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Giresun ist eine Provinz (İl) der Türkei. Sie liegt im Nordosten der Türkei am Schwarzen Meer. Sie hat Grenzen zu folgenden Provinzen: Trabzon im Osten, Gümüşhane im Südosten, Erzincan im Süden, Sivas im Süden und Südwesten sowie Ordu im Westen. Das Schwarze Meer bildet die natürliche Grenze im Norden.

Giresun
Nummer der Provinz: 28
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Über dieses Bild
Landkreise
Giresun districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 40° 35′ N, 38° 36′ OKoordinaten: 40° 35′ N, 38° 36′ O
Provinzhauptstadt: Giresun
Region: Schwarzmeerregion
Fläche: 7.025 km²
Einwohnerzahl: 453.912[1] (2018)
Bevölkerungsdichte: 64,6 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Harun Sarifakioğullari[2]
Sitze im Parlament: 4
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0454
Kennzeichen: 28
Website
www.giresun.gov.tr (Türkisch)

Typisch für die gesamte östliche Schwarzmeerküste der Türkei sind die Gebirgszüge und Berge des Pontus-Gebirges, die bis zur Küste des Schwarzen Meeres reichen. Für dieses imposante Landschaftsbild ist die Region, nicht nur in der Türkei, bekannt. Ebene Flächen in der Stadt Giresun findet man lediglich an den schmalen Küstenstreifen und zwischen den beiden Flussläufen und -mündungen des Batlama und Aksu Deresi. Etwa zwei Kilometer vor der Küste Giresuns befindet sich die kleine Insel Giresun Adası (Aretias). Nach der Griechischen Mythologie soll auf dieser Insel Herakles den Amazonen begegnet sein.

Inhaltsverzeichnis

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Provinz Giresun besteht aus 16 Landkreisen:

Landkreis Fläche1
(km²)
Bevölkerung (2018)2 Anzahl der Einheiten Dichte
(Ew/km²)
städt.
Anteil (in %)
Sex
Ratio3
Gründungs-
datum4,5
Landkreis (İlçe) Verwaltungssitz
(Merkez)
Gemeinden
(Belediye)
Stadt-
viertel
(Mahalle)
Dörfer
(Köy)
Alucra 1.138 12.250 4.539 1 6 38 10,8 37,05 957
Bulancak 774 66.736 42.936 3 27 59 86,2 72,16 1011 1934
Çamoluk 444 9.759 3.938 1 8 27 22,0 40,35 876 1990
Çanakçı 142 6.431 1.908 1 4 15 45,3 29,67 994 1990
Dereli 849 20.405 5.549 2 12 34 24,0 41,23 966 1958
Doğankent 110 6.690 3.426 1 5 9 60,8 51,21 967 1990
Espiye 248 34.592 21.431 2 13 31 139,48 68,5 964 1957
Eynesil 51 13.955 8.069 2 12 11 273,6 73,24 1141 1960
Giresun Merkez 376 135.920 113.761 2 33 53 361,59 86,01 1034
Görele 237 33.510 17.427 2 21 60 141,4 59,32 1001
Güce 351 7.809 3.062 1 4 15 22,3 39,21 990 1990
Keşap 197 20.616 9.308 1 6 44 104,7 45,15 1022 1945
Piraziz 127 14.659 8.324 1 9 22 115,4 56,78 993 1987
Şebinkarahisar 1.396 21.814 11.033 1 15 62 15,6 50,58 986 1933
Tirebolu 259 32.008 16.541 1 8 49 123,6 51,68 1019
Yağlıdere 327 16.758 6.422 2 15 22 51,3 52,21 994 1987
PROVINZ Giresun 7.025 453.912 24 198 551 64,6 65,67 1008

QuellenBearbeiten


1 Fläche 2014[3]
2 Bevölkerungsfortschreibung am 31. Dezember 2018[4]
3 Geschlechterverhältnis: Anzahl der Frauen auf 1000 Männer (berechnet)
4 PDF-Datei des Innenministeriums[5]
5 Landkreise, die erst nach Gründung der Türkei (1923) gebildet wurden.

GemeindenBearbeiten

Neben de Kreisstädten existieren noch acht weitere Gemeinden (Belediye):

  • Duroğlu (zentr. Landkreis, 3.149)
  • Yavuzkemal (Kreis Dereli, 2.865)
  • Aydındere (Kreis Bulancak, 2.753)
  • Kovanlık (Kreis Bulancak, 2.468)
  • Çavuşlu (Kreis Görele, 2.451)
  • Üçtepe (Kreis Yağlıdere, 2.328)
  • Soğukpınar (Kreis Espiye 2.254)
  • Ören (Kreis Eynesil, 2.152 Einw.)

Von den Kreisstädten hat lediglich Çanakçı weniger als 2.000 Einwohner, somit also keinen Status als Belde (Kleinstadt).

DörferBearbeiten

Es gibt in der Provinz 551 Dörfer (Köy), zwei weniger als noch ein Jahr zuvor. Beide ehemalige Dörfer wurden zu Stadtvierteln (Mahalle) heraufgestuft: Arifli (Kreis Bulancak) und Balçıkbelen (Kreis Tirebolu). Die Dörfer haben eine Durchschnittsbevölkerung von 283 Bewohnern je Dorf. Die meisten Bewohner je Dorf gibt es im Kreis Yağlıdere (364), die wenigsten im Kreis Şebinkarahisar (174). Nur zwei der Dörfer haben mehr als tausend Einwohner: Esenli (Kreis Görele, 1.082) und Sınırköy (Kreis Yağlıdere 1.070 Einw.). Mit 18 Einwohnern ist Kayalı aus dem Kreis Şebinkarahisar das kleinste Dorf der Provinz.

