Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fleckeby
Fleckeby
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fleckeby hervorgehoben

Koordinaten: 54° 29′ N, 9° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Schlei-Ostsee
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 12,31 km2
Einwohner: 2178 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24357
Vorwahl: 04354
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 052
Adresse der Amtsverwaltung: Holm 13
24340 Eckernförde
Website: www.fleckeby.de
Bürgermeister: Rainer Röhl (FWGF)
Lage der Gemeinde Fleckeby im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Fleckeby (dänisch Flækkeby) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Fleckeby ist Hauptort in Südschwansen. Zum Gemeindegebiet gehören die Ortschaften Fleckeby, Götheby-Holm (dän. Gøteby-Holm) und das Gut Möhlhorst (Mølskov).

Geografie und VerkehrBearbeiten

Fleckeby liegt etwa auf halber Strecke zwischen Schleswig und Eckernförde an der Schlei. Im Süden grenzt die Gemeinde an die Hüttener Berge. Die Bundesstraße 76 führt durch den Ort.

GeschichteBearbeiten

 
Hardesvogtei

Der Ort Fleckeby wurde erstmals 1196 anlässlich der Auflösung des Schleswiger Michaelisklosters als Fekabicol urkundlich erwähnt. Der Ortsname kommt aus dem Dänischen und bedeutet etwa Krautdorf (feka ≈ Sumpfkraut). Der Ort Götheby wurde erstmals 1327 erwähnt und bedeutet Dorf, Siedlung des Gøtti, ein Rufname, der auf die Goten oder Gauten verweist.[2]

Die heutige Gemeinde Fleckeby entstand am 12. Februar 1974 durch Zusammenlegung der Gemeinden Götheby-Holm und Fleckeby.[3] Zur Gemeinde gehört auch das Gut Möhlhorst (Mølskov) an der Osterbek.

In Fleckeby befindet sich die Hardesvogtei. Sie wurde 1856 von dem Hardesvogt Maximilian Franciscus Blaunfeldt neu erbaut und war bis 1868 Sitz des Vogtes der Hüttener Harde. Heute dient das Haus als Museum der schleswigschen Harden. Die Kreuzkirche am Louisenlunder Weg ist in die Liste der Kulturdenkmale in Fleckeby eingetragen. Im östlichen Teil des Gemeindegebietes bei Götheby-Holm verläuft ein Abschnitt des Osterwalls, der in der späten Eisen- und Wikingerzeit als östliches Teilstück des Danewerks die Halbinsel Schwansen abriegelte. Das Danewerk ist zusammen mit Haithabu und anderen wikingerzeitlichen Stätten in Nordeuropa im Rahmen des transnationalen Projektes „Wikingerzeitliche Stätten in Nordeuropa“ Im Jahr 2018 zum Weltkulturerbe der UNESCO erkannt worden.[4]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWGF seit der Kommunalwahl 2018 fünf Sitze, die SPD drei, die CDU ebenfalls drei und der SSW zwei Sitze.

Wappen und FlaggeBearbeiten

Das Wappen wurde vom Malermeister Hans Werner Ewald entworfen und am 14. Dezember 1987 vom Land Schleswig-Holstein genehmigt.

 
Wappen nach H. W. Ewald

Im Jahr 2007 begann der Fleckebyer Rainer Röhl mit der Überarbeitung des Wappens mit dem Ziel Farbe, Schärfe und Qualität zu verbessern. Röhl gestaltete es so, wie es in der heutigen Form bekannt ist. Durch die Überarbeitung von Schärfe und Qualität war es Röhl nun auch möglich eine Flagge zu gestalten. Diese wurde im Juli 2009 vom Land genehmigt und wenige Monate später der Öffentlichkeit präsentiert.

 
Fleckeby, Flagge nach Röhl

Blasonierung Wappen: „Durch eine bewegte silberne Welle geteilt von Blau und Rot, überdeckt mit einem bewurzelten mit zwei Blättern wieder ausgeschlagenen goldenen Eichenstumpf. Die Blätter schließen einen mit der spitzen Seite nach vorn weisenden silbernen Hammer ein.“[5]

Die zwei Eichenblätter im Wappen symbolisieren als Doppeleiche die beiden Ortsteile Fleckeby und Götheby-Holm. Die Wurzeln im Ackerboden deuten auf die Landwirtschaft und der Hammer auf das Handwerk und Gewerbe hin. Die Wellen sollen auf die Lage der Gemeinde an der Schlei hinweisen.

Blasonierung Flagge: Auf oben und unten durch je einen schmalen blauen Streifen begrenzten gelben Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tinktur.[6]

Der gelbe Untergrund symbolisiert die Rapsfelder der Region. Die beiden blauen Streifen stehen einerseits für die Auen der Gemeinde, andererseits für die Lage an der Schlei.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Fleckebys zwei Partnergemeinden sind: die österreichische Gemeinde Hall in der Steiermark und die Gemeinde Satow in Mecklenburg-Vorpommern.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fleckeby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 275
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  4. UNESCO-Weltkulturerbe. Projektbüro Welterbe Haithabu und Danewerk, abgerufen am 3. Januar 2015.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein