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Leichtathletik-Europameisterschaften 2006

19. Leichtathletik-Europameisterschaften
Logo der 19. Leichtathletik-Europameisterschaften
Stadt SchwedenSchweden Göteborg
Stadion Ullevi-Stadion
Teilnehmende Länder 48
Teilnehmende Athleten 1370
Wettbewerbe 47
Eröffnung 6. August 2006
Schlussfeier 13. August 2006
Chronik
München 2002 Barcelona 2010
Medaillenspiegel
Platz Land G S B Gesamt
1 RusslandRussland Russland 12 12 11 35
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 4 5 2 11
3 FrankreichFrankreich Frankreich 4 1 2 7
4 SpanienSpanien Spanien 3 3 5 11
5 Weissrussland 1995Weißrussland Weißrussland 3 2 1 6
6 SchwedenSchweden Schweden 3 1 2 6
7 BelgienBelgien Belgien 3 3
8 PortugalPortugal Portugal 2 1 1 4
9 FinnlandFinnland Finnland 2 1 3
10 ItalienItalien Italien 2 1 3
Vollständiger Medaillenspiegel

Die 19. Leichtathletik-Europameisterschaften wurden zwischen dem 6. und 13. August 2006 in der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen. Die Wettkämpfe fanden im Ullevi-Stadion statt, das bereits 1995 Schauplatz der 5. Leichtathletik-Weltmeisterschaften war. Die Kandidatur Göteborgs hatte sich am 6. Oktober 2001 anlässlich des EAA-Kongresses gegen Barcelona durchgesetzt, nachdem Amsterdam schon zuvor seine Bewerbung zurückgezogen hatte.

Der Marathonlauf fand auf einem rund zehn Kilometer langen und vier Mal zu durchlaufenden Rundkurs im Stadtzentrum statt, Die Wettbewerbe im Gehen wurden wie schon 1995 auf einem zwei Kilometer langen Rundkurs auf der Skånegatan ausgetragen, einer Straße vor dem Stadion. Start und Ziel kagen bei allen Rennen im Ullevi-Stadion.

Offizieller Europameisterschafts-Song war „Heroes“ von Elena Paparizou.

Inhaltsverzeichnis

ZeremonienBearbeiten

EröffnungsfeierBearbeiten

 
Das Ullevi-Stadion in Göteborg

Die Eröffnung wurde am Abend des 6. Augusts 2006 vor 100.000 Zuschauern auf dem Götaplatsen in der Innenstadt Göteborgs gefeiert. Ihr Motto lautete „Schweden trifft Europa“. Es war die erste Eröffnungsfeier von Leichtathletik-Europameisterschaften, die nicht im Stadion stattfand. Dieser Schritt sollte die enge Verbindung zwischen der Veranstaltung und dem Austragungsort verdeutlichen.

Die Feier dauerte zwei Stunden und wurde von dem ehemaligen Dreispringer Jonathan Edwards zusammen mit einer schwedischen Fernsehmoderatorin moderiert. Beim Einmarsch wurde die deutsche Flagge von der 19 Jahre jungen Deutschen Meisterin über 200 Meter Jala Gangnus getragen.

Während der Schau trat mehrmals die Stepp-Gruppe „Jeerk“ auf, die in ihren Darbietungen verschiedene Leichtathletikdisziplinen aufgriff. Daneben wurde ein großes musikalisches Programm geboten. Das Symphonieorchester der Stadt spielte zusammen mit einem Gitarristen der Band Hammerfall. Diese trat im Anschluss noch in voller Besetzung mit schwedischen Sportlern auf und präsentierte dabei das der schwedischen Mannschaft gewidmete Lied „The Fire Burns Forever“, an dem auch einige Athleten aus Schweden mitgeschrieben hatten. Daneben trat unter anderem die norwegische Sängerin Sissel Kyrkjebø auf, die auch in der Musik zum Film Titanic zu hören ist. Des Weiteren gab es einen Auftritt der Griechin Elena Paparizou. Der Ire Ronan Keating sang zusammen mit Jessica Anderson. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurde ein Feuerwerk veranstalter.

TeilnehmerBearbeiten

Zu den Wettkämpfen entsandten 48 der 50 Mitgliedsverbände der European Athletic Association eine Delegation nach Göteborg. Lediglich die Verbände aus Armenien und Liechtenstein verzichteten auf eine Teilnahme (in Klammern jeweils die Angabe zur Anzahl der Teilnehmer des betreffenden Landes).

Teilnehmer (Gesamtzahl: 1370)

WettbewerbeBearbeiten

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften wurden Wettbewerbe in fünf unterschiedlichen Wettbewerbsgruppen ausgetragen: Laufen, Springen, Werfen, Gehen und Mehrkampf. Das Wettkampfangebot wurde für die Frauen noch einmal erweitert. Hinzu kam nun auch der 3000-Meter-Hindernislauf. So war das EM-Programm für Frauen und Männer nun fast identisch. Abweichungen gab es in der Länge der kurzen Hürdenstrecke, in den Gewichten der Wurfgeräte sowie in der Anzahl der Mehrkampf-Disziplinen. Einzig das 50-km-Gehen blieb noch alleine den Männern vorbehalten.

DopingBearbeiten

Es gab acht offizielle dopingbedingte Disqualifikationen:

  • Andrej Michnewitsch (Weissrussland  Weißrussland), Kugelstoßen, zunächst Zweiter – Wegen immer wieder auftretender Dopingvergehen wurden alle seine Ergebnisse seit August 2005 annulliert.[1]
  • Jurij Bilonoh (Ukraine  Ukraine), Kugelstoßen, zunächst Sechster – Er wurde für den Zeitraum 18. August 2004 bis 17. August 2006 gesperrt. Alle Ergebnisse inklusive des Olympiasiegs und dem EM-Resultat wurden gestrichen.[2]
  • Ville Tiisanoja (Finnland  Finnland), Kugelstoßen, zunächst Elfter – Er gab die Einnahme von Testosteron zu, wurde für zwei Jahre gesperrt und mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt.[3]
  • Roland Varga (Ungarn  Ungarn), Diskuswurf, zunächst Elfter – Er wurde 2007 aufgrund einer Probe vom 22. Juli 2006 des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen überführt. Er erhielt einer Sperre von zwei Jahren, seine Ergebnisse seit der Probenentnahme wurden annulliert.[4]
  • Iwan Zichan (Weissrussland  Weißrussland), Hammerwurf, zunächst Erster – 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Athlet aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.[5]
  • Andrei Varantsou (Weissrussland  Weißrussland), Hammerwurf, zunächst Zwölfter – Er wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Dopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.[6]
  • Nadseja Astaptschuk (Weissrussland  Weißrussland), Kugelstoßen, zunächst Zweite – Sie wurde in ihrer Laufbahn mehrfach des Dopingbetrugs überführt mit entsprechenden Konsequenzen unter anderem in Form der Aberkennung erzielter Resultate. Dazu gehörten ihr Titel bei den Weltmeisterschaften 2005, ihr zweiter Rang bei den Europameisterschaften 2006 und ihr Olympiasieg 2012.[7]
  • Iryna Jattschanka (Weissrussland  Weißrussland), Diskuswurf, zunächst Neunte – Ihr Resultat wurde wie auch ihr dritter Rang bei den Olympischen Spielen 2004 gestrichen.[8]

Fünf dieser acht gedopten Sportler kamen aus Weißrussland, je einer aus Finnland, der Ukraine und Ungarn.

Sportliche LeistungenBearbeiten

Die Medaillenwertung wurde wieder einmal sehr deutlich durch Russland angeführt. Zwölf EM-Titel gingen alleine an Russland, insgesamt sammelten die russischen Athleten 35 Medaillen. Deutschland und Frankreich hatten je vier Goldmedaillen auf ihrem Konto. Das deutsche Team hatte fünf Silbermedaillen gegenüber einer für Frankreich zu Buche stehen. Vier Nationen hatten jeweils drei Europameister aufzuweisen. Bezüglich der Zahl der Silbermedaillen lag von ihnen Spanien vor Weißrussland, Schweden und Belgien. Jeweils zwei Europameister hatten Portugal, Finnland und Italien in ihren Reihen, wobei in der Zahl der weiteren Medaillen Portugal vor Finnland und Italien lag.

Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.

Resultate MännerBearbeiten

100 mBearbeiten

 
Francis Obikwelu, Doppeleuropameister auf den Sprintstrecken
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Francis Obikwelu Portugal  POR 9,99 CR
2 Andrei Jepischin Russland  RUS 10,10 NR
3 Matic Osovnikar Slowenien  SLO 10,14 SB
4 Ronald Pognon Frankreich  FRA 10,16
5 Mark Lewis-Francis Vereinigtes Konigreich  GBR 10,16 SB
6 Dariusz Kuć Polen  POL 10,21
7 Dwain Chambers Vereinigtes Konigreich  GBR 10,24
8 Ronny Ostwald Deutschland  GER 10,38

Finale: 8. August, 19:40 Uhr

Wind: + 1,3 m/s

Francis Obikwelu, der im Jahre 2006 nachträglich zum Europameister 2002 erklärt worden war, musste in keinem der vier Läufe alles geben, um trotzdem jeweils souverän zu siegen. Im Endlauf war er der erste Läufer, der bei Europameisterschaften unter zehn Sekunden bleiben konnte.

