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Ozan Arif

türkischer Liedermacher
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Ozan Arif (* 10. Juni 1949 in Alucra, Giresun als Arif Şirin) ist ein nationalistischer türkischer Produzent und Sänger.

BiografieBearbeiten

Ozan Arif macht Volkslieder und unterstützt mit seinen Liedern die nationalistische Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und die Anhänger der Grauen Wölfe, seine Lieder wurden des Öfteren verboten und sind sehr umstritten.

Nach dem Militärputsch in der Türkei am 12. September 1980 musste Ozan Arif am 24. September wie viele andere türkische Nationalisten auch die Türkei verlassen und zog nach Frankfurt am Main, wo er elf Jahre lebte. In diesen Jahren unterstützte er weiterhin seine Partei wie z. B. durch Konzerte, die in vielen Ländern stattfanden. Am 5. September 1991 kehrte er in seine Heimat Giresun in das Dorf Hapu zurück.

In seinem 2006 erschienenen Album: Ak mı kara mı? (Hell oder Dunkel?) hat er unter anderem ein sehr provokantes Lied veröffentlicht (Adam değilmiş – Er sei kein Mann), in dem er über jemanden singt, dessen Namen er nicht explizit nennt. Es gilt jedoch als bekannt, dass er Devlet Bahçeli (gegenwärtiger Parteichef der MHP) meint. Daraufhin gab es Proteste von Bahçelis Seite, z. B. dessen Aussage: „Sen kimin ozanisin?“ (Wessen Sänger bist du?). In einem Interview beschwert sich Arif, dass die türkische nationale Bewegung manipuliert werde. Er werde, egal was der Parteichef sage, weiterhin nach dem Grundprinzip des türkischen Nationalismus leben und seine Lieder veröffentlichen.

In einem seiner Fernsehauftritte besuchte er den türkischen Sänger İsmail Türüt in dessen Show Türüt Şov. Dort sang er einige Lieder, u. a. Karar Milletin – Apo asilsin mi asilmasin mi? (Die Entscheidung gehört dem Volk – Soll Abdullah Öcalan gehängt werden oder nicht?) und Bir it vardi tutmuşlar Marmarise atmişlar. (Es war mal ein Köter, den man gepackt und nach Marmaris geworfen hat.). Wegen dieser beiden Lieder mussten sich Ozan Arif und Ismail Türüt vor Gericht verantworten. Arif wurde wegen des ersten Liedes Volksverhetzung vorgeworfen. Zur Verteidigung sagte er, dass das Gericht den Terroristenführer schon einmal zum Tode verurteilt habe und er somit nur das zitiere, was der türkische Staat beschlossen habe. Dieses Todesurteil wurde jedoch in einem späteren Verfahren aufgehoben und Abdullah Öcalan zu lebenslanger Haft in dem Staatsgefängnis İmralı verurteilt.

Bei dem anderen Lied wurde ihm vorgeworfen, dass er eine kurze Anekdote erzählt habe, bevor er das Lied Bir it vardi sang. In dieser ging es um einen Wolf, der von einem Hund gejagt wird, dem er nichts getan hatte und dass es in Ozan Arifs Dorf auch so einen „Hund“ gegeben habe. Ihm wurde vorgeworfen, den 7. Staatspräsidenten der Türkei, Kenan Evren, beleidigt zu haben. Diese Beschuldigungen konnte er abweisen, da er nie explizit den Namen Kenan Evren erwähnt hatte.

Für Ozan Arif war Alparslan Türkeş eine Leitfigur. Seine platonische Liebe zu Türkeş erwähnte er explizit in zahlreichen seiner Lieder, wie auch in einem seiner letzten Titel: Öyle özledim ki. In diesem Lied schildert er, wie sehr er ihn vermisse und dass er sterben wolle, damit er ihn, sei es auch nach dem Tode, wieder treffen könne.

Nachdem Arif einen Text für Ismail Türüt schrieb, in dem angeblich der Mord an Hrant Dink gutgeheißen wurde, standen beide 2007 wieder vor Gericht, wurden aber 2009 freigesprochen.

WeblinksBearbeiten