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung besteht aus Türken und Lasen.

Ergebnisse der BevölkerungsfortschreibungBearbeiten

Nachfolgende Tabelle zeigt die jährliche Bevölkerungsentwicklung am Jahresende nach der Fortschreibung durch das 2007 eingeführte adressierbare Einwohnerregister (ADNKS). Zusätzlich sind die Bevölkerungswachstumsrate und das Geschlechterverhältnis (Sex Ratio d. h. Anzahl der Frauen pro 1000 Männer) aufgeführt. Der Zensus von 2011 ermittelte 420.433 Einwohner, das sind über 103.000 Einwohner mehr als zum Zensus 2000.

Jahr Bevölkerung am Jahresende Wachstums-
rate der Be-
völkerung
(in %)
Geschlechter
verhältnis
(Frauen auf
1000 Männer)
Rang
(unter den 81 Provinzen)
gesamt männlich weiblich
2018 453.912 226.067 227.845 3,78 1008 44
2017 437.393 217.251 220.142 −1,59 1013 44
2016 444.467 220.414 224.053 4,17 1017 44
2015 426.686 210.967 215.719 −0,77 1023 44
2014 429.984 212.489 217.495 1,17 1024 45
2013 425.007 209.961 215.046 1,30 1024 45
2012 419.555 207.160 212.395 0,01 1025 45
2011 419.498 207.579 211.919 0,06 1021 45
2010 419.256 206.730 212.526 −0,62 1028 46
2009 421.860 209.355 212.505 0,02 1015 45
2008 421.766 209.058 212.708 1,02 1017 45
2007 417.505 206.447 211.058 1022 45
2000 316.841 169.046 147.795 874 39

VolkszählungsergebnisseBearbeiten

Zu den Volkszählungen liegen folgende Bevölkerungsangaben[6] über die Provinz vor:

1965 1970 1975 1980 1985 1990 2000 2011
428.015 (23) 451.679 (34) 463.587 (36) 480.083 (37) 502.151 (40) 499.087 (36) 523.819 (41) 420.433 (45)

In Klammern ist der jeweilige Platz unter allen türkischen Provinzen angegeben (bis 1985: 67 / 1990: 69 / ab 2000: 81 Provinzen).

WirtschaftBearbeiten

In Giresun befindet sich mit Fiskobirlik eine der größten Haselnussfabriken der Türkei. Sie verkauft neben frischen Haselnüssen auch Nuss-Nougat-Cremes, Haselnussöle und das Fındık ezmesi genannte Haselnussmus.

Landschaft und KlimaBearbeiten

Die Stadt hat eine sehr reiche Landwirtschaft und baut die meisten Haselnüsse der Türkei an. Anbau von Walnüssen und Kirschen sowie Herstellung von Leder und Bauholz gibt es in Giresun ebenfalls. Das Klima in Giresun ist feucht und mild.

Interessante PlätzeBearbeiten

Die Walderholungsstätten der Insel vor Giresun, Kulakkaya, Dokuzgöze, Salon Çayırı, der Sandstrand der Stadt, die Burg von Giresun (Kale), Arda, Kaledere, Kusluhan, Undoz, Eynesil, Şebinkarahisar, Zentrum (Saint Jean) und Bedrama (Bodrum).

Die Kirchen und Klöster von Meryem Ana in Giresun, Hisarköy (Dereli) und Şebinkarahisar, die gelbe Kirche, die Moscheen von Hacı Hüseyin, Hacı Mikdad, Fahreddin Behramsah, Fatih und Kurşunlu, Tas Mesdschid, das Badehaus und Brunnen von Kurşunlu, die Brunnen von Pertevniyal, die Tashans, Tirebolu Kalesi (Burg).

Wichtige EreignisseBearbeiten

Lokale FeiernBearbeiten

  • Atatürks Ankunft in Giresun am 19. September
  • Atatürks Ankunft in Sebinkarahisar am 11. Oktober

FestspieleBearbeiten

Aksu Kultur- und Kunstfestival (beginnt an der Mündung des Flusses Aksu und wird in der Stadt fortgesetzt) 20.–23. Mai

FeierlichkeitenBearbeiten

  • Sisdag; Otcu Feier; Sis Plateau; Letzte Woche im Juli
  • Kümbet Plateau Feier; Kümbet Plateau; 2. Woche im Juli
  • Seyh Mahmut Cagirtan Feier; Camoluk; 2. Woche im Juli
  • Bulancak Kultur- und Kunstfeier; Bulancak Erikli Dorf; 22.–27. Juli
  • Camoluk Honigfest; Camoluk; 30. September
  • Bektas Plateau Fest; Bektas Plateau; Erste Woche im August

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Provinz Giresun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Türkiye Nüfusu İl ve İlçelere Göre Nüfus Bilgileri, abgerufen am 18. Juni 2019
  2. Gouverneursporträt auf der Webseite der Provinz Giresun, abgerufen am 18. Juni 2019
  3. Directorate General of Mapping PDF-Datei 0,25 MB
  4. Türkiye Nüfusu İl İlçe Mahalle Köy Nüfusu, abgerufen am 18. Juni 2019
  5. [1] TARİH(1).pdf 1,4 MB
  6. Genel Nüfus Sayımları (Volkszählungsergebnisse 1965 bis 2000), abgerufen am 18. Juni 2019