Constantin Schmid

deutscher Skispringer

Constantin Schmid (* 27. November 1999 in Bad Aibling[1]) ist ein deutscher Skispringer.

Constantin Schmid
Constantin Schmid (2017)

Constantin Schmid (2017)

Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 27. November 1999 (23 Jahre)
Geburtsort Bad Aibling, Deutschland
Größe 178 cm
Gewicht 63 kg
Karriere
Verein WSV Oberaudorf
Nationalkader seit 2013
Pers. Bestweite 234,0 m (Planica, 21. März 2019)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
SFWM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 2 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Nationale Medaillen 2 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Bronze 2022 Peking Team
 Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 2020 Planica Team
 Skisprung-Junioren-WM
Bronze 2017 Park City Einzel
Silber 2017 Park City Mannschaft
Silber 2017 Park City Mixed-Team
Gold 2018 Kandersteg Mannschaft
Silber 2018 Kandersteg Einzel
Silber 2018 Kandersteg Mixed-Team
Gold 2019 Lahti Mannschaft
Bronze 2019 Lahti Mixed-Team
 Deutsche Meisterschaften
Silber 2018 Hinterzarten Team
Gold 2019 Klingenthal Team
Silber 2020 Oberstdorf Team
Gold 2021 Oberhof Team
Bronze 2021 Oberhof Einzel
Gold 2022 Hinterzarten Team
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 30. Dezember 2016
 Weltcupsiege (Team) 03  (Details)
 Gesamtweltcup 16. (2019/20)
 Skiflug-Weltcup 23. (2019/20, 2020/21)
 Vierschanzentournee 16. (2019/20)
 Raw Air 14. (2020)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 0 1
 Teamspringen 3 4 1
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 12. August 2017
 Gesamtwertung Grand Prix 18. (2021)
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 20. August 2016
 COC-Siege (Einzel) 01  (Details)
 Gesamtwertung COC 19. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 3 3
letzte Änderung: 22. Mai 2022

WerdegangBearbeiten

Der in Oberaudorf aufgewachsene Constantin Schmid startet für seinen Heimatverein WSV Oberaudorf.[2] Er besuchte zwischen 2013 und 2019 die Christophorusschulen in Berchtesgaden.

Schmid debütierte am 16. Januar 2015 in Oberwiesenthal im Alpencup, wo er Platz 52 belegte. Im März 2016 startete Schmid in Planica erstmals im FIS Cup, wo er die Plätze vier und acht erreichte. Seitdem folgen weitere Teilnahmen an beiden Wettbewerbsserien. Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2015 in Tschagguns belegte er im Einzelwettbewerb Platz 31 sowie im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Axel Mayländer, Adrian Sell und Jonathan Siegel den vierten Platz.

Am 20. August 2016 debütierte Schmid in Kuopio im Continental Cup und belegte dort den vierten Platz, womit er nur knapp einen Podestplatz verpasste. Im Dezember 2016 wurde er vom DSV in die nationale Gruppe für die Vierschanzentournee 2016/17 nominiert und startete somit in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen für Deutschland.[3] Schmid überstand die Qualifikationen für die beiden Wettbewerbe, musste dann jedoch aufgrund des K.o.-Systems gegen starke Gegner antreten und schied daher jeweils im ersten Durchgang als 47. und 49. aus. In der Tournee-Gesamtwertung belegte er am Ende mit 179,9 Punkten Platz 51.

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Park City, Utah gewann Schmid die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb hinter Viktor Polášek und Alex Insam. Darüber hinaus gewann er die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb von der Normalschanze zusammen mit Martin Hamann, Felix Hoffmann und Tim Fuchs hinter Slowenien und vor Österreich, sowie mit dem deutschen Mixed-Team. Am 19. Februar 2017 erreichte Schmid mit einem dritten Platz in Planica seine erste Podestplatzierung im Continental Cup. Einen Monat später belegte er in Zakopane zum ersten Mal den zweiten Platz in einem COC-Wettbewerb, seine bis dahin beste Platzierung. Am 18. März 2017 gewann er in Tschaikowski seinen ersten Continental-Cup-Wettbewerb.

Am 10. Dezember 2017 gelang Schmid in Titisee-Neustadt erstmals der Sprung in die Punkteränge im Weltcup. Als Achter sicherte er sich zudem seine erste Top-10-Platzierung. Die Vierschanzentournee 2017/18 begann er mit einem 28. Platz in Oberstdorf, nachdem er im ersten Durchgang überraschend den früheren Tourneesieger Peter Prevc ausschaltete.[4] Auch in den folgenden drei Springen der Tournee kam er jeweils in die Punkteränge und wurde so 18. der Gesamtwertung.[5] Bei den anschließenden Junioren-Weltmeisterschaften 2018 im schweizerischen Kandersteg wurde er im Mannschaftswettbewerb mit Philipp Raimund, Justin Lisso und Cedrik Weigel Juniorenweltmeister. Im Einzelwettbewerb und Mixed-Teamwettkampf (mit Luisa Görlich, Justin Lisso und Gianina Ernst) wurde er jeweils Vizeweltmeister.

