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Justyna Święty-Ersetic

Polnische Sprinterin
Justyna Święty-Ersetic Leichtathletik

Justyna Święty Sopot 2014.jpg
Justyna Święty bei den Hallen-Weltmeisterschaften 2014

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 3. Dezember 1992 (26 Jahre)
Geburtsort Racibórz, Polen
Größe 167 cm
Gewicht 56 kg
Karriere
Disziplin 400-Meter-Lauf
Bestleistung 50,41 s
Verein KS AZS-AWF Katowice
Trainer Aleksander Matusiński
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Sommer-Universiade 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
U23-Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
U20-Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Bronze0 London 2017 4 × 400 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Silber0 Portland 2016 4 × 400 m
0Silber0 Birmingham 2018 4 × 400 m
Logo der EAA Europameisterschaften
0Gold0 Berlin 2018 400 m
0Gold0 Berlin 2018 4 × 400 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Bronze0 Prag 2015 4 × 400 m
0Gold0 Belgrad 2017 4 × 400 m
0Bronze0 Belgrad 2017 400 m
Logo der FISU Universiade
0Gold0 Gwangju 2015 4 × 400 m
0Gold0 Taipeh 2017 4 × 400 m
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Gold0 Tampere 2013 4 × 400 m
0Bronze0 Tampere 2013 400 m
Logo der EAA Junioreneuropameisterschaften
0Silber0 Tallinn 2011 4 × 400 m
letzte Änderung: 11. August 2018

Justyna Święty-Ersetic (Aussprache juˈstɨna ˈɕfjɛntɨ; * 3. Dezember 1992 in Racibórz als Justyna Święty) ist eine polnische Leichtathletin, die sich auf den 400-Meter-Lauf spezialisiert hat. Ihre größten Erfolge erzielte sie mit der polnischen 4-mal-400-Meter-Staffel, bei der sie oft als Schlussläuferin eingesetzt wird.

Inhaltsverzeichnis

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Justyna Święty bei den Jugendweltmeisterschaften 2009 in Brixen, bei denen sie mit der polnischen Sprint-Staffel (1000 Meter) den sechsten Platz belegte.[1] Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 im kanadischen Moncton, bei denen die 4-mal-400-Meter-Staffel Achte wurde, wurde sie nur im Vorlauf eingesetzt.[2] Ihr größter Erfolg im Juniorenbereich war der Gewinn der Silbermedaille bei den Junioreneuropameisterschaften 2011 in Tallinn, die sie gemeinsam mit Patrycja Wyciszkiewicz, Małgorzata Hołub und Magdalena Gorzkowska gewann.[3]

Bei den Aktiven erreichte Święty 2012 mit Agata Bednarek, Magdalena Gorzkowska und Anna Jesień bei den Europameisterschaften in Helsinki den achten Platz mit der Staffel und schied im Einzelbewerb in der ersten Runde aus.[4] Kurz danach nahm sie an den Olympischen Spielen in London teil, wo Iga Baumgart, Justyna Święty, Anna Jesień und Patrycja Wyciszkiewicz allerdings nicht das Finale erreichten. 2013 gewann Święty bei den U23-Europameisterschaften in Tampere in persönlicher Bestzeit von 52,22 s die Bronzemedaille im 400-Meter-Lauf. Noch erfolgreicher war die polnische Staffel. Magdalena Gorzkowska, Małgorzata Hołub, Agnieszka Karczmarczyk und Justyna Święty wurden U23-Europameisterinnen vor Rumänien und Frankreich.[5] Bei den Weltmeisterschaften der Aktiven im selben Jahr in Moskau kam die Staffel nicht in den Endlauf.

Das Jahr 2014 begann mit den Hallenweltmeisterschaften in Świętys Heimatland in Sopot. Hier erreichte sie mit persönlicher Bestzeit von 52,13 s im Einzel das Finale, in dem sie Vierte wurde. Mit der Staffel kam sie mit Ewelina Ptak, Małgorzata Hołub und Patrycja Wyciszkiewicz auf den fünften Platz. Anschließend nahm sie mit der Staffel an den World Relays auf den Bahamas teil, bei denen sie ebenfalls Fünfte wurden. Auch bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich wurden die Polinnen (Małgorzata Hołub, Patrycja Wyciszkiewicz, Joanna Linkiewicz, Justyna Święty) Fünfte und im Einzelbewerb erreichte sie das Halbfinale.[6] 2015 gewann die Staffel in der Besetzung Joanna Linkiewicz, Małgorzata Hołub, Monika Szczęsna und Justyna Święty die Bronzemedaille bei den Halleneuropameisterschaften in Prag. Zudem erreichte sie über 400 Meter das Halbfinale.[7] Darauf anschließen belegten sie bei den World Relays erneut den fünften Platz. Im Sommer gewann die gleiche Formation Gold bei der Sommer-Universiade in Gwangju und im Einzelbewerb belegte sie Platz sechs. Bei den Weltmeisterschaften in Peking erreichten die Polinnen allerdings nicht das Finale.

