptstadt ihre Residenz, bis sie 1368 nach Edirne und später in das 90 Kilometer nördlich gelegene Istanbul (Konstantinopel) verlegt wurde. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Grabmäler der Sultane Mehmed I., Osman I. und Orhan I., das Yeşil Türbe sowie drei zwischen 1380 und 1420 errichtete prächtige Moscheen.

Das älteste Bauwerk ist die Ayasofya-Basilika (Hagia Sophia) aus dem 4. Jahrhundert im nahe gelegenen İznik. Hier wurde das siebte ökumenische Konzil abgehalten. Orhan baute sie in eine Moschee um, die inzwischen stark verfallen ist. Dennoch sind ihre Fresken, Inschriften und Mosaike sowie die Stufen-Apsis bemerkenswert.

PartnerschaftBearbeiten

Seit dem 21. Oktober 2010 besteht zwischen Bursa und dem deutschen Land Hessen eine Partnerschaft.[3] Der zweite Teil der Vereinbarung der Partnerschaft wurde am 24. Januar 2011 in Wiesbaden unterzeichnet.

VerschiedenesBearbeiten

Heute wird die Provinz Bursa vom Obstanbau sowie von der Auto- und Textilindustrie geprägt. Der Hausberg Uludağ ist mit seinen 2542 Metern das bedeutendste Zentrum des türkischen Wintersports.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Provinz Bursa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 24. Dezember 2017
  2. Webseite der Provinz Bursa
  3. Meldung zur Unterzeichnung der Partnerschaft@1@2Vorlage:Toter Link/www.hessen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.