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Carina Vogt

deutsche Skispringerin
Carina Vogt Skispringen
Carina Vogt 2015

Carina Vogt 2015

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 5. Februar 1992 (25 Jahre)
Geburtsort Schwäbisch Gmünd
DeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 171 cm
Gewicht 62 kg
Beruf Polizeimeisterin[1]
Karriere
Verein SC Degenfeld
Debüt im Weltcup 7. Januar 2012
Debüt im Continental Cup 6. August 2006
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2014 Sotschi Normalschanze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Val di Fiemme Mixed-Mannschaft
0Gold0 2015 Falun Normalschanze
0Gold0 2015 Falun Mixed-Mannschaft
0Gold0 2017 Lahti Normalschanze
0Gold0 2017 Lahti Mixed-Mannschaft
FIS Skisprung-Junioren-WM
0Silber0 2012 Erzurum Mannschaft
0Bronze0 2012 Erzurum Einzel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Silber0 2008 Oberhof Mannschaft
0Silber0 2009 Garmisch-Partenkirchen Einzel
0Bronze0 2014 Hinterzarten Einzel
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 02  (Details)
 Continental-Cup-Siege 01  (Details)
 Gesamtweltcup 02. (2013/14)
 Sommer-Grand-Prix 04. (2012)
 Continental Cup 08. (2009/10)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 2 8 6
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 0 1
 Teamspringen 0 0 1
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 1 1
letzte Änderung: 1. Dezember 2017
Vogt 2016 in Hinzenbach

Carina Vogt (* 5. Februar 1992 in Schwäbisch Gmünd) ist eine deutsche Skispringerin. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 wurde sie beim erstmals olympisch ausgetragenen Frauen-Skispringen Olympiasiegerin. 2015 und 2017 wurde sie bei den Weltmeisterschaften in Falun und Lahti jeweils Doppelweltmeisterin.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Vogt kam als Sechsjährige mit dem Skispringen in Berührung, als der Skiclub Degenfeld ein Sommerferiencamp veranstaltete. Ihre ersten Sprünge absolvierte sie auf kleineren Schanzen mit Alpinskiern und war begeistert von der Sportart. Bis zum 13. Lebensjahr war sie im Turnen, in der Leichtathletik und im Reiten aktiv. Danach konzentrierte sie sich ganz auf das Skispringen. Sie besuchte das Skigymnasium in Furtwangen.[2]

2004 hatte sie beim FIS-Rennen in Meinerzhagen internationalen Einsatz und wurde 45. Seit 2006 nimmt sie an den Wettbewerben des Continental Cups teil. Bei ihrem ersten Einsatz in Klingenthal verpasste sie das Finale als 31. noch um einen Rang. Doch schon in ihrem nächsten Springen, 2007 in Villach, erreichte sie als Siebtplatzierte erstmals ein einstelliges Resultat. Als Vierte verpasste sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2007 in Tarvis knapp eine Medaille. Bei den Deutschen Meisterschaften 2008 in Oberhof gewann sie im Teamspringen mit Svenja Würth als Baden-Württemberg II die Silbermedaille. In der Saison 2007/08 kam sie im Februar im Continental-Cup in Baiersbronn mit dem dritten Platz erstmals auf das Podest. In der Gesamtwertung der Saison wurde sie 18. Bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Garmisch-Partenkirchen gewann Vogt als Zweite hinter Ulrike Gräßler erneut die Silbermedaille. In der Saison 2009/10 konnte sie zum Auftakt am 2. Januar 2010 im Rahmen der FIS Ladies Winter Tournee auf der Großen Ruhesteinschanze in Baiersbronn ihren ersten Sieg feiern. Danach folgten ein zweiter Platz in Schonach und sechs weitere Top-Ten-Ergebnisse. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten belegte sie den fünften Platz. Die Saison 2010/11 verlief durchwachsen. Sie konnte an die guten Leistungen der Vorsaison nicht anknüpfen und belegte mit 154 Punkten am Ende den 31. Platz der Gesamtwertung. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2011 in Otepää erreichte sie von der Normalschanze den achten Rang. