Hauptmenü öffnen

Van (Provinz)

Provinz der Türkei

Van (kurdisch Wan; armenisch Վան) ist eine Provinz im Osten der Türkei. Ihre Hauptstadt Van liegt am Ostufer des Vansees.

Van
Nummer der Provinz: 65
BulgarienGriechenlandZypernGeorgienArmenienAserbaidschanIranIrakSyrienEdirneTekirdağİstanbulÇanakkaleYalovaBalıkesirBursaKocaeliSakaryaBilecikKütahyaİzmirManisaAydınMuğlaUşakDenizliDüzceBoluEskişehirAfyonkarahisarBurdurAntalyaIspartaZonguldakBartınKarabükÇankırıAnkaraKonyaKaramanMersinNiğdeAksarayKırşehirKırıkkaleÇorumKastamonuSinopSamsunAmasyaYozgatKayseriAdanaOrduTokatSivasGiresunOsmaniyeHatayKilisMalatyaK. MaraşGaziantepAdıyamanŞanlıurfaMardinBatmanDiyarbakırElazığErzincanTrabzonGümüşhaneTunceliBayburtRizeBingölArtvinArdahanKarsIğdırErzurumMuşAğrıBitlisSiirtŞırnakVanHakkariVan in Turkey.svg
Über dieses Bild
Landkreise
Van location districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 38° 30′ N, 43° 40′ OKoordinaten: 38° 30′ N, 43° 40′ O
Provinzhauptstadt: Van (Türkei)
Region: Ostanatolien
Fläche: 20921 km²
Einwohnerzahl: 1.106.891[1] (2017)
Bevölkerungsdichte: 52,9 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: İbrahim Taşyapan[2]
Sitze im Parlament: 8
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0432
Kennzeichen: 65
Website
www.van.gov.tr (Türkisch)

Im Jahr 2017 lebten in der Provinz Van 1.106.891 Einwohner auf einer Fläche von 20.921 km².

Inhaltsverzeichnis

VerwaltungsgliederungBearbeiten

LandkreiseBearbeiten

Van ist seit 2012 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2014 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Van unterstellt. Die ehemaligen Kommunen (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars heruntergestuft. Der ehemalige zentrale Landkreis Merkez wurde 2012 in zwei neue Landkreise namens İpekyolu und Tuşba aufgeteilt. Die 13 Landkreise (auch Bezirke, Ilçe) bilden nun gleichzeitig die Stadtbezirke:

Code1 Landkreisname kurdischer
Name
Fläche2
(in km²)
Bevölkerung
am 31.12.20173
Stadtbezirke
(Mahalle)
Dichte
(Einw. pro km²)
Sex Ratio4 Durchschnitts-
Alter5
Gründungs-
datum6
3820 Çatak Şax 1.952 20.696 33 10,6 919 25,54
3821 Özalp Qerqelî 1.430 66.495 57 46,5 967 23,69
3822 Çaldıran Ebex 1.478 63.603 70 43,0 942 22,88 4.7.1987
3823 Muradiye Bêgirî 912 50.715 48 55,6 938 24,24
3824 Gürpınar Payizava oder Xawesor 4.028 35.155 79 8,7 965 25,92 4.1.1936
3825 Bahçesaray Muksî 426 14.758 20 34,6 996 24,63 4.7.1987
3826 Gevaş Westan 1.544 27.565 38 17,9 1014 28,57
3827 Edremit Artemêt 515 124.375 28 241,5 999 25,70 20.5.1990
3828 Saray Mahmûdî 872 20.972 27 24,1 927 24,53 20.5.1990
3829 Erciş Erdis 2.133 173.071 101 81,1 936 24,98
3831 Başkale Elbak 2.727 51.973 66 19,1 929 24,48
52451 Tuşba 1.948 156.717 67 80,5 932 25,52 6.12.2012
52455 İpekyolu 956 300.796 50 314,6 995 26,35 6.12.2012
Provinz VAN 20.921 1.106.891 684 52,9 963 25,37

QuellenBearbeiten


1 Excel-Datei des Innenministeriums[3]
2 Fläche 2014[4]
3 Bevölkerungsfortschreibung am 31. Dezember 2017[5]
4 Geschlechterverhältnis (Sex Ratio): Anzahl der Frauen auf 1000 Männer (berechnet)
5 Rangliste bei UrbiStat[6]
6 PDF-Datei des Innenministeriums[7]

DörferBearbeiten

Mit der Verwaltungsreform verschwanden die Dörfer und wurden in Stadtbezirke (Mahalle) umgewandelt. Ende 2012 zählte man noch 579 Dörfer mit einer Gesamtbevölkerung von 442.082 Einwohnern (also durchschnittlich 763,5 Ew. pro Dorf). Dies entsprach einem Anteil an der Provinzbevölkerung (1.051.975) von 42 Prozent. 148 dieser Dörfer zählten mehr als 1.000 Einwohner, das größte war Bardakçı im Merkez Bucağı.

