Groß Buchwald

Gemeinde in Deutschland

Groß Buchwald ist eine Gemeinde bei Bordesholm im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Groß Buchwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Buchwald hervorgehoben

Koordinaten: 54° 10′ N, 10° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Bordesholm
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 8,95 km2
Einwohner: 357 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24582, 24637
Vorwahl: 04322
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 064
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 7
24582 Bordesholm
Website: www.gross-buchwald.de
Bürgermeister: Holger Gränert (CDU)
Lage der Gemeinde Groß Buchwald im Kreis Rendsburg-Eckernförde

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Groß Buchwald erstreckt sich im Westen des nordwestlichen Teilbereichs der naturräumlichen Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (Nr. 702).[2] Der Oberlauf des Flusslaufs Eider (auch Obereider genannt) bildet grob die nördliche Gemeindegrenze ab, deren Quellfluss Drögen Eider die östliche.[3]

GemeindegliederungBearbeiten

Siedlungsgeographisch befinden sich neben dem Dorf gleichen Namens auch die Hofsiedlungen Fischerhof und Kluven, sowie die Häusergruppen Ovendorfer Redder und Sahrendorf als weitere Wohnplätze im Gemeindegebiet.[4]

NachbargemeindenBearbeiten

Direkt angrenzende Gemeindegebiete von Groß Buchwald sind:[5]

BrüggeBissee
Wattenbek   Bothkamp
Negenharrie Schillsdorf

GeschichteBearbeiten

Eine Besiedlung in der Bronzezeit ist durch archäologische Funde belegt.

Der als Rundling angelegte Ort wurde 1230 erstmals erwähnt und gehörte ab 1392 dem Kloster Bordesholm.

Als Albrecht von Wallenstein im Jahr 1627 Rendsburg belagert hat, war auch Groß Buchwald besetzt.

Mit Auflösung des Kreises Bordesholm kam die Gemeinde 1932 zum Kreis Plön.

Bei der Kreis- und Ämterreform 1970 wurde die Gemeinde, zusammen mit vier weiteren, Teil des Amtes Bordesholm-Land im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft FWG vier.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Durch einen silbernen Wellenbalken von Grün und Rot geteilt. Oben drei silberne Laubbäume nebeneinander, unten ein unterhalbes silbernes Wagenrad.“[6]

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft in der Gemeinde ist größtenteils von der Urproduktion der Landwirtschaft geprägt. Historisch bedeutsam ist die Zucht Holsteiner Pferde. In Groß Buchwald befand sich für viele Jahre die Hengststation des Kör­bezirks Bordesholm.[7]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Groß Buchwald stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Joachim Köhler: Reiterdorf mit prächtigen Bauernhäusern. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 3: Ellerbek - Groß Rönnau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2003, ISBN 978-3-926055-73-6, S. 328–330.

WeblinksBearbeiten

Commons: Groß Buchwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zugehörigkeit abgeleitet durch die dokumentierte Zugehörigkeit aller Nachbargemeinden von Groß Buchwald (Brügge, Bissee, Bothkamp, Schillsdorf, Negenharrie und Wattenbek) in der Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 7–10, abgerufen am 30. Oktober 2021.
  3. Zur Lage des Gemeindegebietes am oberen Flusslauf der Eider vgl. topographische Karte im Digitaler Atlas Nord. Abgerufen am 31. Oktober 2021 (Anzeige der Gemeindefläche möglich, wenn Suche nach "Gemeindename"+"Gemeindeschlüssel").
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Landesamt für Statistik Schleswig-Holstein, 1992, S. 75, abgerufen am 31. Oktober 2021.
  5. Relation: Groß Buchwald (553475) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Thorsten Geil: Bordesholm: Eine Ära der Holsteiner geht zu Ende. In: Holsteinischer Courier. 21. Juli 2014, abgerufen am 31. Oktober 2021.