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Fresse-sur-Moselle

französische Gemeinde

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Fresse-sur-Moselle
Wappen von Fresse-sur-Moselle
Fresse-sur-Moselle (Frankreich)
Fresse-sur-Moselle
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Le Thillot
Gemeindeverband Ballons des Hautes-Vosges
Koordinaten 47° 53′ N, 6° 47′ OKoordinaten: 47° 53′ N, 6° 47′ O
Höhe 494–1.190 m
Fläche 18,41 km2
Einwohner 1.749 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 95 Einw./km2
Postleitzahl 88160
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Fresse-sur-Moselle im Département Vosges

Fresse-sur-Moselle ist eine französische Gemeinde mit 1749 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vosges der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Gemeindeverband Ballons des Hautes-Vosges.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Fresse an der oberen Mosel liegt in den Vogesen im äußersten Südosten der historischen Region Lothringen und grenzt im Süden an die Region Bourgogne-Franche-Comté. Die nächstgrößere Stadt Remiremont ist 25 Kilometer entfernt.

Das Gemeindegebiet von Fresse-sur-Moselle erstreckt sich vom Tal der Mosel, das hier ca. 400 Meter breit ist, bis zu den Kammlagen nördlich und südlich des Ortes. Im Norden der Gemeinde erheben sich bis zu 1060 Meter hohe Berge, die höchste Erhebung im Gemeindegebiet wird mit 1190 Metern (Tête de Noireboche) im Süden erreicht. Hier liegt auch die Wasserscheide zum Einzugsgebiet der Saône. Im Gemeindegebiet münden zwei Gebirgsbäche, deren Täler tief in das Gebirge einschneiden, in die Mosel: von Norden der Ruisseau de la Colline de Fresse, von Süden der Ruisseau de Presles.

Etwa die Hälfte des 18,4 km² großen Gemeindegebietes ist von Wäldern bedeckt, die zu den Forstarealen Bois de Maxéromont und Bois de la Fonderie gehören. Die Meereshöhe des Moseltales von über 500 Metern lässt kaum noch wirtschaftlichen Ackerbau zu, daher dominieren in Tal- und unteren Hanglagen Viehweiden.

Nachbargemeinden von Fresse-sur-Moselle sind Le Ménil im Norden, Bussang im Osten, Saint-Maurice-sur-Moselle im Südosten, Haut-du-Them-Château-Lambert im Südwesten sowie Le Thillot im Westen.

GeschichteBearbeiten

Bereits in der Römerzeit führte der Weg von Metz nach Basel über das obere Moseltal und somit durch Fresse. Der Ort Fresse gehörte vor der Französischen Revolution zum Bann Ramonchamp

Nahe dem Ort wurde von 1550 bis 1750 Blei und Kupfer abgebaut.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lebten die Einwohner von der Viehwirtschaft, daneben verdienten sich die Bauern als Holzfäller, Handwerker, Schreiner, Holzschuhmacher oder Gespannführer ihren Unterhalt.

Etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich die Erwerbsstruktur in Fresse und in den umliegenden Gemeinden des oberen Moseltales, als kleine Spinnereien und Webereien entstanden. Die Textilindustrie erlebte ihren Niedergang in den 1970er Jahren.

 
Rathaus und Post
 
Kirche Saint-Brice

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 1951 2102 2446 2471 2242 2176 1931 1765
Quelle: Cassini und INSEE

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Fresse-sur-Moselle zeugen vom Aufschwung und dem Verlust vieler Arbeitsplätze in der Textilbranche.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Brice aus dem Jahr 1860
  • Chapelle des Vés aus dem Jahr 1863 in 767 Metern Höhe, die nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg 1948 und 1997 restauriert wurde
  • neun Meter hoher Wasserfall von Longeligoutte

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Nur noch wenige Einwohner von Fresse-sur-Moselle sind in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Neben dem Gastgewerbe (Pensionen im Wintersportgebiet) existieren heute kleinere Unternehmen der Holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie Handwerksbetriebe. An der Grenze zur Gemeinde Saint-Maurice-sur-Moselle wurde das Gewerbegebiet (ZA du) Pont Jean eingerichtet.

VerkehrBearbeiten

Die stark frequentierte Route nationale 66 (Europastraße 512) von Épinal über den Col de Bussang nach Mülhausen führt durch Fresse-sur-Moselle.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fresse-sur-Moselle – Sammlung von Bildern