Brixen

Gemeinde in Südtirol, Italien
Brixen
(ital.: Bressanone, lad.: Porsenù (gad.), Persenon (gröd.))
Wappen
Wappen von Brixen
Karte
Brixen in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Eisacktal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2019)
20.713/22.572
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
72,82 % deutsch
25,84 % italienisch
01,34 % ladinisch
Koordinaten 46° 43′ N, 11° 39′ OKoordinaten: 46° 43′ N, 11° 39′ O
Meereshöhe: 538–2576 m s.l.m. (Zentrum: 560 m s.l.m.)
Fläche: 84,87 km²
Dauersiedlungsraum: 22,3 km²
Fraktionen: Afers, Albeins, Brixen, Elvas, Gereuth, Karnol, Klerant, Kranebitt, Mahr, Mairdorf, Mellaun, Pairdorf, Pinzagen, Plabach, Rutzenberg, Sarns, St. Andrä, St. Leonhard, Tils, Tötschling, Tschötsch, Untereben
Nachbargemeinden: Feldthurns, Lüsen, Natz-Schabs, St. Martin in Thurn, Vahrn, Villnöß
Partnerschaft mit: Regensburg (DE), Bled/Veldes (SI), Havlíčkův Brod/ Deutschbrod (CZ)
Postleitzahl: 39042
Vorwahl: 0472
ISTAT-Nummer: 021011
Steuernummer: 00188450217
Bürgermeister (2015): Peter Brunner (SVP)

Brixen ([ˈbrɪksn̩]; italienisch Bressanone, ladinisch Persenon oder Porsenù, lateinisch Brixina, bis 1919 offiziell Brixen am Eisack) ist eine Stadt und Gemeinde im Südtiroler Eisacktal in Italien. Brixen ist eine der ältesten Städte der Region Tirol, der Hauptort des Eisacktales und mit 22.572 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) die drittgrößte Stadt Südtirols. Sie ist Sitz der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, ein lokales Wirtschaftszentrum sowie Standort mehrerer weiterführender Schulen und eines Krankenhauses.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

 
Blick von Milland über den Brixner Talkessel in nördliche Richtung

Die Stadtgemeinde Brixen liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Bozen und 45 Kilometer südlich des Brennerpasses am Zusammenfluss von Eisack und Rienz im Eisacktal. Der Brixner Talkessel markiert den Beginn des Eisacktals, das hier aus dem Aufeinandertreffen des Wipptals (von Nordwesten) und des Pustertals (von Nordosten) entsteht. Umgeben ist er von den Sarntaler Alpen im Westen, den Zillertaler Alpen im Norden und den Lüsner Bergen, einer Untergruppe der Dolomiten, im Osten. Kleinere Seitentäler, die hier im Eisacktal aufgehen, sind das von Westen zulaufende Schalderer Tal sowie von Osten kommend das Lüsner und das Aferer Tal.

GemeindegebietBearbeiten

 
Blick von Westen vom Pfeffersberg auf die Innenstadt

Die Stadtgemeinde Brixen nimmt die zentralen und südlichen Teile des Talkessels ein. Die nördlichen Nachbargemeinden des Talkessels sind Vahrn und Natz-Schabs; im Süden, wo sich das Eisacktal zunehmend verengt, grenzt Brixen an Feldthurns und Villnöß.

Westseitig steigt das Gemeindegebiet über die Hänge des Pfeffersbergs bis zum Hundskopf (2356 m) an. Ostseitig reicht es bis zu den drei Gipfeln der Plose (Telegraph, 2486 m; Pfannspitze, 2547 m; Gabler, 2576 m) hinauf. Auf der Südseite der Plose wird Brixen von der Sade begrenzt, wodurch das Gemeindegebiet die orographisch rechte Flanke des Aferer Tals umfasst und hinter dem Kofeljoch (1866 m) sogar noch ein Stück in den Lüsner Talschluss bis zur Lasanke hineinragt. Im Plose-Gebiet grenzt Brixen an Lüsen, St. Martin in Thurn und Villnöß.