 
Hallen-WM 2016 (rechts) mit Małgorzata Hołub

Erfolgreicher begann das Jahr 2016. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Portland wurden Ewelina Ptak, Małgorzata Hołub, Magdalena Gorzkowska und Justyna Święty hinter den Amerikanerinnen Vize-Weltmeisterinnen. Im Einzel erreichte Święty den fünften Platz. Im Mai 2016 verbesserte sie ihre Freiluft-Bestleistung auf 51,96 s und qualifizierte sich damit für die Europameisterschaften in Amsterdam, bei denen sie den sechsten Platz über 400 Meter belegte sowie mit der polnischen Stafette als Vierte den Gewinn einer Medaille verpasste.[8] Daran anschließend erfolgte die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, bei denen sie das Halbfinale über 400 Meter erreichte. Mit der Staffel gelangte sie in das Finale und belegte dort den siebten Endrang. Bei den Halleneuropameisterschaften 2017 in Belgrad gewann Święty die Bronzemedaille über 400 Meter, sowie die Goldmedaille mit der polnischen Staffel.[9] Bei den World Relays gewann die polnische Mannschaft erstmals die Silbermedaille. Sie qualifizierte sich auch für die Weltmeisterschaften in London und schied dort im Einzelbewerb mit 53,62 s bereits in der Vorrunde aus. Mit der polnischen Stafette gewann sie hinter den Staffeln aus den USA und dem Vereinigten Königreich die Bronzemedaille. Zwei Wochen später gewann sie bei den Weltstudentenspielen in Taipeh erneut die Goldmedaille mit der polnischen Mannschaft.

 
Siegerehrung bei der EM 2018

2018 erfolgte die Teilnahme an den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham, bei denen sie im Einzelbewerb den vierten Platz erreichte und mit der polnischen Staffel die Silbermedaille hinter der US-amerikanischen Mannschaft gewann. Bei den Europameisterschaften in Berlin Anfang August gewann Święty-Ersetic mit neuer Bestleistung von 50,41 s das Finaleüber 400 Meter vor der Griechin Maria Belimbasaki und der Niederländerin Lisanne de Witte, die beide einen neuen nationalen Rekord aufstellten. Am selben Tag gewann sie auch mit der polnischen 4-mal-400-Meter-Staffel als Schlussläuferin in der Besetzung Hołub-Kovalik, Baumgart-Witan, Wyciszkiewicz und Święty-Ersetic in 3:26,59 min die Goldmedaille vor Frankreich und dem Vereinigten Königreich.[10]

Święty wurde 2012 erstmals polnische Meisterin mit ihrem Verein in der 4-mal-400-Meter-Staffel. 2013 und 2016 wurde sie Meisterin über 400 Meter. Zudem gewann sie in der Halle zwischen 2014 und 2018 jedes Jahr den Meistertitel über 400 Meter und 2015 zusätzlich mit der 4-mal-200-Meter-Staffel. Im September 2017 heiratete sie den polnischen Wrestler Dawid Ersetic und startet seitdem unter dem Doppelnamen Święty-Ersetic.[11] Sie ist Studentin an der Jerzy Kukuczka Academy of Physical Education in Katowice.

BestzeitenBearbeiten

  • 400 Meter: 50,41 s, 11. August 2018 in Berlin
    • 400 Meter (Halle): 51,78 s, 15. Februar 2018 in Toruń (Polnischer Rekord)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Justyna Święty – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnis der Sprintstaffel bei den U18-Weltmeisterschaften in Brixen 2009
  2. Ergebnis der 4-mal-400-Meter-Staffel bei den U20-Weltmeisterschaften in Moncton 2010
  3. Ergebnisliste der U20-Europameisterschaften in Tallinn 2011
  4. Ergebnisliste der Europameisterschaften in Helsinki 2012
  5. Ergebnisliste der U23-Europameisterschaften in Tampere 2013
  6. Ergebnisliste der Europameisterschaften in Zürich 2014
  7. Ergebnisliste der Halleneuropameisterschaften in Prag 2015
  8. Ergebnisliste der Europameisterschaften in Amsterdam 2016
  9. Ergebnisliste der Halleneuropameisterschaften in Belgrad 2017
  10. Ergebnisliste der Europameisterschaften in Berlin 2018
  11. Wojciech Kowalczyk: Justyna Święty i Dawid Ersetic na ślubnym kobiercu. Zobacz, kto przyszedł na uroczystość (polnisch) Nasz Racibórz. 16. September 2017. Abgerufen am 18. März 2018.