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GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Fremifontaine liegt in den Vogesen, 24 Kilometer nordöstlich Épinal und auf halbem Weg zwischen den Städten Bruyères und Rambervillers.

Das 9,56 km² große Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt der westlichen Vogesenausläufer. Der Oberlauf des Flusses Mortagne bildet auf einer Länge von drei Kilometern die östliche Gemeindegrenze Fremifontaines. In das bis zu 80 Meter tief eingeschnittene Flusstal münden im Bereich von Fremifontaine die Gebirgsbäche Xeuty, Corbeuse, Linty und Optinrupt. Vom linken Ufer der Mortagne steigt das Gelände nach Westen steil an und gipfelt in einem bewaldeten Plateau mit Höhen von über 400 m über dem Meer (Haut de Xeuty 427 m, Haut de Linty 470 m, Benaté 404 m). Fast 70 % des Gemeindeareales sind von Wäldern bedeckt (Bois Beni, Bois Chevillots). Im nach Westen abfallenden Gelände haben sich auf Rodungsinseln die Vorläufer der heutigen Siedlung entwickelt. Das Oberdorf (La Haute Ville) ist inzwischen mit dem Mitteldorf (La Moyenne Ville) und dem Unterdorf (La Basse Ville) zusammengewachsen. Der Westrand des Gemeindegebietes fällt mit dem Rand der Vogesen und dem hier beginnenden flacheren Hügelland zusammen, das sich bis zur 20 Kilometer weiter westlich verlaufenden Mosel ausbreitet. Entwässert wird der Westen der Gemeinde Fremifontaine von den Bächen Ruisseau de Dracourt, Ruisseau des Roseaux und Ruisseau de Benazé, die über die Arentèle der Mortagne zufließen.

Nachbargemeinden von Fremifontaine sind Sainte-Hélène und Autrey im Norden, Mortagne im Osten, Domfaing im Südosten, Grandvillers im Süden sowie Pierrepont-sur-l’Arentèle im Westen.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet am westlichen Vogesenrand wurde schon in gallorömischer Zeit besiedelt. Nahe Fremifontaine fand man Reste von Statuen, darunter die der Göttin Epona. Die erste Überlieferung des Ortsnamens Fremifontaine stammt aus dem Jahr 1309, als den Templern hier ein Gebäude angeboten wurde. Die Templer haben die heute noch sichtbaren stark verwitterten Ruinen einer Burg im Bergwald südwestlich des Kernortes hinterlassen.

An den ehemaligen drei Ortsteilen (Ober-, Mittel- und Niederdorf) hatten verschiedene Familien unterschiedliche Rechte. Das Oberdorf gehörte zum Einflussbereich des Abtes von Autrey. Kurz vor der Französischen Revolution waren die drei Dörfer Teil der Vogtei Bruyères. Nach der Revolution und der Gründung der Gemeinde bestanden die Streitigkeiten über die alten Rechte noch viele Jahre weiter. Kirchlich gehörte Fremifontaine zur Pfarrei von Destord. An dieser Pfarrei hielt das Kapitel von Saint-Dié die Patronatsrechte. 1845 entstand in Fremifontaine die Pfarrkirche St. Petri in Ketten (Église Paroissiale Saint-Pierre-ès-Liens).[1][2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2016
Einwohner 302 295 296 304 327 347 457 483

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche St. Petri in Ketten (Église paroissiale Saint-Pierre-ès-Liens)[3]
  • Denkmal für die 45. US-Infanterie-Division, die im Oktober 1944 maßgeblich an der Befreiung des Ortes beteiligt war
  • zahlreiche Brunnen, u. a. die Fontaine Saint-Firmin aus dem 12. Jahrhundert
  • verwitterte Ruinen einer Templerburg am Südhang des mit 470 m ü. M. höchsten Punktes im Gemeindegebiet

PartnergemeindeBearbeiten

Fremifontaine pflegt eine Partnerschaft zur amerikanischen Gemeinde Calera im Bryan County (Oklahoma).

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der Gemeinde dominieren Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsbetriebe (Milchviehwirtschaft, Obstproduktion, Nadelholzeinschlag); es gibt eine Bäckerei und eine Metzgerei. Fremifontaine ist darüber hinaus Grundschul- und Kindergartenstandort.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Östlich und westlich von Fremifontaine führen zwei Straßen von Rambervillers nach Bruyères (D 48 im Arentèletal und D 50 im Mortagnetal). Weitere Straßen verbinden Fremifontaine mit Mortagne und Pierrepont-sur-l’Arentèle. Der sieben Kilometer südlich von Fremifontaine gelegene Bahnhof Bruyères liegt an der von der TER Lorraine betriebenen Bahnlinie Arches-Saint-Dié. Die Bahnlinie von Bruyères über Fremifontaine nach Rambervillers wurde 1980 (Personenverkehr) bzw. 1988 (Güterverkehr) stillgelegt.

BelegeBearbeiten

  1. Fremifontaine auf vosges-archives.com (Memento des Originals vom 28. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com (französisch; PDF)
  2. Geschichtsabriss auf fremifontaine.fr (Memento vom 28. Dezember 2013 im Internet Archive) (französisch)
  3. Eintrag auf culture.gouv.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fremifontaine – Sammlung von Bildern