Hadol

französische Gemeinde

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Hadol
Wappen von Hadol
Hadol (Frankreich)
Hadol
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Gemeindeverband Épinal
Koordinaten 48° 5′ N, 6° 29′ OKoordinaten: 48° 5′ N, 6° 29′ O
Höhe 340–586 m
Fläche 49,05 km2
Einwohner 2.368 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 48 Einw./km2
Postleitzahl 88220
INSEE-Code

Mairie Hadol

Hadol ist eine französische Gemeinde mit 2368 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Gemeindeverband Épinal.

GeografieBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Hadol im Département Vosges

Die Gemeinde Hadol liegt durchschnittlich 500 Meter über dem Meer auf dem Hochplateau der Vôge, etwa zehn Kilometer südlich der Stadt Épinal. Der Ruisseau des Nauves entwässert das Gebiet um Hadol zur oberen Mosel.

Das fast 50 km² große Gemeindegebiet umfasst neben dem Hauptort Hadol die Ortsteile Buzegney, Géroménil, Grandfaing, Guménil, La Houssière, Le Digneul, Le Roulier, Les Etangs und Senade.

Die Landschaft ist überwiegend von Äckern geprägt, während sich im Süden der Gemeinde mit dem Forêt de Tillonhaie und dem Bois du Haumont ein großes, zusammenhängendes Waldgebiet erstreckt.

Nachbargemeinden von Hadol sind Arches im Norden und Osten, Raon-aux-Bois im Südosten, Xertigny im Südwesten, Uzemain und Uriménil im Westen sowie Dounoux im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Der Name Hadol geht zurück auf den germanisch überformten keltischen Begriff Hha, der so viel wie dürrer, trockener Boden bedeutete; Do wurde eine Anhöhe genannt. Im Lauf der Jahrhunderte änderte sich die Schreibweise des Ortes oft: so wurde aus Haidors über Haidois, Hadoz, Haidous, Haido, Haidolz, Hardo, adoy, Haidoz, Haydo, Haidol, Hadon, Adou, Hadol, Hadolia, Haidot, Haddal, Hadeau, Hadot und Herdoth (letzteres noch 1793) schließlich Hadol. Interessant ist, dass der Ort heute im regionalen Dialekt Hado genannt wird.

Entstanden ist Hadol aus einem Unterdorf (Hadol-la-Basse) und einem Oberdorf (Hadol-la-Haute).

Im Jahr 1005, das als Gründungsjahr der Gemeinde gilt (Tausendjahrfeier 2005), wurde ein Turm auf einem Sporn errichtet, der eine weite Sicht nach Osten ermöglichte. An dieser Stelle wurde später die Kirche gebaut. Unter dem Portal der Kirche findet man die vermutlich mit einem Speer eingeritzte Inschrift „Cette tour a été fondée pour la première fois en l’an 1005(Dieser Turm wurde zum ersten Mal im Jahre 1005 gegründet).

Hadol gehörte bis 1580 und von 1653 bis 1680 zur heutigen Nachbargemeinde Arches.

Im Dreißigjährigen Krieg erlebte Hadol 1630 den Einfall der Schweden. Während einer Pest-Epidemie wirkte der später heiliggesprochene Priester Pierre Fourier in Hadol und Umgebung.

 
Kirche Saint-Gengoult

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 1491 1503 1580 1997 2019 2071 2231 2368
Quellen: Cassini[1] und INSEE[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Gengoult aus dem 19. Jahrhundert
  • Flurkreuze in den Ortsteilen Géroménil und Guménil

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der großflächigen Gemeinde Hadol sind 57 Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Anbau von Getreide, Futterpflanzen, Gemüse und Obst, Milchwirtschaft, Zucht von Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen und Geflügel).[3]

Hadol ist Standort zweier Grundschulen (École du Centre und École de Geromenil) und eines Kindergartens.

Landstraßen führen sternförmig in die Nachbargemeinden Hadols. Die Nationalstraße 434 (Épinal-Charmoille) führt westlich an Hadol vorbei. Der nahe Bahnhof in Dounoux liegt an der Bahnstrecke Blainville-Damelevières–Lure.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Hadol – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hadol auf cassini.ehess.fr
  2. Hadol auf insee.fr
  3. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)