StadtgliederungBearbeiten

 
Panorama von Brixen gegen Süden
 
Der Weiler St. Leonhard vom Tal aus gesehen

Das historische Zentrum Brixens entstand an der Einmündung der Rienz in den Eisack. Die Altstadt (560 m) und der Großteil des heutigen städtischen Siedlungskerns mit den Stadtteilen Burgfrieden, Zinggen und Rosslauf liegen auf der orographisch rechten, westlichen Seite des Eisack. Der Stadtteil Stufels, vermutlich der älteste Siedlungskern, nimmt den Mündungszwickel zwischen Eisack und Rienz ein; das Viertel, das sich über die hinter Stufels ansteigenden Hänge erstreckt, heißt Kranebitt. Zum unmittelbaren Stadtgebiet zählt auch Milland, das sich etwas gegen Südosten versetzt auf der orographisch linken, östlichen Seite des Eisack befindet. Daneben umfasst die Stadtgemeinde noch zahlreiche ländliche Dörfer, Weiler und Streusiedlungen, die 20 weitere Fraktionen bilden.

Das von Eisack und Rienz eingefasste Plateau im Norden des Gemeindegebiets bietet dem Dorf Elvas (820 m) Platz. Südlich des Stadtkerns befinden sich im Talboden westlich des Eisack die Mahr (560 m) und etwas versetzt gegenüber östlich des Flusses Sarns (600 m). Die südlichste Siedlung des Talkessels ist das Dorf Albeins (600 m) am Ausgang des Aferer Tals.

Über die das Eisacktal auf beiden Seiten begleitenden Hänge sind in mittelgebirgigen Lagen zahlreiche Ortschaften verstreut. Am Pfeffersberg auf der Westseite befinden sich Gereuth (1100—1400 m), Pairdorf (800 m), Pinzagen (800 m), Tils (900 m), Tötschling (900 m), Tschötsch (700 m) und Untereben (750 m). An den Hängen der Plose auf der Ostseite liegen Karnol (850—900 m), Klerant (850 m), Mairdorf (920 m), Mellaun (900 m), Plabach (900—1000 m), Rutzenberg (1200—1400 m), St. Andrä (970 m) und St. Leonhard (1100 m). Die Fraktion Afers mit ihrem Hauptort St. Georg (1500 m) nimmt die Südhänge der Plose im Aferer Tal ein.

KlimaBearbeiten

Laut dem dreißigjährigen Temperaturdurchschnitt (1951–2010) beträgt die Durchschnittstemperatur des kältesten Monats Jänner in Brixen −2,0 °C; jene des heißesten Monats Juli +19,2 °C.[1]

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 700 mm, welche sich auf ca. 85 Tage verteilen, wobei der Winter gewöhnlich die Jahreszeit mit den niedrigsten Niederschlagsmengen ist. Diese äußern sich dann meist in Form von Schnee. Die höchste Niederschlagsmenge wird im Sommer gemessen, wobei hier auch die Gewitterhäufigkeit aufgrund des Aufeinandertreffens verschiedener Luftmassen, begünstigt durch die Nähe zum Alpenhauptkamm, am größten ist.[2]


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Brixen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,6 9,0 14,0 18,1 23,0 27,0 28,7 27,5 22,7 17,3 9,7 4,5 Ø 17,2
Min. Temperatur (°C) −4,4 −2,7 0,8 4,9 9,1 12,6 13,8 13,6 9,7 6,4 1,2 -3,2 Ø 5,2
Temperatur (°C) 0,1 3,2 7,4 11,5 16,1 19,8 21,2 20,5 16,2 11,8 5,5 0,7 Ø 11,2
Niederschlag (mm) 21,6 13,5 30,0 41,5 65,7 88,7 97,6 102,1 57,1 47,3 47,2 31,2 Σ 643,5
Regentage (d) 4 3 5 6 10 10 11 12 7 7 7 5 Σ 87
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,6
−4,4
9,0
−2,7
14,0
0,8
18,1
4,9
23,0
9,1
27,0
12,6
28,7
13,8
27,5
13,6
22,7
9,7
17,3
6,4
9,7
1,2
4,5
-3,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
21,6
13,5
30,0
41,5
65,7
88,7
97,6
102,1
57,1
47,3
47,2
31,2
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Monatswerte Temperaturen und Monatswerte Niederschläge. Landeswetterdienst der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol (Zeitraum 2001–2010)