200 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Francis Obikwelu Portugal  POR 20,01 NR
2 Johan Wissman Schweden  SWE 20,38 NR
3 Marlon Devonish Vereinigtes Konigreich  GBR 20,54
4 Kristof Beyens Belgien  BEL 20,57
5 Iwan Tjoplych Russland  RUS 20,76
6 Eddy de Lépine Frankreich  FRA 20,77
7 David Alerte Frankreich  FRA 20,93
8 Anastasios Gousis Griechenland  GRE 20,94

Finale: 10. August, 20:45 Uhr

Wind: + 1,6 m/s

Francis Obikwelu ist der erste Sprinter seit 28 Jahren, der sowohl über 100 als auch über 200 Meter Europameister werden konnte. Letztmals war dies Pietro Mennea 1978 in Prag gelungen. Während der Schwede Johan Wissman vor heimischem Publikum über sich hinauswuchs und zweimal den Landesrekord verbesserte, gelang Marlon Devonish die Wiederholung seines dritten Platzes von 2002.

400 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Marc Raquil Frankreich  FRA 45,02
2 Wladislaw Frolow Russland  RUS 45,09 PB
3 Leslie Djhone Frankreich  FRA 45,40
4 Daniel Dąbrowski Polen  POL 45,56
5 Andrea Barberi Italien  ITA 45,70
6 Timothy Benjamin Vereinigtes Konigreich  GBR 45,89
7 Rafał Wieruszewski Polen  POL 45,97
8 Dimitrios Regas Griechenland  GRE 46,23

Finale: 9. August, 20:45 Uhr

Noch fünfzig Meter vor dem Ziel sah der Russe Wladislaw Frolow wie der sichere Sieger aus. Aber Marc Raquil hatte auf der Zielgeraden das deutlich bessere Stehvermögen, sodass er den Russen kurz vor dem Ziel passieren konnte. Der 400-Meter-Lauf war die erste Entscheidung bei den Europameisterschaften 2006, bei der kein einziger der Finalteilnehmer von 2002 auch im Endlauf 2006 stand.

800 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Bram Som Niederlande  NED 1:46,56
2 David Fiegen Luxemburg  LUX 1:46,59
3 Sam Ellis Vereinigtes Konigreich  GBR 1:46,64
4 Dmitrijs Miļkevičs Lettland  LAT 1:46,70
5 Miguel Quesada Spanien  ESP 1:46,91
6 Florent Lacasse Frankreich  FRA 1:46,95
7 Andrea Longo Italien  ITA 1:47,11
8 Michael Rimmer Vereinigtes Konigreich  GBR 1:47,66

Finale: 13. August, 15:10 Uhr

Die Bekanntgabe des Ergebnisses verzögerte sich, weil gegen das Ergebnis wegen Rempeleien im Endspurt Protest eingelegt worden war. Dieser wurde jedoch abgewiesen. Bram Som gewann das erste Läufergold für einen Niederländer seit 1982. David Fiegen errang die erste Europameisterschaftsmedaille überhaupt für Luxemburg.

 
Mehdi Baala entschied den 1500-Meter-Lauf mit seinem starken Spurt für sich

1500 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mehdi Baala Frankreich  FRA 3:39,02
2 Iwan Heschko Ukraine  UKR 3:39,50
3 Juan Carlos Higuero Spanien  ESP 3:39,62
4 Arturo Casado Spanien  ESP 3:40,86
5 Sergio Gallardo Spanien  ESP 3:41,24
6 Andrew Baddeley Vereinigtes Konigreich  GBR 3:42,31
7 Christian Obrist Italien  ITA 3:42,59
8 Liam Reale Irland  IRL 3:42,65

Finale: 9. August, 19:20 Uhr

Mehdi Baala konnte mit einem langgezogenen Spurt den Ukrainer Iwan Heschko und seine drei spanischen Konkurrenten bezwingen, alle anderen Finalteilnehmer hatten bereits eingangs der letzten Runde einen größeren Rückstand. Baala gelang die erfolgreiche Titelverteidigung, er hatte dieses Mal einen deutlich größeren Vorsprung im Ziel als beim Fotofinish von 2002.

5000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Jesús España Spanien  ESP 13:44,70
2 Mohammed Farah Vereinigtes Konigreich  GBR 13:44,79
3 Juan Carlos Higuero Spanien  ESP 13:46,48
4 Halil Akkas Turkei  TUR 13:46,53
5 Khalid Zoubaa Frankreich  FRA 13:55,09
6 Henrik Skoog Schweden  SWE 13:56,34
7 Pablo Villalobos Spanien  ESP 13:58,25
8 Gert-Jan Liefers Niederlande  NED 13:58,70

Finale: 13. August, 16:40 Uhr

Im Endlauf stand kein Läufer, der 2002 im Finale war. Wie in allen Laufentscheidungen bei den Männern von 800 Meter aufwärts kam es auch im letzten Rennen vor dem Staffelfinale nach verhaltenem Anfangstempo zu einem Spurtentscheid. Im Gegensatz zu den anderen Rennen gewann einer der favorisierten Spanier, nachdem der Mitfavorit Alistair Ian Cragg aus Irland verletzt ausgestiegen war.

 
Jan Fitschen gewann überraschend das Rennen über 10.000 Meter

10.000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Jan Fitschen Deutschland  GER 28:10,94 PB
2 José Manuel Martínez Spanien  ESP 28:12,06 SB
3 Juan Carlos de la Ossa Spanien  ESP 28:13,73
4 Christian Belz Schweiz  SUI 28:16,93
5 Serhij Lebid Ukraine  UKR 28:19,14
6 Dmitri Maximow Russland  RUS 28:20,43 SB
7 André Pollmächer Deutschland  GER 28:22,56 PB
8 Driss El Himer Frankreich  FRA 28:30,09

Datum: 8. August, 20:20 Uhr

Der deutsche 10.000-Meter-Läufer Jan Fitschen wurde überraschenderweise Europameister und verwies die favorisierten Spanier José Manuel Martínez und Juan Carlos de la Ossa auf die Plätze zwei und drei. Der Schweizer Christian Belz belegte den vierten Platz. Fitschen übertraf als deutscher Läufer damit sogar Dieter Baumann, der bei den letzten Europameisterschaften in München 2002 sowie in Budapest 1998 jeweils Zweiter auf dieser Langstrecke geworden war.

MarathonBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Stefano Baldini Italien  ITA 2:11:31
2 Viktor Röthlin Schweiz  SUI 2:11:49 SB
3 Julio Rey Spanien  ESP 2:12:36
4 Luc Krotwaar Niederlande  NED 2:12:44 SB
5 Francesco Ingargiola Italien  ITA 2:13:04 SB
6 Dmitri Semjonow Russland  RUS 2:13:09
7 Janne Holmén Finnland  FIN 2:13:10 SB
8 Alberto Chaíça Portugal  POR 2:13:14 SB

Datum: 13. August, 12:10 Uhr

Aus einer Tempoverschärfung nach Kilometer dreißig entstand eine Vierergruppe, bestehend aus den Italienern Stefano Baldini und Francesco Ingargiolo sowie dem Schweizer Viktor Röthlin und dem Spanier Julio Rey. Auch der Titelverteidiger, der Finne Janne Holmén, konnte nicht mehr folgen. Bis Kilometer 35 wurden Ingargiolo und Rey ebenfalls abgehängt, von hinten konnte der Niederländer Luc Krotwaar zu diesen beiden aufschließen. Baldini und Röthlin blieben bis Kilometer vierzig zusammen. Einer Tempoverschärfung des Italieners konnte der Schweizer dann nicht mehr folgen. Um die Bronzemedaille entstand ein Zweikampf zwischen Rey und Krotwaar, den der Spanier für sich entschied.

