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GeografieBearbeiten

Das etwa 50 km² große Gemeindegebiet der Stadt Xertigny liegt durchschnittlich 460 Meter über dem Meer und erstreckt sich auf dem Hochplateau der Vôge, das durch die Täler der kleinen Flüsse Ruisseau l'Aitre und Ruisseau de Cone durchschnitten wird. Die Flüsse entwässern zum oberen Côney und gehören damit zum Flusssystem Saône. Im Süden des Gemeindegebietes steigt das Gelände auf über 600 m an. In diesem Bereich wurden mehrere Teiche angelegt, von denen der Étang des Mottes der größte ist und knapp zehn Hektar umfasst. Nördlich und östlich von Xertigny breitet sich ein 15 km² großes, zusammenhängendes Waldgebiet aus. Der Canal des Vosges führt westlich an Xertigny vorbei.

Zu Xertigny gehören die Ortsteile Amerey, Granges, La Gare, Le Charmois, La Regingotte, Le Bozet, Les Granges Richard, Moyenpal und Rasey.

Nachbargemeinden von Xertigny sind Uzemain und Hadol im Norden, Raon-aux-Bois im Nordosten, Bellefontaine im Osten, Plombières-les-Bains im Süden, La Chapelle-aux-Bois im Westen sowie Charmois-l’Orgueilleux im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Xertigny entstand aus dem Lager Certinium an der Römerstraße von Bains-les-Bains nach Baccarat. Bereits 730 ist eine Kirchengemeinde Sainte Walburge belegt, für das Jahr 1335 eine Verwaltung.

Bei der Bildung der französischen Kommunen 1790 war Xertigny einer der 60 Hauptorte des früheren Kantons Vosges. Mit der Fertigstellung des Viaduc de Granges, einer 38 Meter hohen Brücke, erhielt Xertigny 1861 einen Eisenbahnanschluss. 1865 wurde die erste Brauerei gegründet, die unter dem Namen La Lorraine bis 1966 existierte. Das Schloss Château des brasseurs wurde 1888 erbaut.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche Sainte-Walburge in Xertigny 1951 rekonstruiert. Dabei erhielten die Kirchenfenster von Gabriel Loire neue Glasmalereien, die unter anderem Arnulf von Metz, Blasius von Sebaste und Jeanne d’Arc darstellen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 3.168 3.224 3.075 3.190 2.971 2.810 2.795 2.631

Mit 2628 Einwohnern (1. Januar 2016) ist Xertigny die größte Gemeinde im gleichnamigen Kanton. Nach 1968 ging die Einwohnerzahl der Stadt mit Schwankungen kontinuierlich zurück.

WappenBearbeiten

Das Wappen Xertignys zeigt in den Farben des Lothringer Wappens statt drei gestümmelten Adlern im Schrägbalken drei Kreuzanker. Die Ankerform symbolisiert das X, dem Anfangsbuchstaben des Stadtnamens.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Château des brasseurs, beherbergt heute unter anderem die Stadtverwaltung sowie ein Hotel
  • Kirche Sainte-Walburge mit bemalten Kirchenfenstern
  • Viaduc de Granges, Eisenbahnbrücke im Ortsteil Granges
  • Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité im Ortsteil Rasey

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Neben vielen kleinen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben ist im Ortsteil Moyenpal eine Metallbaufirma (Valentin SA) ansässig. Die Firma TEMCA, die Industriegüter aus Polyester, Epoxidharz, Polyurethan und Vinylesterharz herstellt, hat ebenfalls ihren Hauptsitz in Xertigny. Des Weiteren ist in der Stadt eine Brigade der Gendarmerie stationiert.

BildungBearbeiten

Xertigny ist Schulzentrum für die umliegenden Gemeinden. In der Stadt wird an fünf Schulen unterrichtet:

VerkehrBearbeiten

In Xertigny kreuzt die Départementsstraße 3 (Charmois-l’Orgueilleux-Remiremont) die Nationalstraße 434 (Épinal-Vesoul). Über Épinal im Norden und Luxeuil-les-Bains im Süden ist Xertigny an das überregionale Straßennetz angebunden. Der Bahnhof Xertigny befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der Innenstadt. Er liegt an der Bahnlinie NancyBelfort, die vom Unternehmen TER Lorraine betrieben wird.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Xertigny – Sammlung von Bildern