Lammershagen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lammershagen
Lammershagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lammershagen hervorgehoben

Koordinaten: 54° 16′ N, 10° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Selent/Schlesen
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 25,97 km2
Einwohner: 246 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24238
Vorwahl: 04384
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 044
Adresse der Amtsverwaltung: Kieler Straße 18
24238 Selent
Website: www.amt-selent-schlesen.de
Bürgermeister: Bernd Oelke (SPD)
Lage der Gemeinde Lammershagen im Kreis Plön
Ascheberg (Holstein)BarmissenBarsbekBehrensdorf (Ostsee)BelauBendfeldBlekendorfBokseeBönebüttelBösdorfBothkampBrodersdorfDannauDersauDobersdorfDörnickFahrenFargau-PratjauFiefbergenGiekauGrebinGroßbarkauGroßharrieHeikendorfHelmstorfHögsdorfHohenfeldeHöhndorfHohwacht (Ostsee)HonigseeKalübbeKirchbarkauKirchnüchelKlampKlein BarkauKletkampKöhnKrokauKrummbekKührenLaboeLammershagenLebradeLehmkuhlenLöptinLütjenburgLutterbekMartensradeMönkebergMuchelnNehmtenNettelseePankerPassadePlönPohnsdorfPostfeldPrasdorfPreetzProbsteierhagenRantzauRastorfRathjensdorfRendswührenRuhwinkelSchellhornSchillsdorfSchlesenSchönberg (Holstein)SchönkirchenSchwartbuckSchwentinentalSelentStakendorfSteinStolpeStoltenbergTasdorfTröndelWahlstorfWankendorfWarnauWendtorfWischWittmoldtKarte
Über dieses Bild

Lammershagen ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Bauersdorf, Bellin und Bullenkoppel sowie die Güter Friedeburg und Lammershagen liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Lammershagen liegt am Südufer des Selenter Sees, des nach dem Großen Plöner See zweitgrößten Sees in Schleswig-Holstein, und an der Bundesstraße 202 von Kiel nach Lütjenburg.

GeschichteBearbeiten

 
Herrenhaus Lammershagen

Das Gut Lammershagen, das dem Ort seinen Namen gab, war im Mittelalter im Besitz der ritterschaftlichen Familie Split. Das gut erhaltene Torhaus stammt aus dem Jahre 1743 und wurde vermutlich vom Baumeister Rudolph Matthias Dallin errichtet. Mitte des 18. Jahrhunderts kam ein Herrenhaus und ein monumentales Stallgebäude dazu, als Heinrich Christoph Graf von Baudissin der Eigner war.

In Bellin befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Seefliegerhorst, der durch die damals bestehende Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg verkehrsmäßig erschlossen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Fliegerhorst, der weitgehend aus RAD-Baracken bestand, als Flüchtlingslager, das etwa 400 Flüchtlinge vor allem auch Pommern, Brandenburg, Schlesien, West- und Ostpreußen beherbergte, genutzt.

Durch den Umstand, dass die dünn besiedelte Gemeinde Lammershagen nach dem Zweiten Weltkrieg einen starken, durch viele Flüchtlinge bedingten, Bevölkerungszuwachs erhielt, kam es zu dem höchst seltenen Ereignis, dass der Flüchtling Karl Deppert (BHE) 1950 zum Bürgermeister der Gemeinde Lammershagen gewählt wurde.

Des Weiteren wurde 2019 ein Projekt abgeschlossen, das die Renovierung eines veralteten Fachwerkhauses beinhaltete. Auf Gut Friedeburg wurde dieses Projekt von den Handwerkern das „Saufhaus“ getauft. Jetzt wird es regelmäßig als eine Art Dorf-Diskothek genutzt und glänzt in neuem Licht.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung haben seit der Kommunalwahl 2018 die SPD 5 Sitze und die Wählergemeinschaft FWL 4 Sitze.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Blau und Silber durch fünf Zinnen geteilt. Oben ein silberner Fisch (Maräne), unten ein roter Flechtzaun.“[2]

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Befischung des Selenter Sees wird weitgehend von der Fischerei in Bellin betrieben. Da wegen seiner großen Tiefe im Selenter See die seltenen und sehr begehrten großen und kleinen Maränen vorkommen, hat der Maränenfischfang für die Belliner Fischerei seit alters her eine große Bedeutung. Besonders in geräucherter Form werden die Maränen bis nach Berlin verkauft.

WeblinksBearbeiten

Commons: Lammershagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein