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Lépanges-sur-Vologne

französische Gemeinde

Lépanges-sur-Vologne ist eine französische Gemeinde mit 875 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Gemeindeverband Bruyères-Vallons des Vosges.

Lépanges-sur-Vologne
Lépanges-sur-Vologne (Frankreich)
Lépanges-sur-Vologne
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Bruyères
Gemeindeverband Bruyères-Vallons des Vosges
Koordinaten 48° 10′ N, 6° 40′ OKoordinaten: 48° 10′ N, 6° 40′ O
Höhe 394–664 m
Fläche 7,57 km2
Einwohner 875 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 116 Einw./km2
Postleitzahl 88600
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Lépanges-sur-Vologne im Département Vosges

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Lépanges-sur-Vologne liegt in den Vogesen auf einer Höhe von etwa 400 m über dem Meeresspiegel, 20 Kilometer nordwestlich von Gérardmer und 15 Kilometer östlich von Épinal.

Die Fläche des 7,57 km² großen Gemeindegebietes erstreckt sich vom Mosel-Nebenfluss Vologne bis auf die knapp 650 m erreichenden Höhen nördlich und südlich der Vologne. Der Abschnitt des Volognetales ist im Bereich der Gemeinde Lépanges bis zu 500 m breit und bietet Raum für ein lockeres Gefüge von Äckern, Weideland und Siedlungsflächen. In Lépanges münder der von Süden kommende Ruisseau de Malenrupt in die Vologne. Etwa die Hälfte des Gemeindeareals ist bewaldet, insbesondere im Norden und Süden, wo der Waldsaum ungefähr der 500-Meter-Höhenlinie folgt. Höchster Punkt im Gemeindegebiet ist der 664 m hohe Steaumont im äußersten Südosten.

Zu Lépanges-sur-Vologne gehören die Ortsteile und Weiler La Levrée, La Beure, Faing Vairel, Palhieu, Hadrange, Girondeménil, Ferme de Calotté und La Haute Verrière.

Nachbargemeinden von La Lépanges-sur-Vologne sind Fays im Norden, Prey im Osten, Fiménil und Laveline-du-Houx im Südosten, La Neuveville-devant-Lépanges im Süden, Deycimont im Westen sowie Méménil und Viménil im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Lépanges tauchte als Lesperange bereits im 11. und 12. Jahrhundert auf. Das Dorf war Teil der Vogtei Bruyères. Die Bewohner waren auf zwei Pfarreien aufgeteilt: sie gingen nach Champ-le-Duc oder nach Charmois-devant-Bruyères, später nach Deycimont. Alle drei Pfarreien gehörten zum Dekanat Bruyères in der Diözese Épinal. Eine eigene Pfarrkirche bekam Lépanges erst 1866, sie wurde Saint-Libaire geweiht, einem heiligen Märtyrer, der im Jahr 362 auf Befehl des römischen Kaisers Julian enthauptet wurde. Die Mädchenschule in Lépanges wurde 1860 erbaut, das Bürgermeister- und (Knaben-)Schulgebäude folgte 1877. Während der Französischen Revolution gehörte Lépanges dem später aufgelösten Kanton Docelles an. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Gebiet um Lépanges überregional bekannt für die Stärke-Produktion. 1880 gab es allein im Nachbarort La Neuveville 153 Stärkeproduzenten. Als Ausgangsbasis dienten Kartoffeln, Energie lieferten zahlreiche Wassermühlen an der Vologne.[1] 1870 bekam Lépanges einen Eisenbahnanschluss. Der Bahnhof lag an der Strecke Arches-Saint-Dié. Wichtigster Erwerbszweig war in Lépanges lange die Textilindustrie. Eine 1946 in Tourcoing gegründete und 1964 nach Lépanges verlegte Fabrik umfasste die Bereiche Weberei, Färberei und Näherei. Der Betrieb wurde im Herbst 2008 eingestellt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 909 1059 1090 1035 1006 950 926 924

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche Saint-Libaire
  • Pfarrkirche Saint-Libaire
  • Arboretum im Ortsteil Palhieu

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Gemeindegebiet sind noch fünf Landwirtschaftsbetriebe im Haupterwerb ansässig. Daneben dominiert das Kleingewerbe (Bäckerei, Bauu- und Reüparaturnternehmen).[2] Viele Bewohner der Gemeinde sind heute Pendler in die nahegelegenen Gewerbegebiete an Vologne und Mosel.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Lépanges-sur-Vologne liegt abseits der überregionalen Verkehrsströme. Durch die Gemeinde führt die Départementsstraße 11 von Docelles nach Bruyères. Der Bahnhof Lépanges liegt an der von der TER Lorraine betriebenen Bahnlinie Arches-Saint-Dié.

BelegeBearbeiten

  1. Lépanges auf vosges-archives.com. (PDF; 60 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 4. April 2013 (französisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com
  2. Lépanges auf annuaire-mairie.fr. Abgerufen am 4. April 2013 (französisch).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lépanges-sur-Vologne – Sammlung von Bildern