Hauptmenü öffnen
Markus Eisenbichler Skispringen
Markus Eisenbichler (2017)

Markus Eisenbichler (2017)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 3. April 1991 (28 Jahre)
Geburtsort Siegsdorf, Deutschland
Größe 175 cm
Gewicht 59 kg
Beruf Bundespolizist
Karriere
Verein TSV Siegsdorf
Trainer Christian Leitner
Pers. Bestweite 248,0 m Sport records icon NR.svg (Planica 2017, 2019)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 4 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2017 Lahti Mixed-Team
0Bronze0 2017 Lahti Normalschanze
0Gold0 2019 Seefeld Großschanze
0Gold0 2019 Seefeld Mannschaft
0Gold0 2019 Seefeld Mixed-Team
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 2013 Oberstdorf Mannschaft
0Silber0 2014 Hinterzarten Mannschaft
0Gold0 2016 Oberhof Mannschaft
0Gold0 2018 Hinterzarten Mannschaft
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 30. Dezember 2011
 Weltcupsiege (Einzel) 01  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 04  (Details)
 Gesamtweltcup 07. (2018/19)
 Skiflug-Weltcup 02. (2018/19)
 Vierschanzentournee 02. (2018/19)
 Raw Air 04. (2019)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 4 2
 Skifliegen 1 1 3
 Teamspringen 4 12 2
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 30. August 2011
 Gesamtwertung Grand Prix 29. (2019)
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 27. Dezember 2008
 COC-Siege (Einzel) 09  (Details)
 Gesamtwertung COC 05. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 9 5 2
letzte Änderung: 6. Oktober 2019

Markus Eisenbichler (* 3. April 1991 in Siegsdorf) ist ein deutscher Skispringer. Sein bisher größter Erfolg ist der Weltmeistertitel im Einzel von der Großschanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld. Zudem wurde er Zweiter bei der Vierschanzentournee 2018/19, Mannschafts-Weltmeister 2019 sowie Mixed-Team-Weltmeister 2017 und 2019.

Sportlicher WerdegangBearbeiten

Markus Eisenbichler, Spitzname „Eisei“, ist seit seinem achten Lebensjahr Skispringer. Seit dem 30. Juni 2006 ist er international als Skispringer zu sehen, unter anderem im FIS-Cup, Alpencup und Continental Cup. Bei den OPA-Spielen 2007 wurde er Sechster. Im Dezember 2008 belegte er zweimal den zweiten Platz im Deutschlandpokal. Im Jahr 2009 wurde Eisenbichler deutscher Jugendmeister im Einzel und im Team. 2010 schaffte er nicht die Qualifikation zum Weltcupspringen in Klingenthal. Im selben Jahr belegte er in der Alpencup-Gesamtwertung den vierten Platz. Mit dem zweiten Platz am 27. Februar 2011 in Zakopane sprang er erstmals bei einem Continental-Cup-Springen auf das Podest.[1] Zum ersten Mal sprang er 2011 in Almaty beim Sommer-Grand-Prix und belegte den 19. Platz. Sein Weltcupdebüt gab er am 30. Dezember 2011 zum Auftakt zur Vierschanzentournee in Oberstdorf. Dort gewann er nach einem Sieg im K.-O.-Duell gegen Martin Schmitt mit dem 30. Platz seinen ersten Weltcuppunkt.[2]

Im September 2012 stürzte Eisenbichler im Training in Oberstdorf schwer und zog sich einen Brustwirbelbruch zu.[3]

Im Oktober 2013 belegte er bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf im Mannschaftswettbewerb auf der Großschanze Platz 3 mit der zweiten bayerischen Mannschaft.[4] In Sapporo feierte Eisenbichler Mitte Januar 2014 im Continental Cup seine ersten Siege. Auf der Großschanze deklassierte er die Konkurrenten gleich zweimal und siegte mit großem Vorsprung.[5][6] Kurz darauf schaffte Eisenbichler ebenfalls in Sapporo mit zwei achten Plätzen seine bis dahin besten Weltcup-Resultate.

In der Saison 2016/17 holte Eisenbichler mit einem dritten Platz am 11. Dezember 2016 in Lillehammer seinen ersten Podestplatz in einem Einzelspringen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti gewann er im Einzelwettbewerb von der Normalschanze die Bronzemedaille hinter Stefan Kraft und Andreas Wellinger. Im Mixed-Teamwettbewerb wurde er zusammen mit Carina Vogt, Svenja Würth und Andreas Wellinger Weltmeister. Auf der Großschanze wurde er im Einzelwettbewerb 13. und mit der Mannschaft Vierter. Am 25. März 2017 stellte Eisenbichler mit einem Flug auf 248,0 Meter auf der Skiflugschanze von Planica einen neuen deutschen Weitenrekord auf.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang erreichte Eisenbichler Platz 8 auf der Normalschanze und Platz 14 auf der Großschanze. Am Mannschaftsspringen, bei dem das deutsche Quartett die Silbermedaille gewann, war Eisenbichler nicht beteiligt. Er hatte zuvor ein internes Ausscheidungsspringen gegen seinen Teamkollegen Stephan Leyhe verloren. Die bis dahin beste Platzierung bei einem Weltcup-Springen gelang ihm in der Saison 2017/18 – kurz nach den Winterspielen – am 4. März in Lahti, wo er den zweiten Platz belegte.