Marathon-CupBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (h)
1 Italien  Italien Stefano Baldini
Francesco Ingargiola
Danilo Goffi
6:39:21
2 Portugal  Portugal Alberto Chaíça
Luís Jesús
Hélder Ornelas
6:43:32
3 Niederlande  Niederlande Luc Krotwaar
Kamiel Maase
Sander Schutgens
6:43:41
4 Russland  Russland Dmitri Semjonow
Dmitri Burmakin
Grigori Andrejew
6:45:18
5 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Dan Robinson
Huw Lobb
Tomas Abyu
6:54:08
6 Israel  Israel Ayele Setegne
Asaf Bimro
Wodage Zvadya
7:01:36
7 Finnland  Finnland Janne Holmén
Francis Kirwa
Jaakko Kero
7:02:00
8 Schweden  Schweden Said Regraugui
Kristoffer Österlund
Kristian Algers
7:13:26

Datum: 13. August, 12:10 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läufer je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

110 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Staņislavs Olijars Lettland  LAT 13,24
2 Thomas Blaschek Deutschland  GER 13,46
3 Andrew Turner Vereinigtes Konigreich  GBR 13,52
4 Igor Peremota Russland  RUS 13,55
5 Robert Kronberg Schweden  SWE 13,57
6 Jens Werrmann Deutschland  GER 13,73
7 Dániel Kiss Ungarn  HUN 13,77
8 Serhij Demydjuk Ukraine  UKR 13,96

Finale: 12. August, 17:40 Uhr

Wind: - 1,0 m/s

Bei den ersten Europameisterschaften 1934 war der lettische Geher Jānis Daliņš Europameister geworden. Die Goldmedaille von Olijars war nach 72 Jahren das zweite Gold für Lettland bei Europameisterschaften. Olijars wurde durch seinen Sieg außerdem Nachfolger des vierfachen Europameisters Colin Jackson. Das Finale wurde bei einem Gegenwind von 1,0 m/s ausgetragen. Für den erst 21-jährigen Deutschen Jens Werrmann war der Einzug in diesen Endlauf bereits ein Erfolg, nachdem er im Vorlauf mit 13,60 s persönliche Bestzeit gelaufen war und im Halbfinale die gleiche Zeit hatte wiederholen können.

400 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Periklis Iakovakis Griechenland  GRE 48,46
2 Marek Plawgo Polen  POL 48,71
3 Rhys Williams Vereinigtes Konigreich  GBR 49,12
4 Naman Keïta Frankreich  FRA 49,13
5 Sébastien Maillard Frankreich  FRA 49,54
6 Gianni Carabelli Italien  ITA 49,60
7 Minas Alozidis Griechenland  GRE 49,61
8 Alexandr Derewjagin Russland  RUS 50,31

Finale: 9. August, 20:10 Uhr

Das Ergebnis dieses Rennens wies keine Überraschungen auf, Periklis Iakovákis hatte im Vorfeld die beste Zeit vorgelegt, Marek Plawgo und Naman Keïta gehörten wegen ihrer Erfahrung zu den Mitfavoriten, Rhys Williams hatte von den Commonwealth Games eine schnelle Bestzeit mitgebracht. Der Rennverlauf bot hingegen durchaus eine Überraschung, denn nach der letzten Hürde lag Williams noch deutlich zurück. Trotzdem konnte er den sowohl als Hürdenläufer als auch als Staffelläufer erfahrenen Keïta im Auslauf noch ganz knapp überholen.

3000 m HindernisBearbeiten

 
Jukka Keskisalo siegte über 3000 Meter Hindernis
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Jukka Keskisalo Finnland  FIN 8:24,89
2 José Luis Blanco Spanien  ESP 8:26,22
3 Bouabdellah Tahri Frankreich  FRA 8:27,15
4 Mustafa Mohamed Schweden  SWE 8:27,79
5 Antonio David Jiménez Spanien  ESP 8:28,78
6 Radosław Popławski Polen  POL 8:29,33
7 Günther Weidlinger Osterreich  AUT 8:29,54
8 César Pérez Spanien  ESP 8:30,40

Finale: 11. August, 19:25 Uhr

Der Europarekordler Simon Vroemen trat wegen einer Magenverstimmung nicht zum Finale an. Die Spanier um den Titelverteidiger Antonio David Jiménez verschleppten das Tempo, um den vermeintlich Schnellsten im Feld, den Franzosen Bouabdellah Tahri, im Spurt zu bezwingen. Wie schon im 10.000-Meter-Lauf führte diese Taktik dazu, dass ein Außenseiter mit großer Spurtkraft Europameister wurde. Jukka Keskisalo ist der erste finnische Europameister in dieser Disziplin, denn bei den ersten Europameisterschaften 1934 war dieser Wettbewerb noch nicht ausgetragen worden. Vermutlich hätte der zweifache finnische Olympiasieger Volmari Iso-Hollo das Rennen damals gewonnen, aber der Hindernislauf wurde erst bei den zweiten Europameisterschaften 1938 ins Programm aufgenommen. Da war Iso-Hollos große Zeit vorbei.

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Dwain Chambers
Darren Campbell
Marlon Devonish
Mark Lewis-Francis
38,91
2 Polen  Polen Przemysław Rogowski
Łukasz Chyła
Marcin Jędrusiński
Dariusz Kuć
39,05
3 Frankreich  Frankreich Oudéré Kankarafou
Ronald Pognon
Fabrice Calligny
David Alerte
39,07
4 Russland  Russland Maxim Mokroussow (Finale)
Michail Jegorischew
Roman Smirnow
Alexander Smirnow (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Iwan Teplych
Andrei Jepischin
39,29
5 Deutschland  Deutschland Alexander Kosenkow
Marius Broening
Sebastian Ernst
Ronny Ostwald
39,38
6 Italien  Italien Luca Verdecchia
Stefano Anceschi
Massimiliano Donati
Francesco Scuderi
39,42
7 Ukraine  Ukraine Roman Bublyk
Kostjantyn Wasjukow
Anatolij Dowhal
Dmytro Hluschtschenko (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Dmitri Barski
39,54
8 Niederlande  Niederlande Timothy Beck
Caimin Douglas
Guus Hoogmoed
Patrick van Luijk
39,64

Finale: 13. August, 15:30 Uhr

4 × 400 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Frankreich  Frankreich Leslie Djhone (Finale)
Ydrissa M’Barke
Naman Keïta
Marc Raquil (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Brice Panel
Abderahim El Haouzy
3:01,10 SB
2 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Robert Tobin
Rhys Williams
Graham Hedman
Timothy Benjamin
3:01,63 SB
3 Polen  Polen Daniel Dąbrowski
Piotr Kędzia
Piotr Rysiukiewicz
Rafał Wieruszewski (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Marcin Marciniszyn
3:01,73 SB
4 Deutschland  Deutschland Kamghe Gaba
Florian Seitz
Ruwen Faller
Bastian Swillims
3:02,83 SB
5 Ukraine  Ukraine Olexij Ratschkowskyj
Andrij Twerdostup
Witalij Dubonossow
Jewhen Sjukow
3:04,33 SB
6 Rumänien  Rumänien Vasile Boboş
Florin Suciu
Cătălin Câmpeanu
Ioan Vieru
3:04,53
7 Russland  Russland Konstantin Swetschkar
Jewgeni Lebedew
Alexander Larin
Wladislaw Frolow (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Iwan Busolin
3:04,73
8 Spanien  Spanien David Melo
David Testa
Salvador Rodríguez
Santiago Ezquerro
3:04,98

Finale: 13. August, 17:10 Uhr

Leslie Djhone und Naman Keïta gehörten bereits 2002 zur französischen Staffel, die Bronze gewonnen hatte. Marc Raquil war mit den beiden anderen nachträglich zum Weltmeister 2003 erklärt worden. Raquil und Djhone hatten hier in Göteborg Einzelmedaillen im 400-Meter-Lauf gewonnen. Angesichts dieser Ausgangssituation war die größte Überraschung, dass der Sieg für die Franzosen relativ knapp ausfiel. Raquil lieferte sich mit dem Polen Rafał Wieruszewski auf fast der gesamten Schlussrunde ein packendes Duell, ehe der Franzose sich auf der Zielgeraden lösen konnte. Kurz vor dem Ziel zog dann auch noch Timothy Benjamin am Polen vorbei. Dessen Landsmann Piotr Rysiukiewicz stand bereits zum vierten Mal im Staffelfinale von Europameisterschaften. Nach Silber 1998 konnte er nun seine zweite Medaille gewinnen.

 
Francisco Javier Fernández – Europameister mit starker Leistung

20 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Francisco Javier Fernández Spanien  ESP 1:19:09
2 Waleri Bortschin Russland  RUS 1:20:00 PB
3 João Vieira Portugal  POR 1:20:09 NR
4 Wiktor Burajew Russland  RUS 1:20:12
5 Sergei Bakulin Russland  RUS 1:20:50
6 Matej Tóth Slowakei  SVK 1:21:39 SB
7 Erik Tysse Norwegen  NOR 1:22:13
8 Giorgio Rubino Italien  ITA 1:22:34

Datum: 8. August, 17:15 Uhr

Der Titelverteidiger Francisco Javier Fernández setzte sich früh vom restlichen Feld ab und marschierte souverän zum erneuten Gewinn. Die Verfolgergruppe bestand lange nur aus den drei teilnehmenden Russen, aber der Portugiese João Vieira konnte zu dieser Gruppe aufschließen und gewann Bronze mit neuem Landesrekord.