GeschichteBearbeiten

Im Brixner Talkessel, etwa in Stufels, wurden verschiedene prähistorische Siedlungen nachgewiesen. Wahrscheinlich ist Brixen schon am 4. Juli 828 n. Chr. in einer Urkunde unter dem Namen „Pressena“ genannt.[3] Erstmals urkundlich sicher erwähnt wurde Brixen 901 als Meierhof „Prihsna“ in einer Schenkungsurkunde des Karolingers Ludwig IV. an Bischof Zacharias von Säben. Jahrhundertelang war Brixen ein weit über die Tiroler Landesgrenzen hinaus einflussreicher Sitz von Fürstbischöfen, die von 1027 bis 1803 deutsche Reichsfürsten waren.

1080 fand in Brixen ein Konzil statt, das Wibert von Ravenna als Clemens III. gegen Gregor VII. zum Papst wählte. Kirchengeschichtlich bedeutsam wurden außerdem Bischof Poppo, der 1048 zum Papst gewählt wurde (Damasus II.), Nikolaus von Kues (1450–1464), genannt Cusanus, und Georg Golser (1464–1488). Heute teilt sich Brixen den Bischofssitz mit der Landeshauptstadt Bozen (Diözese Bozen-Brixen).

Im unmittelbaren Stadtumfeld kam es im Mittelalter zu Konflikten zwischen den Fürstbischöfen und lokalen Adligen. Im 13. Jahrhundert versuchten die Voitsberger, Ministerialen am Hof des Fürstbischofs, Teile des heutigen Stadtteils Burgfrieden ihrer Gerichtsbarkeit zu unterstellen.[4] So erbauten sie auf dem sogenannten Burgerhügel die Pfefferburg, um dort Gericht zu halten. Erst Fürstbischof Bruno von Kirchberg konnte sich in jahrelangen Fehden gegen die Voitsberger durchsetzen, die Stammburg in Vahrn und die Pfefferburg wurden 1270 geschleift und der eigene Gerichtsbezirk Pfeffersberg/Salern geschaffen.

1174, 1234 und 1445 wurde die Stadt Brixen durch Feuersbrünste verheert. 1512 wurde sie von den Franzosen unter Gaston de Foix erobert. 1525 litt sie auch im Bauernkrieg.

1802 fiel Brixen an Österreich, 1805 an Bayern (Landgericht Brixen), 1814 wieder an Österreich. Im 19. Jahrhundert dehnte sich das Stadtgebiet westwärts Richtung Burgfrieden aus, das bis dahin noch landwirtschaftlich geprägt war und wo viele Bürger Güter zur Lebensmittelversorgung unterhielten.

 
Der ehemalige Kasernenkomplex beherbergt heute die Mittelschule A. Manzoni

In den Jahren 1912/13 errichtete die Stadt einen Kasernenkomplex aus 18 Gebäuden. Die Kaserne war nach Erzherzog Karl benannt. In der Kaserne war das Gebirgsartillerieregiment Nr. 8 des VIII. Armeekorps untergebracht. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die italienische Armee die Kaserne.[5] 1920 kam Brixen durch das Inkrafttreten des Vertrags von Saint-Germain zu Italien.

In den 1960er Jahren wurde am Hang des Oberraggengerhofes am Pfeffersberg, nach den Plänen des Brixner Architekten Othmar Barth, das Südtiroler Kinderdorf errichtet.

