Altenholz

Gemeinde in Deutschland

Altenholz (plattdeutsch: Olenholt[2]) ist eine amtsfreie Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde befindet sich auf der Halbinsel Dänischer Wohld bei Kiel.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenholz
Altenholz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenholz hervorgehoben

Koordinaten: 54° 24′ N, 10° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Höhe: 18 m ü. NHN
Fläche: 19,03 km2
Einwohner: 9998 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 525 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24161
Vorwahlen: 0431, 04349
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Allensteiner Weg 2–4
24161 Altenholz
Website: www.altenholz.de
Bürgermeister: Carlo Ehrich (SPD)
Lage der Gemeinde Altenholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Geografie und VerkehrBearbeiten

 
Karte von Altenholz und Klausdorf 1898
 
Herrenhaus Gut Projensdorf – 2018

Die Gemeindefläche schließt über 1800 ha Wald und landwirtschaftlich genutzte Flächen ein, die den Erholungssuchenden zugutekommen. Neben dem Nord-Ostsee-Kanal sind besonders der Eiderkanal und die Wälder um Knoop, Projensdorf und Friedrichshof zu erwähnen.

Die Gemeinde Altenholz besteht aus den Ortsteilen und Siedlungen Klausdorf, Stift, Knoop, Postkamp, Kubitzberg, Dehnhöft und Friedrichshof.[3]

GeschichteBearbeiten

Auf dem Achtstückenberg am Alten Eiderkanal lassen sich jungsteinzeitliche Großsteingräber und bronzezeitliche Grabhügel finden.[4]

Der Name Altenholz geht auf die früher vorhandenen Wälder zurück, daher das Wappen mit der Eiche, denn dieses ist das Symbol von Stärke und hohem Alter.

Die Gemeinde hieß ursprünglich Klausdorf, war eine Landgemeinde im Kreis Eckernförde der preußischen Provinz Schleswig-Holstein[5] und gehörte ab 1889 zum Amtsbezirk Knoop. 1928 wurden die aufgelösten Gutsbezirke Knoop, Projensdorf und Stift in die Gemeinde eingegliedert. 1930 wurden die Amtsbezirke im Kreis Eckernförde neu geordnet und die Gemeinde kam zum Amtsbezirk Schilksee, aus dem 1948 das Amt Dänischenhagen gebildet wurde. 1933 wurde die Gemeinde, die seit 1963 amtsfrei ist, in Altenholz umbenannt.

Die früher rein ländliche Gemeinde Altenholz ist eine Stadtrandgemeinde mit kleinstädtischem Charakter. Trotz einer gewissen städtebaulichen Entwicklung in den Ortsteilen Klausdorf und Stift ist der eher ländliche Charakter der übrigen Ortsteile erhalten geblieben.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung hatte nach den vergangenen Gemeindewahlen jeweils eine unterschiedliche Stärke. Die Sitzverteilung seit 2003 zeigt folgende Übersicht:

CDU SPD Grüne FDP AWG Gesamt
Sitze 2003 11 6 2 2 5 26
Sitze 2008 9 6 3 3 7 28
Sitze 2013 7 7 2 1 6 23
Sitze 2018 7 5 4 1 5 22

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold eine bewurzelte grüne Eiche, der Stamm überdeckt mit einem silbernen Schild, darin ein aufspringender schwarzer Wolf.“[6]

PartnergemeindenBearbeiten

Die dänische Partnergemeinde Aabybro hat die Partnerschaft zum 1. Januar 2007 aufgekündigt, da die Gemeinde im Zuge der dänischen Struktur- und Verwaltungsreform mit drei Nachbargemeinden zur Jammerbugt Kommune fusionierte.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Altenholz stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Bildung und InfrastrukturBearbeiten

In Altenholz existieren folgende allgemeinbildende Schulen:

  • Helene-Dieckmann-Schule (Förderzentrum Lernen für Altenholz, Gettorf und Kronshagen), Klausdorfer Straße (130 Betreute)
  • Claus-Rixen-Schule (Grundschule) mit Außenstelle am Stifter Wald, Klausdorfer Straße (362 Schüler in 17 Klassen)
  • Gemeinschaftsschule Altenholz, Danziger Straße (362 Schüler in 18 Klassen)
  • Gymnasium Altenholz, Danziger Straße (836 Schüler in 36 Klassen)

Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2018/2019.[7]

Weiter finden sich eine Volkshochschule, drei Einkaufszentren und ein aktives Vereinsleben (TSV Altenholz).

Seit 1975 ist Altenholz der Sitz der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung. Ebenfalls in Altenholz ansässig ist Dataport (bis Ende 2003: Datenzentrale Schleswig-Holstein), welches für die zentrale Verwaltung und Erfassung von Verwaltungsdaten der Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Sachsen-Anhalt zuständig ist.

Die Freiwillige Feuerwehr Altenholz sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe in der Gemeinde.

1969 wurde von Hetzsch eine neue Kirche in Stift erbaut.[8]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Britta Gaude: Altenholz. Wachsen und Werden 1930 - 1970. Gemeindeverwaltung Altenholz, Altenholz 2004 (Altenholzer Heimatheft, ZDB-ID 2541950-X, Bd. 7).
  • Manfred Jessen-Klingenberg: 125 Jahre Gemeinde Klausdorf /Altenholz. In: Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde. Band 60, 2002, ISSN 0179-8790, S. 147–158.

WeblinksBearbeiten

Commons: Altenholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsnamen von Schleswig-Holstein (Memento vom 20. April 2016 im Internet Archive)
  3. Aasbüttel - Bordesholm. In: Wolfgang Henze (Hrsg.): Schleswig-Holstein-Topographie : Städte und Dörfer des Landes. 1. Auflage. Band 1. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2001, ISBN 3-926055-58-8, S. 79.
  4. Geschichte Holtenau - Der Achtstückenberg. Abgerufen am 4. Mai 2020.
  5. Geschichte. Abgerufen am 4. Mai 2020.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2018/2019
  8. Baedeker, Karl: Baedekers Kiel : Stadtführer von Karl Baedeker. Baedeker, 1990, ISBN 3-87954-081-0, S. 72 (worldcat.org [abgerufen am 3. Juli 2020]).