50 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Yohann Diniz Frankreich  FRA 3:41:39 PB
2 Jesús Ángel García Spanien  ESP 3:42:48 SB
3 Juri Andronow Russland  RUS 3:43:26
4 Trond Nymark Norwegen  NOR 3:44:17
5 Mikel Odriozola Spanien  ESP 3:46:34
6 Roman Magdziarczyk Polen  POL 3:47:37
7 Marco de Luca Italien  ITA 3:48:08 PB
8 Peter Korčok Slowakei  SVK 3:51:16 SB

Datum: 10. August, 9:40 Uhr

Der Norweger Trond Nymark legte ein schnelles Tempo vor und das Feld teilte sich rasch auf. Bis wenige Kilometer vor dem Ziel lag Nymark in Führung, wurde dann aber nacheinander von den drei Medaillengewinnern überholt. Yohann Diniz sorgte mit seinem Sieg für die erste Goldmedaille eines französischen Gehers überhaupt.

HochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Andrei Silnow Russland  RUS 2,36 CR
2 Tomáš Janků Tschechien  CZE 2,34 PB
3 Stefan Holm Schweden  SWE 2,34SBe
4 Linus Thörnblad Schweden  SWE 2,34 PB
5 Jaroslaw Rybakow Russland  RUS 2,30
6 Niki Palli Israel  ISR 2,27
6 Nicola Ciotti Italien  ITA 2,27
6 Svatoslav Ton Tschechien  CZE 2,27

Finale: 9. August, 18:10 Uhr

Der Olympiasieger Stefan Holm war vor heimischem Publikum klar favorisiert. In einem spannenden Finale hatte der junge Andrei Silnow jedoch die beste Tagesform und meisterte jede Höhe im ersten Versuch. Die eigentliche Überraschung war die Silbermedaille für den erfahrenen Tomáš Janků, mit dessen Leistung so nicht zu rechnen war. Für Holm und seinen Landsmann Linus Thörnblad blieben so nur der dritte und der vierte Platz.

StabhochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Alexander Awerbuch Israel  ISR 5,70
2 Tim Lobinger Deutschland  GER 5,65
2 Romain Mesnil Frankreich  FRA 5,65
4 Matti Mononen Finnland  FIN 5,65
5 Przemysław Czerwiński Polen  POL 5,65
6 Oleksandr Kortschmid Ukraine  UKR 5,60
7 Giuseppe Gibilisco Italien  ITA 5,50
8 Laurens Looije Niederlande  NED 5,50

Finale: 13. August, 13:45 Uhr

Am Finale nahmen zwanzig Springer teil, nachdem die Qualifikation wegen Regens abgebrochen worden war. Auch in diesem Finale regnete es und die großen Höhen wurden deshalb nicht erreicht. Der Israeli Alexander Awerbuch konnte seinen Titel von München 2002 erfolgreich verteidigen. Tim Lobinger gewann seine dritte Medaille bei Europameisterschaften nach Silber 1998 und Bronze 2002. Enttäuschend aus deutscher Sicht war, dass der amtierende Deutsche Meister Lars Börgeling im Finale bei seiner Anfangshöhe von 5,50 m drei Mal scheiterte. Er produzierte damit einen sogenannten Salto Nullo und schied als anscheinend aussichtsreicher Medaillenkandidat vorzeitig aus.

WeitsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andrew Howe Italien  ITA 8,20
2 Greg Rutherford Vereinigtes Konigreich  GBR 8,13
3 Oleksij Lukaschewytsch Ukraine  UKR 8,12
4 Wiktor Kusnjezow Ukraine  UKR 7,96
5 Kafétien Gomis Frankreich  FRA 7,93
6 Nelson Évora Portugal  POR 7,91
7 Ruslan Gataullin Russland  RUS 7,91
8 Louis Tsatoumas Griechenland  GRE 7,84

Finale: 8. August, 17:25 Uhr

Andrew Howe war schon vor den Europameisterschaften allgemein favorisiert worden und überzeugte in der Qualifikation mit der besten Weite von 8,33 m. Im Finale musste er nicht seine ganzen Fähigkeiten abrufen, um vor dem jungen Briten Greg Rutherford zu gewinnen. Der Titelverteidiger Olexij Lukaschewytsch gewann die Bronzemedaille. Nur diese drei Springer konnten die Acht-Meter-Marke übertreffen. In München 2002 war dies sogar nur zwei Springern gelungen. Die beiden deutschen Teilnehmer Sebastian Bayer – 7,66 m – und Daniel Koenig – 7,36 m – waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

 
Klarer Sieg für Christian Olsson

DreisprungBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Olsson Schweden  SWE 17,67 SB
2 Nathan Douglas Vereinigtes Konigreich  GBR 17,21
3 Marian Oprea Rumänien  ROU 17,18
4 Nelson Évora Portugal  POR 17,07
5 Phillips Idowu Vereinigtes Konigreich  GBR 17,02
6 Daniil Burkenja Russland  RUS 16,98
7 Wiktor Jastrebow Ukraine  UKR 16,94
8 Mykola Sawolajnen Ukraine  UKR 16,84

Finale: 12. August, 15:50 Uhr

Der Titelverteidiger Christian Olsson war seinen Konkurrenten deutlich überlegen. Die Siegesweite erzielte er im zweiten Durchgang. Seine Sprünge danach waren alle übergetreten. Insbesondere sein dritter Versuch wäre noch besser als die Siegesweite gewesen. Olsson gewann die dritte Goldmedaille für das Gastgeberland Schweden bei diesen Europameisterschaften.

KugelstoßenBearbeiten

 
Ralf Bartels – Europameister mit seinem letzten Stoß
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Ralf Bartels Deutschland  GER 21,13
2 Joachim Olsen Danemark  DEN 21,09
3 Rutger Smith Niederlande  NED 20,90
4 Pawel Sofjin Russland  RUS 20,55
5 Andy Dittmar Deutschland  GER 19,95
6 Tomasz Majewski Polen  POL 19,85
7 Manuel Martínez Spanien  ESP 19,68
8 Pawel Lyschyn Weissrussland  BLR 19,51

Finale: 7. August, 18:45 Uhr

Nach einer konstanten Serie, in der alle fünf Versuche gültig und über zwanzig Meter lagen, konnte Ralf Bartels im sechsten Versuch seine bis dahin in diesem Wettbewerb beste Leistung von 20,55 m auf 21,13 m verbessern und sich vom vierten auf den ersten Platz steigern. Die Silbermedaille holte sich der Däne Joachim Olsen mit einer Weite von 21,09 m. Bronze ging an den Niederländer Rutger Smith. Der zweite deutsche Athlet Andy Dittmar belegte den fünften Platz. In diesem Wettbewerb kam es zu drei Dopingfällen: Wegen immer wieder auftretender Dopingvergehen wurden alle Ergebnisse des Weißrussen Andrej Michnewitsch – hier ein zweiter Platz – seit August 2005 annulliert.[1] Der Ukrainer Jurij Bilonoh war zunächst Sechster. Er wurde für den Zeitraum 18. August 2004 bis 17. August 2006 gesperrt. Alle Ergebnisse inklusive des Olympiasiegs und dem EM-Resultat wurden gestrichen.[2] Der dritte Dopingsünder war der Finne Ville Tiisanoja, der ursprünglich Rang elf belegt hatte. Er gab die Einnahme von Testosteron zu, wurde für zwei Jahre gesperrt und mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt.[3]

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Virgilijus Alekna Litauen  LTU 68,67
2 Gerd Kanter Estland  EST 68,03
3 Aleksander Tammert Estland  EST 66,14
4 Mario Pestano Spanien  ESP 64,84
5 Michael Möllenbeck Deutschland  GER 64,82
6 Piotr Małachowski Polen  POL 64,57
7 Rutger Smith Niederlande  NED 64,46
8 Lars Riedel Deutschland  GER 64,11

Finale: 12. August, 16:30 Uhr

Nach Bronze 1998 und Silber 2002 gewann Virgilijus Alekna 2006 endlich die erste Goldmedaille für Litauen bei Europameisterschaften überhaupt. Die beiden Esten Gerd Kanter und Aleksander Tammert auf den Plätzen und der Lette Staņislavs Olijars im Hürdenlauf machten den vorletzten Tag der Europameisterschaften 2006 zum Tag der Balten.

Der Ungar Roland Varga wurde 2007 aufgrund einer Probe vom 22. Juli 2006 des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen überführt. Er erhielt einer Sperre von zwei Jahren, seine Ergebnisse seit der Probenentnahme wurden annulliert.[4]

HammerwurfBearbeiten

 
Olli-Pekka Karjalainen – Europameister im Hammerwurf
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Olli-Pekka Karjalainen Finnland  FIN 80,84
2 Wadsim Dsewjatouski Weissrussland  BLR 80,76
3 Markus Esser Deutschland  GER 79,19
4 Szymon Ziółkowski Polen  POL 78,79
5 Krisztián Pars Ungarn  HUN 78,34
6 Primož Kozmus Slowenien  SLO 78,18
7 Karsten Kobs Deutschland  GER 77,93
7 Nicola Vizzoni Italien  ITA 76,55

Finale: Vom 11. August verschoben auf den 12. August, 13:45 Uhr

Nachdem der Wettkampf wegen auftretender Regenschauer und der dadurch bedingten Verzögerungen im Zehnkampf um einen Tag verschoben war, begann es pünktlich zu Beginn des Finales wieder zu regnen. Dadurch waren die Bedingungen schwierig, die Zahl der Fehlversuche in diesem Finale stieg.

Zwei weißrussische Werfer wurden des Dopings überführt und disqualifiziert:

  • 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Iwan Zichan, zunächst Erster, aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.[5]
  • Andrei Varantsou, zunächst Letzter im Finale, wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Dopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.[6]

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen Norwegen  NOR 88,78
2 Tero Pitkämäki Finnland  FIN 86,44
3 Jan Železný Tschechien  CZE 85,92
4 Vadims Vasiļevskis Lettland  LAT 83,21
5 Ainārs Kovals Lettland  LAT 81,65
6 Peter Esenwein Deutschland  GER 81,11
7 Stefan Müller Schweiz  SUI 80,87 NR
8 Alexander Iwanow Russland  RUS 80,09

Finale: 9. August, 19:10 Uhr

Nach dem Rücktritt des vierfachen Europameisters Steve Backley konnte erstmals seit 1971 mit Andreas Thorkildsen wieder ein aktueller Olympiasieger den Titel im Speerwurf gewinnen. Jan Železný belegte zwanzig Jahre nach seiner ersten Europameisterschaftsteilnahme noch einmal Platz drei. Der Schweizer Stefan Müller stellte im Finale abermals einen Landesrekord auf, nachdem er den alten Rekord bereits in der Qualifikation überboten hatte.

ZehnkampfBearbeiten

 
Favoritensieg für Roman Šebrle
Platz Athlet Land Punkte
1 Roman Šebrle Tschechien  CZE 8526
2 Attila Zsivóczky Ungarn  HUN 8356
3 Alexei Drosdow Russland  RUS 8350 PB
4 Alexander Pogorelow Russland  RUS 8245
5 Pascal Behrenbruch Deutschland  GER 8209 PB
6 Aljaksandr Parchomenka Weissrussland 1995  BLR 8136 PB
7 Stefan Drews Deutschland  GER 8105
8 Romain Barras Frankreich  FRA 8093

Datum: 10. und 11. August
Gewertet wurde nach der Punktetabelle von 1985. Der Weltrekordler und Olympiasieger Roman Šebrle konnte seinen Titel von 2002 erfolgreich und weitgehend ungefährdet verteidigen. Hinter ihm kam der routinierte Ungar Attila Zsivóczky in einem spannenden Kampf um die Medaillen auf Platz zwei, vor allem weil Alexander Pogorelow einmal mehr im 1500-Meter-Lauf alle seine Chancen zunichtemachte, die er sich vorher mühsam aufgebaut hatte. Von den drei deutschen Teilnehmern erwies sich der jüngste, Pascal Behrenbruch, als der (nerven-)stärkste. Im abschließenden 1500-Meter-Lauf blieb er jedoch 22 Sekunden über seiner Bestzeit und verpasste dadurch die Medaillenchance. So musste er sechs Jahre warten, ehe er dann bei den Europameisterschaften 2012 den Titel gewann. Der Wettkampf wurde mehrfach wegen heftiger Regenschauer unterbrochen, was vor allem die Sprungdisziplinen deutlich beeinträchtigte.

Resultate FrauenBearbeiten

100 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Kim Gevaert Belgien  BEL 11,06
2 Jekaterina Grigorjewa Russland  RUS 11,22 SB
3 Irina Chabarowa Russland  RUS 11,22
4 Joice Maduaka Vereinigtes Konigreich  GBR 11,24
5 Julija Guschtschina Russland  RUS 11,31
6 Julija Neszjarenka Weissrussland 1995  BLR 11,34
7 Sylviane Félix Frankreich  FRA 11,40
8 Daria Onyśko Polen  POL 11,43

Finale: 9. August, 20:25 Uhr

Wind: + 0,8 m/s

Kim Gevaert wirkte vom Vorlauf bis zum Halbfinale so souverän, dass sie als klare Favoritin ins Finale ging. Sie wurde dieser Rolle gerecht und siegte überlegen. Kim Gevaert gewann die erste Goldmedaille bei Europameisterschaften für Belgien seit 1971.

200 mBearbeiten

 
Kim Gevaert beherrschte beide Sprintstrecken bei diesen Europameisterschaften
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Kim Gevaert Belgien  BEL 22,68
2 Julija Guschtschina Russland  RUS 22,93
3 Natalja Russakowa Russland  RUS 23,09
4 Monika Bejnar Polen  POL 23,28
5 Sylviane Félix Frankreich  FRA 23,45
6 Jekaterina Kondratjewa Russland  RUS 23,58
7 Olena Tschebanu Ukraine  UKR 23,63
8 Angela Moroșanu Rumänien  ROU 23,66

Finale: 11. August, 20:45 Uhr

Wind: - 0,8 m/s

Seit den ersten Europameisterschaften für Frauen 1938 hatte keine Belgierin Gold gewinnen können. Nun entschied Kim Gevaert zwei Tage nach ihrem Titelgewinn über 100 Meter auch den 200-Meter-Lauf souverän für sich. Im Ziel wurde sie von der Hochspringerin Tia Hellebaut erwartet, die unmittelbar vor dem Start des Rennens Hochsprung-Gold gewonnen hatte. Die beiden Belgierinnen gingen gemeinsam auf die Ehrenrunde.

400 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Wanja Stambolowa Bulgarien  BUL 49,85
2 Tatjana Weschkurowa Russland  RUS 50,15
3 Olga Saizewa Russland  RUS 50,28
4 Marijana Dimitrowa Bulgarien  BUL 50,64 PB
5 Ilona Ussowitsch Weissrussland 1995  BLR 50,69 NR
6 Nicola Sanders Vereinigtes Konigreich  GBR 50,87
7 Swetlana Pospelowa Russland  RUS 50,90
8 Joanne Cuddihy Irland  IRL 51,46

Finale: 10. August, 18:50 Uhr

Wie bei den Männern war auch bei den Frauen der 400-Meter-Lauf der erste Wettbewerb, in dem keine Endlaufteilnehmerin von 2002 das Finale erreichte. Allerdings waren erfahrene Staffelläuferinnen am Start. Die Siegerin Wanja Stambolowa hatte in den vorherigen Runden ihre Mitfavoritenrolle gefestigt. Als größte Überraschung muss gewertet werden, dass die andere Favoritin Olga Saizewa „nur“ Bronze gewann. Die Weißrussin Ilona Ussowitsch hatte mit 50,74 s bereits in der Qualifikation einen neuen Landesrekord aufgestellt und unterbot diesen als Fünfte dann im Finale nochmals.

800 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Olga Kotljarowa Russland  RUS 1:57,38
2 Swetlana Kljuka Russland  RUS 1:57,48
3 Rebecca Lyne Vereinigtes Konigreich  GBR 1:58,45
4 Tetjana Petljuk Ukraine  UKR 1:58,65
5 Brigita Langerholc Slowenien  SLO 1:59,30 SB
6 Teodora Kolarowa Bulgarien  BUL 2:00,00 PB
7 Mayte Martínez Spanien  ESP 2:00,10
8 Swetlana Tscherkassowa Russland  RUS 2:03,43

Finale: 10. August, 20:05 Uhr

Die Russinnen waren nach der Bestenliste vor den Europameisterschaften mit den schnellsten Zeiten gemeldet und mussten nur ein Bummelrennen fürchten, weil dann die Spurtkraft der Spanierin Martínez zu beachten war. Swetlana Tscherkassowa opferte ihre eigene Chancen und gab die Tempomacherin. Sie fiel zwar am Schluss auf den letzten Platz zurück, aber ihre Teamkolleginnen gewannen Gold und Silber. Die Siegerin Olga Kotljarowa, seit Jahren Mitglied erfolgreicher russischer 4 × 400 m Staffeln, kam nach ihrem Umstieg auf die 800-Meter-Distanz zu ihrem ersten großen Einzeltitel.

1500 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Tatjana Tomaschowa Russland  RUS 3:56,91 CR
2 Julija Tschischenko Russland  RUS 3:57,61
3 Daniela Jordanowa Bulgarien  BUL 3:59,37 SB
4 Jelena Sobolewa Russland  RUS 4:00,36
5 Lidia Chojecka Polen  POL 4:01,43 SB
6 Corina Dumbrăvean Rumänien  ROU 4:02,24 PB
7 Natalija Tobias Ukraine  UKR 4:02,71
8 Iryna Lischtschynska Ukraine  UKR 4:04,98

Finale: 13. August, 15:55 Uhr

Wie in fast allen Rennen der Frauen wurde auch in dieser Entscheidung von Beginn das Tempo forciert. Die zweimalige Weltmeisterin Tatjana Tomaschowa konnte nach Bronze in München 2002 nun auch Europameisterschaftsgold gewinnen. Die Bulgarin Daniela Jordanowa, Fünfte in München 2002, eroberte im Endspurt noch Platz drei und verhinderte einen russischen Dreifachsieg.