EtymologieBearbeiten

Der Name geht wohl auf einen vorrömischen, vielleicht rätischen Namen zurück. Er entstand möglicherweise aus rätisch *Prikse-na (eventuell deutsch „Gebiet des Prikse“). Die Räter hatten diesen Namen womöglich aus einer noch früheren Lautung übernommen und rätisiert.[6] Die 901 nachgewiesene althochdeutsche Form lautet Prihsna, die dann zu Prixina (935–955) und Bricsina (952) wurde. Im Hochmittelalter setzte sich schließlich die Lautung Brixen durch.[7]

BevölkerungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl Sprachgruppen[8][9]
Deutsch Italienisch Ladinisch
1900 05.783 94,19 % 5,65 % -
1971 16.017 64,86 % 34,32 % 0,82 %
1981 16.101 70,32 % 28,40 % 1,29 %
1991 16.992 71,68 % 27,03 % 1,29 %
2001 18.359 73,13 % 25,65 % 1,23 %
2011 20.677 72,82 % 25,84 % 1,34 %

WirtschaftBearbeiten

Die 1908 Arbeitsstätten der Stadt (inkl. öffentlicher Dienst und NPOs) beschäftigten per 22. Oktober 2001 10.453 Personen. Ein Unternehmen beschäftigte über 250 Mitarbeiter, elf weitere je über 100. Brixen ist somit nach Arbeitsstättenanzahl nach Bozen der zweitgrößte Wirtschaftsstandort Südtirols. Nach der Anzahl der Beschäftigten war es 2001 aber nur der drittgrößte Standort Südtirols, da in Bruneck zum Stichtag 239 Personen mehr beschäftigt waren. Die Stadtwerke Brixen AG sind für Elektrizitätsversorgung, Trinkwasser, Abwasser, Fernwärme, Methangas, Lichtwellenleiter, Umweltdienste und für das Geoinformationssystem im Bereich Brixen und Umgebung zuständig. Das Verlagshaus A. Weger wurde als „Fürstbischöfliche Hofbuchdruckerei“ 1555 erstmals erwähnt und ist heute noch im Besitz einer hölzernen Druckerpresse aus jener Zeit. In der Industriezone Brixens sind vor allem Betriebe für Baumaterialien angesiedelt. Die dort befindliche Firma Durst AG vertreibt ihre fototechnischen Produkte weltweit. Der erste Holzscanner weltweit stammt von der Firma Microtec, die ebenfalls in Brixen ihren Sitz hat. Die Druckerei und der Rechtssitz der Athesia sind hingegen seit 2004 in Bozen angesiedelt. Jenseits der Kommunalgrenze im Gewerbegebiet Vahrn befindet sich der Brixner Milchhof (Brimi). Das Tagungs- und Kongresszentrum Forum Brixen umfasst auf 2.000 m² sechs Säle, zwei Foyers, eine Küche und eine Bar.

GesundheitBearbeiten

Brixen ist der Standort eines Krankenhauses des Südtiroler Sanitätsbetriebs.

VerkehrBearbeiten

Für den Kraftverkehr ist Brixen in erster Linie durch die SS 12 erschlossen, die nahe am Stadtzentrum vorbeiführt. Zudem durchqueren die A22 und die Brennerbahn das Gemeindegebiet. Anschluss an die Autobahn vermitteln dabei die Ein- und Ausfahrt Brixen-Pustertal, die sich jedoch in der nördlichen Nachbargemeinde Vahrn befindet, sowie die Ausfahrt Brixen-Industriezone. Die Brennerbahn bietet am Bahnhof Brixen eine Zugangsstelle.

BildungBearbeiten

 
Außenstelle Brixen der Freien Universität Bozen
 
Mittelschule Oswald von Wolkenstein, ehemalige Kaiser-Karl-Kaserne

In Brixen gibt es folgende Ober- und Berufsschulen: das Oberschulzentrum „Jakob Philipp Fallmerayer“, das Klassische Gymnasium „Vinzentinum“, das Sozialwissenschaftliche Gymnasium Josef Gasser, die Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation „Julius und Gilbert Durst“, die Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ und die Landesberufsschule für Handel, Handwerk und Industrie „Christian Josef Tschuggmall“. Die 1607 als Priesterseminar Brixen gegründete Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen ist die älteste universitäre Einrichtung des historischen Tirol. Die Universität Padua unterhält in Brixen eine Außenstelle mit Studentenheim. Als Außensitz der Freien Universität Bozen (FUB) ist Brixen seit 2001 Universitätsstadt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

In der historischen Altstadt befinden sich der Brixner Dom mit dem angrenzenden Domkreuzgang, der Frauenkirche und der Johanneskapelle, die Hofburg (der ehemaligen Fürstbischöfe), das Priesterseminar, die beiden Laubengassen, das Mutterhaus der Brixner Tertiarschwestern, das Klarissenkloster, das Kapuzinerkloster, die Pfarrkirche St. Michael sowie die evangelische Kirche St. Gotthard und St. Erhard.