Auch 2019 nahm er an den Junioren-Weltmeisterschaften teil, die diesmal im finnischen Lahti durchgeführt wurden. Dabei konnte er den Mannschaftstitel (nunmehr mit Luca Roth, Kilian Märkl und erneut Philipp Raimund) verteidigen. Im Mixed-Teamwettkampf erreichte er mit Agnes Reisch, Luca Roth und Selina Freitag die Bronzemedaille, während er im Einzelwettbewerb eine Medaille um nur 0,6 Punkte hinter dem Kasachen Sergei Tkatschenko verpasste.

In der Saison 2019/20 holte Schmid am 25. Januar 2020 in Zakopane seinen ersten Weltcupsieg im Team. Am 22. Februar 2020 erreichte er mit Platz drei auf der Normalschanze in Râșnov seinen ersten Podestplatz und sein bis dahin bestes Weltcupergebnis im Einzel. Am 6. März 2020 gewann Schmid mit dem Prolog am Holmenkollen in Oslo das Auftaktspringen der Raw Air 2020 und damit auch den ersten Qualifikationssieg in seiner Karriere. Im Gesamtweltcup belegte er am Ende der Saison, in der er erstmals komplett im Weltcup gesprungen ist, mit 530 Punkten den 16. Platz.

Auch die komplette Saison 2020/21 sprang Schmid im Weltcup. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2020 in Planica gewann er zusammen mit Pius Paschke, Markus Eisenbichler und Karl Geiger die Silbermedaille im Team hinter Norwegen und vor Polen. Im Einzel wurde er 14. Bei seinem einzigen Einsatz bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf erreichte er im Wettbewerb von der Normalschanze den 23. Platz. Am Ende der Saison belegte er mit 151 Punkten den 30. Platz im Gesamtweltcup.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking verpasste er mit dem deutschen Mixed-Team gemeinsam mit Selina Freitag, Katharina Althaus und Karl Geiger den zweiten Durchgang und wurde Neunter, nachdem Althaus wegen eines zu weiten Anzugs disqualifiziert wurde. Im Einzelwettbewerb von der Normalschanze wurde er Elfter und von der Großschanze 14. Er gewann zudem die Bronzemedaille gemeinsam mit Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler und Karl Geiger im Teamwettbewerb von der Großschanze.

AuszeichnungenBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

Weltcupsiege im TeamBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 25. Januar 2020 Polen  Zakopane Großschanze
2. 29. Februar 2020 Finnland  Lahti Großschanze
3. 28. März 2021 Slowenien  Planica Flugschanze

Continental-Cup-Siege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 18. März 2017 Russland  Tschaikowski Normalschanze

StatistikBearbeiten

Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2017/18 33. 081
2018/19 38. 086
2019/20 16. 530
2020/21 30. 151
2021/22 23. 332

Vierschanzentournee-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2016/17 51. 179,9
2017/18 18. 892,1
2018/19 23. 763,0
2019/20 16. 999,8
2020/21 35. 571,5
2021/22 25. 754,7

Grand-Prix-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2017 81. 004
2018 79. 002
2019 39. 043
2021 18. 128

Continental-Cup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2016/17 19. 546
2017/18 31. 366
2018/19 31. 300

SchanzenrekordeBearbeiten

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Râșnov Rumänien  Rumänien 103,0 m
(HS: 97 m)
22. Februar 2020 aktuell

WeblinksBearbeiten

Commons: Constantin Schmid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.teamdeutschland.de/athleten/details/constantin-schmid
  2. Juniorathlet des Monats | Dezember | Constantin Schmid, auf wir-sind-winterfans.de, vom 27. Dezember 2017, abgerufen am 7. Januar 2020.
  3. Nationale Gruppe: Team-Olympiasieger lösen Tournee-Ticket, auf skispringen.com, vom 28. Dezember 2016. Abgerufen am 31. Dezember 2016.
  4. DSV-Adler fliegen zum Doppelerfolg – „Glück des Tüchtigen“. In: zeit.de. 10. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.
  5. Gesamtstände. In: berkutschi.com. Abgerufen am 10. Dezember 2018.
  6. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. In: bundespraesident.de. Bundespräsidialamt, abgerufen am 30. Mai 2022.