Hauptmenü öffnen

Van (Provinz)

Provinz der Türkei

Van (kurdisch Wan; armenisch Վան) ist eine Provinz im Osten der Türkei. Ihre Hauptstadt Van liegt am Ostufer des Vansees.

Van
Nummer der Provinz: 65
BulgarienGriechenlandZypernGeorgienArmenienAserbaidschanIranIrakSyrienEdirneTekirdağİstanbulÇanakkaleYalovaBalıkesirBursaKocaeliSakaryaBilecikKütahyaİzmirManisaAydınMuğlaUşakDenizliDüzceBoluEskişehirAfyonkarahisarBurdurAntalyaIspartaZonguldakBartınKarabükÇankırıAnkaraKonyaKaramanMersinNiğdeAksarayKırşehirKırıkkaleÇorumKastamonuSinopSamsunAmasyaYozgatKayseriAdanaOrduTokatSivasGiresunOsmaniyeHatayKilisMalatyaK. MaraşGaziantepAdıyamanŞanlıurfaMardinBatmanDiyarbakırElazığErzincanTrabzonGümüşhaneTunceliBayburtRizeBingölArtvinArdahanKarsIğdırErzurumMuşAğrıBitlisSiirtŞırnakVanHakkariVan in Turkey.svg
Über dieses Bild
Landkreise
Van districts (with Van Gölü).png
Basisdaten
Koordinaten: 38° 30′ N, 43° 40′ OKoordinaten: 38° 30′ N, 43° 40′ O
Provinzhauptstadt: Van (Türkei)
Region: Ostanatolien
Fläche: 19.069 km²
Einwohnerzahl: 1.100.190[1] (2016)
Bevölkerungsdichte: 57,70 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: İbrahim Taşyapan[2]
Sitze im Parlament: 8
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0432
Kennzeichen: 65
Website
www.van.gov.tr (Türkisch)

Im Jahr 2016 hatte die Provinz Van 1.100.190 Einwohner bei einer Fläche von 19.069 km².

Inhaltsverzeichnis

LandkreiseBearbeiten

Van ist seit 2012 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2014 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Van unterstellt. Die ehemaligen Kommunen (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars runtergestuft. Der ehemalige Landkreis Merkez (Zentrum) wurde 2012 in zwei neue Landkreise namens İpekyolu und Tuşba aufgeteilt. Die Landkreise bilden nun gleichzeitig Stadtbezirke:

GeschichteBearbeiten

In früherer Zeit trug die Provinzhauptstadt Van den Namen Tušpa und war im 9. Jahrhundert v. Chr. die Hauptstadt des Urartäischen Königreichs. Die damalige Bevölkerung nannte sich selbst Nairi.

Später wurde die Region wieder ein Zentrum in der Regentschaft des armenischen Königs Tigranes II., der die Stadt Tigranakert im 1. Jahrhundert v. Chr. gründete. Nachdem die Stadt während des Ersten Weltkriegs durch russische Truppen weitgehend zerstört worden war, wurde sie nach dem Krieg nahe der alten Stadt wieder aufgebaut. Bis dahin, als es unter dem Vilâyet-Gouverneur Cevdet Bey zu Massakrierungen durch die muslimische Bevölkerung kam, hatte es als osmanische Provinz Van eine großteils armenische Bevölkerung.

Am 2. Juli 2004 wurde in der Stadt Van auf den Gouverneur der Provinz ein Bombenattentat verübt. Drei Menschen starben, 24 weitere wurden teilweise schwer verletzt.

Bei einem starken Erdbeben im Jahr 1976 kamen in der Region 4000 Menschen ums Leben. Am 23. Oktober 2011 ereignete sich in der Nähe von Erciş ein weiteres folgenschweres Erdbeben.

WahlenBearbeiten

Van ist die zweitgrößte Stadt im Südosten der Türkei. Über die Hälfte der Bevölkerung hat die Demokratische Partei der Völker gewählt. An zweiter Stelle folgt die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung.

Parlamentswahl 2018 Ergebnisse aus Van
Partei Prozent
Halkların Demokratik Partisi
  
59,3 %
Adalet ve Kalkınma Partisi
  
31,8 %
Milliyetçi Hareket Partisi
  
3,1 %
Cumhuriyet Halk Partisi
  
2,6 %
Sonst.
  
3,3 %

VerschiedenesBearbeiten

Van ist auch für seine Katzen bekannt. Die halblanghaarige Vankatze hat häufig zwei verschiedene Augenfarben und ist weltweit gefragt. Eine touristische Attraktion ist die armenische Kirche zum Heiligen Kreuz (armenisch Սուրբ խաչ, Surb Chatsch/Surb xač) auf der Insel Akdamar im Vansee.

Weiterhin sind hier die Klöster Sankt Bartholomäus, Arter und Karmravank, sowie das Ktuts-Kloster, Narekawank und Varagavank anzutreffen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 24. Dezember 2017
  2. Webseite der Provinz Van