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GeografieBearbeiten

Die 113 Einwohner (1. Januar 2016) zählende Gemeinde Nossoncourt liegt im Tal der Belvitte, einem Nebenfluss der Mortagne, im westlichen Vorland der Vogesen, etwa 34 Kilometer nordöstlich von Épinal. Die Kleinstadt Rambervillers liegt acht Kilometer südlich, die Stadt Baccarat acht Kilometer nordöstlich von Nossoncourt.

Nachbargemeinden von Nossoncourt sind Bazien im Norden, Ménil-sur-Belvitte im Osten, Anglemont im Süden, Doncières im Westen sowie Ménarmont im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname entstand in gallorömischer Zeit aus Nothonis-currus. Keimzelle von Nossoncourt war ein Schloss aus dem 14. Jahrhundert mit dem dazugehörigen Dorf einen Kilometer östlich des Schlosses. Hier befand sich der Hauptort eines Bannes, dem auch die Gebiete der heutigen Gemeinden Anglemont, Bazien, Sainte-Barbe, Menil-sur-Belvitte, Ménarmont und Xaffévillers angehörten. Während des Ancien Régime gehörte die Pfarrei St. Martin in Nossoncourt zur Diözese Nancy. Eine Urkunde aus dem Jahr 1345 führte Nossoncourt als zur Diözese Metz zugehörig. Die Pfarrer in Nossoncourt kamen aus der Abtei Senones. 1635 wurde Nossoncourt wie viele andere Dörfer der Umgebung von schwedischen Truppen zerstört. Auch 1914 gab es in Nossoncourt massive Zerstörungen.[1] Eine Keimzelle der Entstehung des Ortes war das Schloss Nossoncourt (Château de ville) auf halbem Weg nach Doncières. Im 11. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Schlosses eine erste Burg, die auf Initiative des Bischofs von Metz erbaut wurde. Nach vielen Besitzerwechseln und der Zerstörung folgte im 17. Jahrhundert ein Schloss der Herren De Menonville. Im frühen 19. Jahrhundert kam es an die Familie Ravinel. Nach der Zerstörung im Krieg 1914 wurde das Schloss 1920 neu aufgebaut. Einzig erhalten von der ursprünglichen Burg sind die Südfassade und das Torhaus mit seinen zwei Renaissance-Türmen. Das Schloss ist bis heute in Privatbesitz der Familie Ravinel und kann nur von außen besichtigt werden.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 143 118 122 94 106 122 102 106

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Martin aus dem 19. Jahrhundert
  • Schloss Nossoncourt
  • Kriegerdenkmal
 
Kirche St. Martin
 
Schloss Nossoncourt, Westfassade

BelegeBearbeiten

  1. Nossoncourt auf Vosges-archives.com (Memento des Originals vom 17. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com (französisch, pdf-Datei)
  2. Schloss Nossoncourt auf petit-patrimoine.com (französisch)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nossoncourt – Sammlung von Bildern