In der Hofburg, dem früheren Sitz des Bischofs des Bistums Brixen, ist das Diözesanmuseum mit einer Krippenausstellung untergebracht. Außerdem ist in Brixen das Pharmaziemuseum Brixen angesiedelt.

 
Der „dreikopfete Mann“ oder „wilder Mann“

In Brixens Altstadt befindet sich an der Kreuzung zwischen Säbenertorgasse, den Kleinen Lauben und den Großen Lauben an der Fassade des Gasthauses Schwarzer Adler der „dreikopfete Mann“ (auch „Wilder Mann“); seine drei Köpfe sind den jeweiligen Gassen entgegen gedreht. Der Sage nach spuckt dieser am Karfreitag, wenn es zwölf Uhr läutet, mit allen drei Köpfen Geldstücke aus.[10]

Kunst und MusikBearbeiten

Die Initiative Musik und Kirche organisiert Konzerte und Symposien rund um Kunst, Musik und Kirche. Im Forum Brixen finden Veranstaltungen aller Art statt, darunter auch Projektionen des Filmclubs Bozen; das Stella-Kino bietet aktuelle Mainstreamfilme. Der Anreiterkeller wird als Kellertheater benutzt, die Gruppe Dekadenz bietet dort neben Kabarett auch andere Kleinkunstformen an, außerdem finden im Anreiterkeller Gastspiele und Konzerte statt. Kirchliche Konzerte finden häufig im Dom oder in der Kirche des Priesterseminars statt.

Die Musikgruppen Frei.Wild und Unantastbar stammen aus Brixen.

Das Theaterpädagogische Zentrum besteht seit 1989.

SportBearbeiten

Die als schwarze Piste markierte Trametsch-Abfahrt im Skigebiet Plose ist die längste Abfahrt Südtirols. Der Brixner Sportverein SSV Brixen ist besonders in den Sektionen Handball, Fußball, Turnen, Yoseikan Budo, Schwimmen und Leichtathletik erfolgreich. Der seit seinem Aufstieg in die Profiliga in Bozen spielende FC Südtirol, Südtirols einzige Profi-Fußballmannschaft, wurde in Brixen gegründet. Im November 2002 wurde an der Stelle des alten Brixner Freibads das kombinierte Frei- und Hallenbad mit Restaurant, Sauna- und Fitnessbereich Acquarena eröffnet. 2009 war Brixen der Austragungsort der sechsten U18-Leichtathletik-Jugendweltmeisterschaft der IAAF.[11] 2010 fand erstmals der Brixen-Marathon statt, der vom Domplatz auf den Gipfel der Plose führt. Bis 2010 fand das 1961 als Brixner Bergturnfest gegründete internationale Südtiroler Bergturnfest in Brixen statt. Seit 2005 findet jedes Jahr das Caidom, ein vom Gipfel zum Domplatz führendes Massenstart-Downhill-Mountainbike-Rennen, statt. 2010 wurde in Brixen das Finale des ersten Gibbon Slackline Contests ausgetragen, womit auch der erste Gesamtweltcup im Slackline endete.[12] Bei den Fußballmeisterschaften der Oberschulen von 20. bis 25. September 2010 in Riccione gewann die Frauenfußballmannschaft der Handelsoberschule Brixen den Italientitel. Der International Mountain Summit in Brixen ist ein Treffen von Bergsteigern. 2012 wurden die 16. Einrad-Weltmeisterschaften die Unicon16 in Brixen ausgetragen.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Gemeinderat (2015)
1
3
3
14
1
3
1
1
14 
Insgesamt 27 Sitze

Bürgermeister seit 1952:[13]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

FreundschaftsabkommenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

RundfunkBearbeiten

Brixen wird vom Sender Plose und Sender Albeins mit den Radioprogrammen und Fernsehprogrammen der RAS/RAI abgedeckt.

