Schillsdorf

Gemeinde in Deutschland

Schillsdorf ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
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Schillsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schillsdorf hervorgehoben

Koordinaten: 54° 7′ N, 10° 7′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Bokhorst-Wankendorf
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 26,73 km2
Einwohner: 874 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24637
Vorwahl: 04394
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 071
Adresse der Amtsverwaltung: Kampstraße 1
24601 Wankendorf
Website: www.amt-bokhorst-wankendorf.de
Bürgermeister: Heinrich Danker (CDU)
Lage der Gemeinde Schillsdorf im Kreis Plön
Ascheberg (Holstein)BarmissenBarsbekBehrensdorf (Ostsee)BelauBendfeldBlekendorfBokseeBönebüttelBösdorfBothkampBrodersdorfDannauDersauDobersdorfDörnickFahrenFargau-PratjauFiefbergenGiekauGrebinGroßbarkauGroßharrieHeikendorfHelmstorfHögsdorfHohenfeldeHöhndorfHohwacht (Ostsee)HonigseeKalübbeKirchbarkauKirchnüchelKlampKlein BarkauKletkampKöhnKrokauKrummbekKührenLaboeLammershagenLebradeLehmkuhlenLöptinLütjenburgLutterbekMartensradeMönkebergMuchelnNehmtenNettelseePankerPassadePlönPohnsdorfPostfeldPrasdorfPreetzProbsteierhagenRantzauRastorfRathjensdorfRendswührenRuhwinkelSchellhornSchillsdorfSchlesenSchönberg (Holstein)SchönkirchenSchwartbuckSchwentinentalSelentStakendorfSteinStolpeStoltenbergTasdorfTröndelWahlstorfWankendorfWarnauWendtorfWischWittmoldtKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Schillsdorf erstreckt sich im Quellgebiet der Eider, die (hier zu Beginn auch als Drögen Eider bezeichnet) beim Gut Schönhagen und im Heickenteich an der Gemeindegrenze zu Groß Buchwald ihren Ausgang nimmt.[2]

In der südlichen Hälfte des Gemeindegebiets fließt die Predigerau, ein orographisch rechter Zufluss der Schwale, von Nordost nach Südwest durch das Gemeindegebiet.[2]

GemeindegliederungBearbeiten

Altbokhorst, Bokhorst, Busdorf, Hüttenwohld, Kuhteich, Lange Reihe, Mannhagen, Ovendorfer Redder, Schlagbaum, Schönhagen, Wildhagen und Ziegelhof liegen im Gemeindegebiet.[3]

NachbargemeindenBearbeiten

Unmittelbar angrenzende Gemeindegebiete von Schillsdorf sind:[4]

Negenharrie,
Großharrie
Groß BuchwaldBothkamp
Tasdorf   Wankendorf,
Ruhwinkel
Bönebüttel Rendswühren

GeschichteBearbeiten

Der Ortsteil Busdorf wurde 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Dieser musste dem Kloster Bordesholm bis 1538 Abgaben zahlen.

Die Ortsteile von Schillsdorf sind um Außenstellen des Gutes Bothkamp entstanden. Nach Auflösung des Gutsbezirks Bothkamp wurde Schillsdorf 1928 eigenständige Landgemeinde, die zum Amtsbezirk Bothkamp und damit zum Kreis Bordesholm gehörte. Nach Auflösung des Kreises Bordesholm 1932 kam Bothkamp mit dem gesamten Amtsbezirk zum Kreis Plön.

Nach der Auflösung der Amtsbezirke 1948 und Bildung der Ämter gehörte Schillsdorf zum Amt Bokhorst und war dessen Verwaltungssitz. Seit der Fusion der Ämter Bokhorst und Wankendorf zum 1. Januar 2008 gehört Schillsdorf zum Amt Bokhorst-Wankendorf.

ReligionBearbeiten

Einwohner evangelisch-lutherischen Glaubens sind Angehörige der Kirchengemeinde Bokhorst in der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

PolitikBearbeiten

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft WuSB vier. Bürgermeister Karl Fock wurde von Heinrich Danker abgelöst.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Jahr 1996 gründeten sich die „Pfadfinder Bokhorst“.[5]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Ehemaliger Bahnhof in Bokhorst

Die Wirtschaft in der Gemeinde ist ländlich strukturiert. Neben der Prägung durch die Urproduktion der Landwirtschaft gibt es am Ort auch Handwerksbetriebe (Tischlerei und Elektriker), sowie einen Landhandelsbetrieb und eine Besamungsstation für Schweine mit rund 200 Ebern.[6]

Auf einem Teilstück der Bahnstrecke Neumünster–Ascheberg wird aktuell im Freizeitverkehr zwischen dem Brammerhof (bei Streckenkilometer 80) westlich von Bokhorst und der Langen Reihe Süd (Streckenkilometer 87) westlich von Wankendorf die Strecke für Draisinenfahrten genutzt.[7]

BildungBearbeiten

1971 wurde der Kindergarten „K.in.der Kastanie Bokhorst“ In Schillsdorf gibt es einen Kindergarten in Trägerschaft der Kirchengemeinde Bokhorst[8] und eine Grundschule im Ortsteil Hüttenwohld. Weiterführende Schulen liegen in Neumünster, Bornhöved und Wankendorf.

VerkehrBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet von Schillsdorf verlaufen im motorisierten Individualverkehr eine Reihe von Landstraßen in Trägerschaft des Kreises Plön. Eine Trasse bildet der Verlauf der Kreisstraße 6, die von der Landesstraße 67 in der Gemeinde Bothkamp zur Bundesstraße 430 in Rendswühren führt. Beim Ortsteil Hüttenwohld zweigt in östlicher Richtung die Kreisstraße 46 in Richtung Wankendorf ab, die zur Bundesautobahn 21 (Ausbaustrecke der Bundesstraße 404) von Kiel nach Bad Segeberg führt.

Das Gemeindegebiet wird in Ost-West-Richtung von der momentan nicht im regulären ÖPNV betriebenen Bahnstrecke Neumünster–Ascheberg durchzogen.[2]

WeblinksBearbeiten

Commons: Schillsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Siehe Topographische Karten SH im DigitalerAtlasNord. Abgerufen am 20. Oktober 2021.
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 8: Pölitz - Schönbek. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-89-7, S. 308 (dnb.de [abgerufen am 24. Juli 2020]).
  4. Relation: Schillsdorf (310414) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 20. Oktober 2021.
  5. Kirchengemeinde Bokhorst. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 29. Juli 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirchebokhorst.de
  6. Schillsdorf. Abgerufen am 18. Juni 2020.
  7. Draisinenfreunde Mittelholstein. Abgerufen am 29. August 2016.
  8. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 21. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirchebokhorst.de