5000 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Marta Domínguez Spanien  ESP 14:56,18 CR
2 Lilija Schobuchowa Russland  RUS 14:56,57 SB
3 Elvan Abeylegesse Turkei  TUR 14:59,29 SB
4 Joanne Pavey Vereinigtes Konigreich  GBR 15:01,41
5 Wolha Krauzowa Weissrussland 1995  BLR 15:06,47 SB
6 Sabrina Mockenhaupt Deutschland  GER 15:11,38 SB
7 Susanne Wigene Norwegen  NOR 15:11,79
8 Krisztina Papp Ungarn  HUN 15:16,85

Datum: 12. August, 17:15 Uhr

Von den acht Erstplatzierten hatten vier Läuferinnen am Montag zuvor bereits am 10.000-Meter-Lauf teilgenommen. Die Siegerin Marta Domínguez konnte ihren Titel von 2002 erfolgreich verteidigen. Die gebürtige Äthiopierin Elvan Abeylegesse hatte im 10.000-Meter-Lauf entkräftet aufgegeben, konnte sich aber hinreichend erholen, um die erste Medaille für die Türkei bei diesen Europameisterschaften zu gewinnen. Die Britin Jo Pavey hatte für die entscheidende Tempoverschärfung gesorgt, konnte aber nicht in die Medaillenränge laufen.

 
Inga Abitowa – Europameisterin in einem schnellen Rennen

10.000 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Inga Abitowa Russland  RUS 30:31,42 PB
2 Susanne Wigene Norwegen  NOR 30:32,36 PB
3 Lidija Grigorjewa Russland  RUS 30:32,72 PB
4 Galina Bogomolowa Russland  RUS 30:35,90 SB
5 Lornah Kiplagat Niederlande  NED 30:37,26 SB
6 Jeļena Prokopčuka Lettland  LAT 30:38,78 NR
7 Marta Domínguez Spanien  ESP 30:51,69 NR
8 Sabrina Mockenhaupt Deutschland  GER 31:40,28 SB

Datum: 7. August, 20:10 Uhr

Alle drei Medaillengewinnerinnen – die Russin Inga Abitowa, die Norwegerin Susanne Wigene und die Russin Lidija Grigorjewa – liefen persönliche Bestleistungen. Die viertplatzierte Galina Bogomolowa und die Niederländerin Lornah Kiplagat erreichten jeweils die Saisonbestzeit. Die Lettin Jeļena Prokopčuka und die Spanierin Marta Domínguez stellten nationale Rekorde auf. Persönliche Saisonbestleistungen erreichten die achtplatzierte Deutsche Sabrina Mockenhaupt und ihre Landsfrau Irina Mikitenko auf dem neunten Platz. Die Schweizerin Mirja Jenni-Moser wurde mit persönlicher Bestleistung Siebzehnte.

MarathonBearbeiten

 
Europameisterin Ulrike Maisch hatte sich das Rennen am besten eingeteilt
Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Ulrike Maisch Deutschland  GER 2:30:01 PB
2 Olivera Jevtić Serbien  SER 2:30:27
3 Irina Permitina Russland  RUS 2:30:53
4 Živilė Balčiūnaitė Litauen  LTU 2:31:01 SB
5 Bruna Genovese Italien  ITA 2:31:15
6 Alewtina Biktimirowa Russland  RUS 2:31:23
7 Deborah Toniolo Italien  ITA 2:31:31
8 Giovanna Volpato Italien  ITA 2:32:04

Datum: 12. August, 12:10 Uhr

Ulrike Maisch hatte 2002 den achten Platz belegt und war hier eigentlich nur als drittstärkste deutsche Läuferin eingeschätzt worden. Sie lief das Tempo der Spitzengruppe bei den ersten Beschleunigungen nach der Halbmarathonmarke nicht mit, konnte aber im Schlussabschnitt alle Läuferinnen überholen und die erste Goldmedaille im Marathon der Frauen für Deutschland gewinnen. Olivera Jevtić gewann die erste Medaille für Serbien bei diesen Europameisterschaften.

Marathon-CupBearbeiten

Platz Land Athletinnen Zeit (h)
1 Italien  Italien Bruna Genovese
Deborah Toniolo
Giovanna Volpato
7:34:50
2 Russland  Russland Irina Permitina
Alewtina Biktimirowa
Nailja Julamanowa
7:37:42
3 Deutschland  Deutschland Ulrike Maisch
Claudia Dreher
Susanne Hahn
7:40:11

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läuferinnen je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

100 m HürdenBearbeiten

 
Susanne Kallur sorgte über 100 Meter Hürden für einen weiteren schwedischen Sieg
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Susanna Kallur Schweden  SWE 12,59
2 Kirsten Bolm Deutschland  GER 12,72
2 Derval O’Rourke Irland  IRL 12,72 SB
4 Glory Alozie Spanien  ESP 12,86
5 Aurelia Trywiańska Polen  POL 12,90
6 Alexandra Antonowa Russland  RUS 12,93
7 Jenny Kallur Schweden  SWE 12,94
8 Adrianna Lamalle Frankreich  FRA 12,99

Finale: 11. August, 19:50 Uhr
Wind: + 0,5 m/s
Susanna Kallur errang das erste Gold einer schwedischen Läuferin, seitdem 1982 Ann-Louise Skoglund den 400-Meter-Hürdenlauf gewonnen hatte. Da Susanna Kallurs Zwillingsschwester Jenny nur Siebte wurde, konnten die Kallur-Schwestern nicht den Erfolg der Brüder Mirosław Wodzyński und Leszek Wodzyński wiederholen, die als Geschwister im 110-Meter-Hürdenlauf bei den Europameisterschaften 1974 zwei Medaillen gewonnen hatten.
Zunächst wurde die Irin Derval O’Rourke mit Landesrekord als alleinige Zweitplatzierte geführt. Nach Auswertung der beiden Zielfotos legte die deutsche Mannschaft Protest ein, dem stattgegeben wurde. So bekam Kirsten Bolm ebenfalls Silber überreicht.

400 m HürdenBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Jewgenija Issakowa Russland  RUS 53,93 PB
2 Fani Chalkia Griechenland  GRE 54,02
3 Tetjana Tereschtschuk-Antipowa Ukraine  UKR 54,55
4 Claudia Marx Deutschland  GER 54,99
5 Natalja Iwanowa Russland  RUS 55,04 SB
6 Anna Jesień Polen  POL 55,16
7 Tasha Danvers-Smith Vereinigtes Konigreich  GBR 55,56
8 Anastassija Rabtschenjuk Ukraine  UKR 55,74

Finale: 9. August, 20:10 Uhr

3000 m HindernisBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Alesja Turawa Weissrussland 1995  BLR 9:26,05 CR
2 Tatjana Petrowa Russland  RUS 9:28,05
3 Wioletta Janowska Polen  POL 9:31,62
4 Ljubow Iwanowa Russland  RUS 9:33,53
5 Veerle Dejaeghere Belgien  BEL 9:35,78
6 Jelena Sidortschenkowa Russland  RUS 9:38,05
7 Ida Nilsson Schweden  SWE 9:39,24 NR
8 Zulema Fuentes-Pila Spanien  ESP 9:40,36 NR

Finale: 12. August, 16:15 Uhr

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Frauen wurde erstmals im Rahmen der Europameisterschaften ausgetragen. Die Siegerin Alesja Turawa lief persönliche Saisonbestleistung; sie ist die Schwester der Geherin Ryta Turawa, die hier in Göteborg das 20-km-Gehen gewann. In den Qualifikationswettbewerben wurden gleich drei Landesrekorde verbessert, und zwar durch die Niederländerin Miranda Boonstra mit 9:45:87 min, die Italienerin Elena Romagnolo – 9:52:38 min – und durch die Griechin Iríni Kokkinaríou – 9:53:07 min. Alle drei konnten sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren.

