Schinkel (Gemeinde)

Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein, Deutschland

Schinkel ist eine Gemeinde am Nord-Ostsee-Kanal im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Schinkel (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schinkel hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 54° 21′ N, 9° 57′ OKoordinaten: 54° 21′ N, 9° 57′ O
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Dänischer Wohld
Höhe: 17 m ü. NHN
Fläche: 10,21 km2
Einwohner: 1012 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24214
Vorwahl: 04346
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 142
Adresse der Amtsverwaltung: Karl-Kolbe-Platz 1
24214 Gettorf
Website: www.gemeinde-schinkel.de
Bürgermeisterin: Sabine Axmann-Bruckmüller (CDU)
Lage der Gemeinde Schinkel im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Geografie und Verkehr Bearbeiten

Schinkel liegt etwa 15 km westlich von Kiel am Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals. Nordöstlich verläuft die Bundesstraße 76 von Kiel nach Eckernförde.

Politik Bearbeiten

Gemeindevertretung Bearbeiten

Wahlbeteiligung: 65,1 Prozent
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31,8 %
ÖiSc
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Ökologische Interessengemeinschaft Schinkel

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Die CDU erhielt fünf Sitze, die Ökologische Interessengemeinschaft Schinkel vier Sitze und die SPD zwei Sitze.

Wappen Bearbeiten

Blasonierung: „In Silber unter einem blauen Wellenbalken ein flacher, erhöhter blauer Sparren, der die Giebelseite eines roten steinernen Hauses einschließt mit Treppengiebel, drei gotischen Fenstern im Dachgeschoss, das mittlere höher, und einem spitzgiebeligen Vorhaus.“[3]

Wirtschaft Bearbeiten

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

In Schinkel gibt es eine Vollkornbäckerei, eine Arztpraxis, einige handwerkliche Betriebe und einige Hofläden, in denen Landwirte ihre Produkte direkt vermarkten.

Eine Besonderheit ist eine im Dorfzentrum gelegene Maschinenwerkstatt, die auf die Wiederherstellung historischer Nutz- und Baufahrzeuge spezialisiert ist und dafür über entsprechend große Werkzeugmaschinen verfügt.[4]

Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

 
Gut Rosenkranz

Kulturdenkmale Bearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Schinkel (Gemeinde) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Gut Rosenkranz Bearbeiten

Gut Rosenkranz hieß bis 1828 Gut Schinkel. Der damalige Besitzer Robert Weber (1798–1876) benannte es nach seiner Frau Axeline von Rosenkrantz, der er seinen Titel Freiherr von Rosenkranz verdankte. Durch Heirat gelangte das Gut in den Besitz der Familie von Münchhausen, die es bis heute führt.

1284 wurde an der Stelle des späteren Guts eine Wasserburg erwähnt, die 1791 durch das heutige Herrenhaus ersetzt wurde, das Ende des 19. Jahrhunderts zu einer geschlossenen Hofanlage mit einem Torhaus mit Säulenhalle erweitert wurde. Im Torhaus befinden sich zwei Glocken von 1531/41. Im Landschaftsgarten hinter dem Herrenhaus befinden sich Reste des alten Eiderkanals.[5]

Seit 1989 wird auf dem Gut ökologische Landwirtschaft betrieben. Heute befindet sich die Handelsgesellschaft für Naturprodukte Gut Rosenkrantz in Neumünster.[6]

Weblinks Bearbeiten

Commons: Schinkel (municipality) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur Bearbeiten

  • Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2015, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 485

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2023 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. wahlen-sh.de
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/www.youtube.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2024. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Begründet vom Tag für Denkmalpflege 1900, Fortgeführt von Ernst Gall, Bearbeitet von Johannes Habich, Christoph Timm (Hamburg) und Lutz Wilde (Lübeck), Aktualisiert von Susanne Grötz und Klaus Jan Philipp (Hamburg) und Lutz Wilde (Schleswig-Holstein), 2009, Deutscher Kunstverlag München Berlin, 3. Auflage, ISBN 978-3-422-03120-3, S. 827
  6. http://www.gut-rosenkrantz.de/unternehmen.html