BevölkerungBearbeiten

Nachfolgende Tabelle zeigt den jährlichen Bevölkerungsstand am Jahresende nach der Fortschreibung durch das 2007 eingeführte adressbasierte Einwohnerregister (ADNKS). Der Zensus 2011 ermittelte hingegen sogar 1.059.734 Einwohner, eine Abweichung von 3,5 %.

Jahr Einwohner
2017 1.106.891
2016 1.100.190
2015 1.096.397
2014 1.085.542
2013 1.070.113
2012 1.051.975
Jahr Einwohner
2011 1.022.532
2010 1.035.418
2009 1.022.310
2008 1.004.369
2007 979.671
20001 877.524
1Census 2000

GeschichteBearbeiten

In früherer Zeit trug die Provinzhauptstadt Van den Namen Tušpa und war im 9. Jahrhundert v. Chr. die Hauptstadt des Urartäischen Königreichs. Die damalige Bevölkerung nannte sich selbst Nairi.

Später wurde die Region wieder ein Zentrum in der Regentschaft des armenischen Königs Tigranes II., der die Stadt Tigranakert im 1. Jahrhundert v. Chr. gründete. Nachdem die Stadt während des Ersten Weltkriegs durch russische Truppen weitgehend zerstört worden war, wurde sie nach dem Krieg nahe der alten Stadt wieder aufgebaut. Bis dahin, als es unter dem Vilâyet-Gouverneur Cevdet Bey zu Massakrierungen durch die muslimische Bevölkerung kam, hatte es als osmanische Provinz Van eine großteils armenische Bevölkerung.

Am 2. Juli 2004 wurde in der Stadt Van auf den Gouverneur der Provinz ein Bombenattentat verübt. Drei Menschen starben, 24 weitere wurden teilweise schwer verletzt.

Bei einem starken Erdbeben im Jahr 1976 kamen in der Region 4000 Menschen ums Leben. Am 23. Oktober 2011 ereignete sich in der Nähe von Erciş ein weiteres folgenschweres Erdbeben.

WahlenBearbeiten

Bei dem Referendum zur Verfassungsänderung entschieden sich in der Provinz 57,27 % der gültigen Strimmen dagegen, lediglich die İlçe Bahçesaray, Gevaş und Gürpinar entschieden sich für eine Änderung der Verfassung.[8]
Van ist die zweitgrößte Stadt im Südosten der Türkei. Über die Hälfte der Bevölkerung hat die Demokratische Partei der Völker gewählt. An zweiter Stelle folgt die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung.

Parlamentswahl 2018 Ergebnisse aus Van
Partei Prozent
Halkların Demokratik Partisi
  
59,3 %
Adalet ve Kalkınma Partisi
  
31,8 %
Milliyetçi Hareket Partisi
  
3,1 %
Cumhuriyet Halk Partisi
  
2,6 %
Sonst.
  
3,3 %

VerschiedenesBearbeiten

Van ist auch für seine Katzen bekannt. Die halblanghaarige Vankatze hat häufig zwei verschiedene Augenfarben und ist weltweit gefragt. Eine touristische Attraktion ist die armenische Kirche zum Heiligen Kreuz (armenisch Սուրբ խաչ, Surb Chatsch/Surb xač) auf der Insel Akdamar im Vansee.

Weiterhin sind hier die Klöster Sankt Bartholomäus, Arter und Karmravank, sowie das Ktuts-Kloster, Narekawank und Varagavank anzutreffen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen am 11. November 2018
  2. Webseite der Provinz Van
  3. IL_ILCE_LISTESI.xls
  4. Directorate General of MappingPDF-Datei 0,25 MB
  5. nufusu.com, abgerufen am 11. November 2018
  6. UrbiStat.com, abgerufen am 11. November 2018
  7. [1] TARİH(1).pdf 1,4 MB
  8. Sabah.com, abgerufen am 11. November 2018