LiteraturBearbeiten

  • Ingo Dejaco: Brixen entdecken. Unterwegs in Stadt und Umgebung. Brixen: Verlag A. Weger 2003.
  • Helmut Flachenecker, Hans Heiss, Hannes Obermair (Hrsg.): Stadt und Hochstift : Brixen, Bruneck und Klausen bis zur Säkularisation 1803 – Città e Principato : Bressanone, Brunico e Chiusa fino alla secolarizzazione 1803 (= Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 12). Bozen: Verlagsanstalt Athesia 2000. ISBN 88-8266-084-2
  • Barbara Fuchs, Hans Heiss, Carlo Milesi, Gustav Pfeifer: Brixen. Die Geschichte. Bozen: Athesia/Tappeiner 2004 (zur Stadtentstehung s. korrigierend Irmtraut Heitmeier: Der Alte Markt zu Brixen: ein Perspektivenwechsel. Mit einem Editionsanhang von Martin Bitschnau. In: Der Schlern 82, 2008, H. 2. S. 7–19)
  • Josef Gelmi: Geschichte der Stadt Brixen. Brixen: Verlag A. Weger 2000.
  • Hans Heiss, Carlo Milesi, Christine Roilo: Brixen. Kunst, Kultur, Gesellschaft. Bozen: Athesia/Tappeiner 2006.
  • Erika Kustatscher: Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter: Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200–1550). Studien-Verlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2007, ISBN 978-3-7065-4402-3.
  • Ignaz Mader, Anselm Sparber: Brixner Häusergeschichte (= Schlern-Schriften 224). Innsbruck: Wagner 1963.
  • Josef Mutschlechner: Alte Brixner Stadtrechte (= Schlern-Schriften 26). Innsbruck: Wagner 1935.
  • Norbert Parschalk: Brixen 1918–1939: vom Ersten Weltkrieg bis zur Option. Brixen: Verlag A. Weger 2003. ISBN 88-85831-93-1

WeblinksBearbeiten

Commons: Brixen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Brixen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Brixen – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bressanone Varna – Brixen Vahrn Temperaturen (PDF; 39 kB), Daten der Autonomen Provinz Bozen.
  2. Bressanone Varna – Brixen Vahrn Niederschläge (PDF; 26 kB), Daten der Autonomen Provinz Bozen.
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 62.
  4. Der Stadtteil Burgfrieden erstreckt sich über das unmittelbar westlich der Altstadt Richtung Pfeffersberg ansteigende Gelände. Der Ausdruck Burgfrieden oder Burgfriede bezeichnete im Mittelalter den bischöflichen Hoheitsbereich außerhalb der Stadtmauern, in dem Fehden, also Feindeshandlungen von Privatpersonen untereinander, unter Androhung der Acht verboten waren.
  5. Bezirksgemeinschaft Eisacktal: Geschichtsparcours Seite 10–11
  6. Diether Schürr: Aus welcher Sprache stammt der Ortsname Brixen? In: Giampaolo Borghello; Vincenzo Orioles (Hrsg.): Per Roberto Gusmani 1. Linguaggi, culture, letterature 2. Linguistica storica e teorica. Studi in ricordo. Forum, Udine 2012, ISBN 978-88-8420-974-0, S. 435–450 (forumeditrice.it).
  7. Cristian Kollmann: Alte und neue Überlegungen zum Namen Brixen. In: Barbara Fuchs, Hans Heiss, Carlo Milesi und Gustav Pfeifer (Hrsg.): Brixen. I. Die Geschichte. Im Auftrag des Vereins „Prichsna 901–2001“. Bozen 2004, S. 13–27.
  8. Die amtliche Bürgerzahl und die Sprachgruppen in Südtirol nach Gemeinde und Bezirk - Volkszählung 1981, S. 23
  9. Südtirol in Zahlen (Bozen 1994), S. 14
  10. „DER DREIKOPFIGE MANN IN BRIXEN“, Sagen.at [1]
  11. IAAF: World Youth Championships 2009 (Memento vom 13. November 2008 im Internet Archive)
  12. Gibbon Slackline Contest: [2]
  13. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. (PDF; 15 MB) In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015.