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Russland  Russland Julija Guschtschina (Finale)
Natalja Russakowa
Irina Chabarowa
Jekaterina Grigorjewa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jekaterina Kondratjewa
Larissa Kruglowa
42,71
2 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Anyika Onuora
Emma Ania (Finale)
Emily Freeman
Joice Maduaka
im Vorlauf außerdem:
Laura Turner-Alleyne
43,51
3 Weissrussland 1995  Weißrussland Julija Neszjarenka
Natallja Safronnikawa
Alena Neumjarschyzkaja
Aksana Drahun
43,61
4 Ukraine  Ukraine Olena Tschebanu
Halyna Tonkowyd
Iryna Schtanhjejewa
Iryna Schepertjuk
43,97
5 Schweden  Schweden Susanna Kallur
Carolina Klüft (Finale)
Jenny Kallur
Emma Green
im Vorlauf außerdem:
Emma Rienas
44,16
DNF Deutschland  Deutschland Katja Wakan (Finale)
Marion Wagner
Cathleen Tschirch
Verena Sailer
im Vorlauf außerdem:
Katja Tengel
Frankreich  Frankreich Véronique Mang
Fabienne Beret-Martinel
Adrianna Lamalle
Muriel Hurtis-Houairi
Belgien  Belgien Hanna Mariën
Frauke Penen
Olivia Borlée
Kim Gevaert

Finale: 13. August, 14:50 Uhr

Der Zieleinlauf in diesem Rennen war sehr übersichtlich, nachdem gleich drei Staffeln wegen Wechselfehlern das Ziel nicht erreichten. Die russische Mannschaft war allen anderen Teams deutlich überlegen; sie bestand ausschließlich aus Läuferinnen, die bei diesen Europameisterschaften im 100-Meter- oder im 200-Meter-Lauf Medaillen gewonnen hatten. Die schwedische Staffel, bestehend aus zwei Hürdenläuferinnen, einer Hochspringerin und einer Siebenkämpferin, hatte zwar die prominenteste Besetzung, die Wechsel waren jedoch nicht sicher und so erreichte das Team nur mit Glück das Ziel.
Die irische Staffel, die sich nicht für das Finale qualifizieren konnte, lief im Vorlauf mit 44,38 s irischen Landesrekord.

4 × 400 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Russland  Russland Swetlana Pospelowa
Natalja Iwanowa
Olga Saizewa (Finale)
Tatjana Weschkurowa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jelena Migunowa
Tatjana Firowa
3:25,12
2 Weissrussland 1995  Weißrussland Juljana Schalnjaruk (Finale)
Swjatlana Ussowitsch
Hanna Kosak
Ilona Ussowitsch (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Kaziarina Bobrik
Irina Chliustawa
3:27,69
3 Polen  Polen Monika Bejnar (Finale)
Grażyna Prokopek
Ewelina Sętowska (Finale)
Anna Jesień
im Vorlauf außerdem:
Ewelina Sętowska-Dryk
Marta Chrust-Rożej
3:27,77
4 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Lee McConnell
Emma Duck
Marilyn Okoro
Nicola Sanders (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jenny Meadows
3:28,17
5 Deutschland  Deutschland Korinna Fink
Claudia Hoffmann
Anja Pollmächer
Claudia Marx
3:28,18
6 Ukraine  Ukraine Ksenija Karandjuk
Oksana Iljuschkina
Oksana Schtscherbak
Natalija Pyhyda
3:30,95
7 Frankreich  Frankreich Phara Anacharsis
Thélia Sigère
Anita Mormand
Solène Désert
3:32,38
8 Bulgarien  Bulgarien Monika Gatschewska
Marijana Dimitrowa
Teodora Kolarowa
Nedjalka Nedkowa
3:33,75

Finale: 13. August, 16:15 Uhr

20 km GehenBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Ryta Turawa Weissrussland 1995  BLR 1:27:08
2 Olga Kaniskina Russland  RUS 1:28:35
3 Elisa Rigaudo Italien  ITA 1:28:37 SB
4 Kjersti Plätzer Norwegen  NOR 1:28:45
5 Claudia Ștef Rumänien  ROU 1:29:27 SB
6 Sabine Zimmer Deutschland  GER 1:29:56
7 Sylwia Korzeniowska Polen  POL 1:30:31 NR
8 Vera Santos Portugal  POR 1:30:41 SB

Datum: 9. August, 17:15 Uhr

Ryta Turawa setzte sich bereits im Stadion unmittelbar nach dem Start deutlich von allen Verfolgerinnen ab und ging zu einem in keiner Phase des Wettbewerbs gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Ryta Turawa ist die Schwester von Alesja Turawa, die in Göteborg den 3000-Meter-Hindernislauf gewann. Die siebtplatzierte Polin Sylwia Korzeniowska stellte einen neuen Landesrekord auf. Sie ist die jüngere Schwester des erfolgreichen Gehers Robert Korzeniowski, der bei Europameisterschaften 1998 und 2002 den Titel im 50-km-Gehen errungen hatte.

HochsprungBearbeiten

 
Tia Hellebaut, Überraschungssiegerin in einem hochklassigen Wettbewerb
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Tia Hellebaut Belgien  BEL 2,03 NR / CR
2 Wenelina Wenewa Bulgarien  BUL 2,03 CR
3 Kajsa Bergqvist Schweden  SWE 2,01
4 Blanka Vlašić Kroatien  CRO 2,01
5 Jelena Slessarenko Russland  RUS 1,99
6 Iryna Mychaltschenko Ukraine  UKR 1,95 SBe
7 Jekaterina Sawtschenko Russland  RUS 1,95 SBe
7 Anna Tschitscherowa Russland  RUS 1,95 SBe

Finale: 11. August, 18:30 Uhr

Vor heimischem Publikum galt die Titelverteidigerin Kajsa Bergqvist als hohe Favoritin, aber in einem hochklassigen Wettkampf mit vier Springerinnen über 2,01 m musste sie sich wie ihr Landsmann Stefan Holm im Männer-Hochsprung mit Bronze begnügen. Es siegte die Siebenkämpferin Tia Hellebaut, die im Finale zwei Landesrekorde aufstellen konnte. Im letzten Sprung der Konkurrenz scheiterte die Bulgarin Wenelina Wenewa knapp an 2,05 m und verpasste so das erste Hochsprunggold bei Europameisterschaften nach Stefka Kostadinowa 1986 für Bulgarien.
Deirdre Ryan sprang in der Qualifikation mit 1,92 m irischen Landesrekord, konnte sich damit aber nicht für das Finale qualifizieren.

StabhochsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Jelena Issinbajewa Russland  RUS 4,80 CR
2 Monika Pyrek Polen  POL 4,65
3 Tatjana Polnowa Russland  RUS 4,65 SB
4 Swetlana Feofanowa Russland  RUS 4,50
5 Martina Strutz Deutschland  GER 4,50 PB
6 Silke Spiegelburg Deutschland  GER 4,50
7 Naroa Agirre Spanien  ESP 4,45
8 Róza Kasprzak Polen  POL 4,40

Finale: 12. August, 15:00 Uhr

Die Titelverteidigerin Swetlana Feofanowa hatte bei 4,60 m ihren ersten Fehlversuch und pokerte anschließend. Sie konnte aber keinen gültigen Sprung mehr erzielen und blieb medaillenlos. Die Zweite von 2002 und Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa stieg erst bei 4,60 m ein. Nachdem sie mit übersprungenen 4,80 m Gold sicher hatte, versuchte sie sich dreimal chancenlos an der neuen Weltrekord-Höhe von 5,02 m. Ob sie selber angesichts des Regens wirklich mit einer Chance auf den Rekord rechnete oder ob sie nur dem Publikum einen Gefallen erweisen wollte, blieb unklar.

WeitsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Ljudmila Koltschanowa Russland  RUS 6,93
2 Naide Gomes Portugal  POR 6,84
3 Oxana Udmurtowa Russland  RUS 6,69
4 Wiktorija Rybalko Ukraine  UKR 6,62
5 Adina Anton Rumänien  ROU 6,54
6 Carolina Klüft Schweden  SWE 6,54
7 Niurka Montalvo Spanien  ESP 6,50
8 Natalja Lebussowa Russland  RUS 6,49

Finale: 13. August, 15:15 Uhr

Im Finale stand mit der Ungarin Tünde Vaszi nur eine Springerin, die bei den Europameisterschaften 2002 den Endkampf erreicht hatte. Sie schied jedoch als Neunte im Vorkampf aus. Die beiden favorisierten Russinnen erreichten am Ende die Medaillenränge, wurden aber von der Portugiesin Naide Gomes bedrängt. Gomes hatte zwar in der Halle schon Medaillen gewonnen, errang aber hier mit Silber die erste Medaille in einem Sprungwettbewerb für Portugal bei Freiluft-Europameisterschaften überhaupt.

DreisprungBearbeiten

 
Tatjana Lebedewa gewann mit neuem Meisterschaftsrekord
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tatjana Lebedewa Russland  RUS 15,15 CR
2 Chrysopigi Devetzi Griechenland  GRE 15,05 SB
3 Anna Pjatych Russland  RUS 15,02 PB
4 Olha Saladucha Ukraine  UKR 14,38
5 Olesja Bufalowa Russland  RUS 14,23
6 Teresa Marinowa Bulgarien  BUL 14,20
7 Adelina Gavrilă Rumänien  ROU 14,19
8 Natallja Safronawa Weissrussland 1995  BLR 14,13

Finale: 9. August, 17:45 Uhr

Im ersten Versuch des Wettbewerbs erzielte Chrysopigi Devetzi mit 15,05 m persönliche Saisonbestleistung. Die beiden favorisierten Russinnen Anna Pjatych und Tatjana Lebedewa rückten allerdings mit jedem Durchgang näher. Mit ihrem letzten Sprung gelang es Lebedewa, die Griechin zu überholen und Europameisterin zu werden.

KugelstoßenBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Natallja Charaneka Weissrussland 1995  BLR 19,43
2 Petra Lammert Deutschland  GER 19,17
3 Olga Rjabinkina Russland  RUS 19,02
4 Assunta Legnante Italien  ITA 18,83 SB
5 Nadine Kleinert Deutschland  GER 18,47
6 Irina Chudoroschkina Russland  RUS 18,44
7 Chiara Rosa Italien  ITA 18,23
8 Krystyna Zabawska Polen  POL 17,99

Finale: 12. August, 13:35 Uhr

Im ersten Versuch ging Nadine Kleinert in Führung, konnte sich aber danach nicht mehr steigern. Petra Lammert übernahm mit 19,06 m im zweiten Durchgang die Spitze. Im Endkampf wurde sie von der amtierenden Hallenweltmeisterin Natallja Charaneka aus Weißrussland überholt, behauptete jedoch bis zum Schluss den Silberrang. Nadine Kleinert wurde schließlich Fünfte. In einem an Höhepunkten armen Wettbewerb – was sicherlich auch durch das Wetter bedingt war – übertraf einzig die viertplatzierte Italienerin Assunta Legnante ihre persönliche Jahresbestleistung.

Mit der Russin Nadseja Astaptschuk gab es in dieser Disziplin einen Dopingfall. Die Athletin wurde in ihrer Laufbahn mehrfach des Dopingbetrugs überführt mit entsprechenden Konsequenzen unter anderem in Form der Aberkennung erzielter Resultate. Dazu gehörten ihr Titel bei den Weltmeisterschaften 2005, ihr zweiter Rang bei den Europameisterschaften 2006 und ihr Olympiasieg 2012.[7]

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Darja Pischtschalnikowa Russland  RUS 65,55 PB
2 Franka Dietzsch Deutschland  GER 64,35
3 Nicoleta Grasu Rumänien  ROU 63,58
4 Kateryna Karsak Ukraine  UKR 62,45
5 Wioletta Potępa Polen  POL 61,78
6 Elina Swerawa Weissrussland 1995  BLR 61,72
7 Věra Pospíšilová-Cechlová Tschechien  CZE 60,71
8 Dragana Tomašević Serbien  SER 60,20

Finale: 10. August, 19:30 Uhr
Die Teilnehmerliste wies einige Werferinnen mit jahrelanger Erfahrung auf. Die zehntplatzierte Weißrussin Iryna Jattschanka (40 Jahre) und die sechstplatzierte Weißrussin Elina Swerawa (45 Jahre) waren beide schon bei den Europameisterschaften 1990 für die Sowjetunion im Ring gewesen. Die Deutsche Franka Dietzsch (38 Jahre) und die Rumänin Nicoleta Grasu (34 Jahre) erreichten wie bereits 1998 das Siegerpodest. Franka Dietzsch ging als Weltjahresbeste favorisiert in den Wettkampf, wurde ihrer Rolle jedoch nicht gang gerecht. Die 21-jährige Siegerin Darja Pischtschalnikowa – sie warf persönliche Bestleistung – ist seit 2001 erfolgreich, als sie Jugendeuropameisterin und Jugendvizeweltmeisterin wurde. Die achtplatzierte Serbin Dragana Tomašević stellte in der Qualifikation einen neuen Landesrekord (63,63 m) auf.
Auch im Diskuswurf wurde eine Athletin des Dopingmissbrauchs überführt. Das Resultat der zunächst neuntplatzierten Weißrussin Iryna Jattschanka wurde wie auch ihr dritter Rang bei den Olympischen Spielen 2004 gestrichen.[8]

HammerwurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tatjana Lyssenko Russland  RUS 76,67 CR
2 Gulfija Chanafejewa Russland  RUS 74,50
3 Kamila Skolimowska Polen  POL 72,58
4 Maryna Smaljatschkowa Weissrussland 1995  BLR 71,87
5 Betty Heidler Deutschland  GER 70,89
6 Kathrin Klaas Deutschland  GER 70,59
7 Clarissa Claretti Italien  ITA 69,78
8 Iryna Sekatschowa Ukraine  UKR 69,08

Finale: 8. August, 19:30 Uhr

 
Der erste große internationale Titel für Steffi Nerius

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Steffi Nerius Deutschland  GER 65,82 SB
2 Barbora Špotáková Tschechien  CZE 65,64
3 Mercedes Chilla Spanien  ESP 61,98 SB
4 Christina Obergföll Deutschland  GER 61,89
5 Christina Scherwin Danemark  DEN 61,81
6 Rumjana Karapetrowa Bulgarien  BUL 61,78 PB
7 Barbara Madejczyk Polen  POL 59,92
8 Annika Suthe Deutschland  GER 58,25

Finale: 13. August, 14:35 Uhr

Bereits in der Qualifikation waren Barbora Špotáková und Steffi Nerius allen anderen Teilnehmerinnen deutlich überlegen gewesen. Die Tschechin hatte dabei mit 66,12 m sogar einen neuen Landesrekord aufgestellt. Im Finale ging die Tschechin gleich in Führung, konnte sich aber nicht mehr steigern. Nerius übernahm die Spitze im fünften Durchgang und gewann mit ihrer Saisonbestleistung bei ihrer dritten Finalteilnahme ihre erste Goldmedaille. Ebenso spannend verlief der Kampf um die Bronzemedaille, den überraschend die Spanierin Mercedes Chilla für sich entschied. Sie warf ebenfalls ihre Saisonbestleistung und errang als erste Spanierin überhaupt eine Medaille in einer Wurfdisziplin.

SiebenkampfBearbeiten

 
Carolina Klüft – nach Olympiasieg und WM-Titel nun auch Europameisterin
Platz Athletin Land Punkte
1 Carolina Klüft Schweden  SWE 6740 SB
2 Karin Ruckstuhl Niederlande  NED 6423 NR
3 Lilli Schwarzkopf Deutschland  GER 6420 PB
4 Jennifer Oeser Deutschland  GER 6376 PB
5 Ljudmyla Blonska Ukraine  UKR 6357
6 Natalja Dobrynska Ukraine  UKR 6356 SB
7 Kelly Sotherton Vereinigtes Konigreich  GBR 6290
8 Jessica Ennis Vereinigtes Konigreich  GBR 6287 PB

Datum: 7. und 8. August

Gewertet wurde nach der Punktetabelle von 1980. Der erste Mehrkampf-Wettbewerb bei diesen Europameisterschaften, der Siebenkampf der Frauen, begann am ersten Wettkampftag. Haushohe Favoritin auf Gold war die schwedische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Carolina Klüft, die am Ende eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellte. Die als stärkste Konkurrentin eingeschätzte Französin Eunice Barber musste nach zwei Disziplinen – in denen sie sehr gute Ergebnisse erreicht hatte – den Wettkampf offensichtlich wegen einer Verletzung beenden. In einem dramatischen Zieleinlauf bei der letzten Disziplin, dem 800-Meter-Lauf, verpasste die Deutsche Lilli Schwarzkopf um nur 0,2 Sekunden die Silbermedaille gegenüber der Niederländerin Karin Ruckstuhl. Beide beendeten den Wettkampf mit persönlicher Bestleistung. Die Niederländerin verbesserte dabei auch ihren eigenen Landesrekord. Die zweite Deutsche Jennifer Oeser steigerte gleich in vier Disziplinen ihre jeweiligen Bestleistungen und damit auch ihre eigene Bestmarke im Gesamtergebnis um 125 Punkte. Die Ukrainerin sechstplatzierte Natalja Dobrynska erzielte eine persönliche Saisonbestleistung, die Britin Jessica Ennis kam als Achte auf eine neue persönliche Bestmarke.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

VideosBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Andrei Mikhnevich (BLR) – results annulled from August 2005 auf iaaf.org, 31. Juli 2013 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2019.
  2. a b IOC disqualifies four medallists from Athens 2004 following further analysis of stored samples auf olympic.org, 5. Dezember 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2019.
  3. a b Ville Tiisanoja gibt Testosteron-Einnahme zu auf leichtathletik.de, 31. August 2006, abgerufen am 7. Februar 2019.
  4. a b Roland Varga auf revolvy.com (englisch), abgerufen am 7. Februar 2019
  5. a b Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk auf iaaf.org (englisch), abgerufen am 25. Juli 2015
  6. a b Athletes currently suspended from all competitions in athletics following an Anti-Doping Rule Violation auf web.archive.org, englisch (PDF, 228 KB), abgerufen am 25. Juli 2015
  7. a b Olympics 2012: Nadzeya Ostapchuk Loses Gold Medal Following Failed Doping Test auf bleacherreport.com, 13. August 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2019
  8. a b Doping-Four Athens Games athletes stripped of medals auf reuters.com, 5. Dezember 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2019