Die Saison 2018/19 begann für Eisenbichler recht mäßig mit Platzierungen zwischen 10 und 48 bei den ersten sechs Wettbewerben. Beim Sonntagsspringen von Engelberg zeigte er sich dann aber deutlich formverbessert und erreichte Platz 6. Zur anschließenden Vierschanzentournee stieg die Formkurve weiter an. Eisenbichler erreichte sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch-Partenkirchen Platz 2 sowie in Innsbruck Platz 13 und in Bischofshofen Platz 5. Damit belegte Eisenbichler Platz 2 in der Gesamtwertung – hinter dem überragenden vierfachen Tagessieger Ryōyū Kobayashi.

 
Markus Eisenbichler bei der WM 2019 in Seefeld

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld wurde er Weltmeister von der Großschanze in Innsbruck vor seinem Teamkollegen Karl Geiger und dem Schweizer Killian Peier, ohne zuvor ein Weltcup-Springen im Einzel gewonnen zu haben. Der letzte Springer zuvor, der Weltmeister wurde, ohne bislang einen Weltcupsieg errungen zu haben, war der Norweger Tommy Ingebrigtsen bei den Weltmeisterschaften 1995.[7] Nachdem Eisenbichler bereits die Qualifikation vor Geiger und Peier gewonnen hatte, erzielte er im ersten Durchgang des Wettkampfs eine Weite von 131,5 Metern. Nach 1,2 Punkten Rückstand auf Peier gelang ihm im zweiten Durchgang mit dem weitesten Sprung des Tages von 135,5 Metern der Gewinn des Weltmeistertitels. Am Folgetag gewann er auf derselben Schanze mit Karl Geiger, Richard Freitag und Stephan Leyhe auch den Weltmeistertitel im Mannschaftsspringen. Beim Wettbewerb von der Normalschanze sprang Eisenbichler vom 25. Platz nach dem ersten Durchgang noch auf den siebten Rang. Er profitierte dabei vom einsetzenden Schneefall, der für die später startenden Springer die Anlaufspur deutlich langsamer machte und somit insbesondere die Führenden des ersten Durchgangs traf.[8] Er wurde am 2. März auch im Mixed-Team-Wettbewerb zusammen mit Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Karl Geiger Weltmeister. Am 22. März 2019 gewann er beim Skifliegen in Planica seinen ersten Einzelwettbewerb im Skisprung-Weltcup.

ErfolgeBearbeiten

Weltcupsiege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 22. März 2019 Slowenien  Planica Flugschanze

Weltcupsiege im TeamBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 22. November 2014 Deutschland  Klingenthal Großschanze
2. 21. Januar 2017 Polen  Zakopane Großschanze
3. 3. März 2018 Finnland  Lahti Großschanze
4. 19. Januar 2019 Polen  Zakopane Großschanze

Continental-Cup-Siege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 18. Januar 2014 Japan  Sapporo Großschanze
2. 19. Januar 2014 Japan  Sapporo Großschanze
3. 31. Januar 2016 Osterreich  Bischofshofen Großschanze
4. 12. März 2016 Russland  Tschaikowski Großschanze
5. 11. September 2016 Norwegen  Lillehammer Großschanze
6. 17. September 2016 Osterreich  Stams Großschanze
7. 18. September 2016 Osterreich  Stams Großschanze
8. 25. September 2016 Polen  Wisła Großschanze
9. 30. September 2016 Deutschland  Klingenthal Großschanze

StatistikBearbeiten

Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2011/12 71. 001
2013/14 44. 099
2014/15 15. 529
2015/16 39. 061
2016/17 08. 807
2017/18 10. 597
2018/19 07. 937

Vierschanzentournee-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2011/12 54. 0187,1
2013/14 59. 0114,6
2014/15 50. 0195,4
2015/16 63. 0108,2
2016/17 07. 0924,4
2017/18 07. 0993,8
2018/19 02. 1035,9

Grand-Prix-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2011 69. 012
2013 55. 037
2014 38. 060
2015 50. 049
2016 41. 065
2017 54. 026
2018 47. 035
2019 29. 081

Continental-Cup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Sommer Winter Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2008/09 073. 070 091. 070
2009/10 115. 011 143. 011
2010/11 026. 242 044. 242
2011/12 029. 079 024. 296 024. 375
2012/13 068. 069 099. 069
2013/14 008. 200 009. 514 005. 714
2014/15 013. 215 046 215
2015/16 004. 597 011. 597
2016/17 001. 618 015. 618
2017/18 042. 058 088. 058

WeblinksBearbeiten

  Commons: Markus Eisenbichler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnis bei www.berkutschi.com, abgerufen am 31. Dezember 2011.
  2. Ergebnisübersicht bei www.fis-ski.com, abgerufen am 31. Dezember 2011.
  3. Als Eisenbichlers Karriere fast vorbei war, welt.de vom 3. Januar 2019. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  4. „Marinus Kraus überrascht bei Deutschen Meisterschaften“ auf www.berkutschi.com, abgerufen am 23. Januar 2014.
  5. Markus Eisenbichler siegt in Sapporo, skispringen.com, abgerufen am 19. Januar 2014.
  6. Überlegener Sieg für Markus Eisenbichler in Sapporo, skispringen.com, abgerufen am 19. Januar 2014.
  7. „Eisenbichler ist der achte deutsche Skisprung-Weltmeister“ auf www.kicker.de, abgerufen am 25. Februar 2019.
  8. „Kubacki und Stoch holen Gold und Silber für Polen“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 18. März 2019.