Rumohr

Gemeinde in Deutschland

Rumohr ist eine Gemeinde bei Kiel im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Rumohr
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rumohr hervorgehoben

Koordinaten: 54° 15′ N, 10° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Molfsee
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 8,6 km2
Einwohner: 866 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24254
Vorwahl: 04347
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 139
Adresse der Amtsverwaltung: Mielkendorfer Weg 2
24113 Molfsee
Website: www.gemeinderumohr.de
Bürgermeister: Thomas Langmaack (KWG)
Lage der Gemeinde Rumohr im Kreis Rendsburg-Eckernförde

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Rumohr erstreckt sich im nordwestlichen Teilbereich der naturräumlichen Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (Nr. 702) wenige Kilometer südwestlich von Kiel zwischen dem Großen Schierensee und dem Molfsee. Die Obereider fließt östlich der Gemeinde und bildet an einem Flussmäander selbige Gemeindegrenze ab.[2][3]

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem Dorf gleichen Namens befindet sich auch das ebenso genannte Forsthaus, das Dorf Rotenhahn, weiterhin die Häusergruppen Bornhorst, Hüttenkratt und Sprenge, die Häusersiedlung Rumohrhütten und das Streusiedlung­sgebiet Rumohrholz als weitere Wohnplätze im Gemeindegebiet.[4]

NachbargemeindenBearbeiten

Unmittelbar an Rumohr angrenzende Gemeindegebiete sind:[2]

Rodenbek Mielkendorf
Schierensee   Molfsee,
Flintbek
Blumenthal

GeschichteBearbeiten

Die erste Nennung erfolgte 1245. In dem Jahr bestätigte Gottschalk, zu der Zeit Overbode von Holstein eine Übertragung mehrerer Bauernhöfe durch die Brüder von Ehndorf an das Kloster Neumünster. Einer der Zeugen der Beurkundung dieses Vorganges war ein Scacco de Rummore (auf deutsch: Schack von Rumohr). Der Ortsname leitet sich vom rauhen Moor ab.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die CDU zwei. Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2018 acht Sitze und die CDU drei.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün ein gesenkter silberner Wellenbalken, aus dem zwei silberne Rohrkolben mit schwarzem Samenstand hervorwachsen; zwischen den Rohrkolben zwei abgewendete silberne Reiher.“[5]

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist vor allem durch die Landwirtschaft geprägt, es gibt jedoch auch ausgedehnte Wohnsiedlungen.

Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsbereich der schleswig-holsteinischen Landesstraßen 255 und 318. Die L 255 endet dabei beim Ortsteil Voorde in der Nachbargemeinde Flintbek von Rendsburg her führend und die Dorflage von Rumohr passierend an der L 318. Die L 318 führt aus Richtung Kiel kommend weiter in Richtung Neumünster am Rand von Rotenhahn vorbei.[2]

Ebenfalls durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 215 von Kiel nach Bordesholm. Die nächstgelegene Anschlussstelle ist die im Nachbarort Blumenthal (Nr. 4).[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

Der Heimatforscher und Fotograf Theodor Möller (1873–1953) wuchs in Rumohrholz auf. Im April 2013 widmete ihm die Gemeinde anlässlich seines 140. Geburtstages einen Gedenkstein.

LiteraturBearbeiten

Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 8: Pölitz – Schönbek. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-89-7, S. 219 ff.

WeblinksBearbeiten

Commons: Rumohr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Relation: Rumohr (548509) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 21. Oktober 2021.
  3. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 7, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 82, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein