Hörsten

Gemeinde in Schleswig-Holstein

Hörsten ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Durch das Gemeindegebiet verläuft der Nord-Ostsee-Kanal.

Wappen Deutschlandkarte
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Hörsten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hörsten hervorgehoben

Koordinaten: 54° 14′ N, 9° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Jevenstedt
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 8,83 km2
Einwohner: 55 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24797, 24816
Vorwahl: 04332
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 075
Adresse der Amtsverwaltung: Meiereistraße 5
24808 Jevenstedt
Website: www.amt-jevenstedt.de
Bürgermeister: Klaus Groenewold (AWH)
Lage der Gemeinde Hörsten im Kreis Rendsburg-Eckernförde

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Hörsten erstreckt sich von der Untereider bis über den Lauf des Nord-Ostsee-Kanals im Bereich der Kanalkilometern 51 bis 53 südwestlich der Jevenau bei dessen heutiger Mündung in den Kanal bis knapp über die Luhnau hinaus.[2] Es liegt am Übergang der Naturräume Eider-Treene-Niederung, Schleswiger- und Holsteinische Vorgeest.[3] Der Dorfkern liegt im nördlichen Teilbereich zwischen dem Kanallauf und der Eider.[4]

OrtsteileBearbeiten

Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Dorf, befinden sich ebenfalls die Hofsiedlung Luhnvie und die Häusersiedlung und Waldwärterhaus Schachtholm als weitere Wohnplätze im Gemeindegebiet.[5]

NachbargemeindenBearbeiten

Direkt angrenzende Gemeindegebiete von Hörsten sind:[4]

Hamdorf Elsdorf-Westermühlen Schülp b. Rendsburg
  Jevenstedt
Breiholz Hamweddel

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde geriet im November 2000 in die Schlagzeilen, als erstmals bei einer in Deutschland geborenen Kuh die Rinderseuche BSE festgestellt worden war.[6]

Im Dezember 2021 machte die Gemeinde als Null-Corona-Dorf bundesweit Schlagzeilen. Dem Dorf war bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Infektion mit dem Coronavirus innerhalb der Pandemie zuzuordnen gewesen.[7]

PolitikBearbeiten

Seit 2013 hat die Gemeinde keine Gemeindevertretung mehr, sondern eine Gemeindeversammlung.[8]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftsstrukturBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Die Gemeinde ist Standort des Flugplatzes Rendsburg-Schachtholm. Die den Flugplatz umgebenden Flächen einer ehemaligen Spülfläche des Nord-Ostsee-Kanals bilden das Naturschutzgebiet Spülflächen Schachtholm.

VerkehrBearbeiten

Die Dorflage der Gemeinde Hörsten ist entlang der Verbindungsstraße ausgehend von der Landesstraße 126 im Nachbarort Lohklint im Gemeindegebiet von Breiholz zu der nördlich den Kanallauf begleitenden Kreisstraße 47 zu erreichen. Der südlich des Kanals gelegene Gemeindebereich ist über die am Kanal entlang führende Kreisstraße 27 erreichbar. Diese zweigt unmittelbar am Drehkreuz der Bundesstraßen 202 und 77 ab.[4]

LiteraturBearbeiten

  • Astrid Boelter: Hörsten Der Nord-Ostsee-Kanal trennt die Gemeinde. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 5: Holt - Krokau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2005, ISBN 978-3-926055-79-8, S. 36–38.

WeblinksBearbeiten

Commons: Hörsten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Verwaltungsbezirk Hörsten (01058075) - Gemeinden in Topographische Karten (Layer) im Digitalen Atlas Nord. Abgerufen am 30. Januar 2023.
  3. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. S. 11, abgerufen am 30. Januar 2023 (Zur Einordnung wurde die Zugehörigkeit der Nachbarkommunen herangezogen, da Hörsten nicht in der List vertreten war).
  4. a b c Relation: Hörsten (548580)bei OpenStreetMap (Version #11). Abgerufen am 30. Januar 2023.
  5. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. 1992, S. 76 (statistischebibliothek.de [PDF; abgerufen am 30. Januar 2023]).
  6. Hörsten: BSE-Schock im 70-Einwohner-Dorf“. SPIEGEL online vom 27. November 2000
  7. Hotspot und Null-Corona-Dorf: Die einen gebeutelt, die anderen verschont. 10. Dezember 2021, abgerufen am 10. Dezember 2021.
  8. Mark Masuch: Nur 50 Einwohner, aber mit einem Flugplatz. shz.de, 28. August 2015, abgerufen am 24. Juli 2020.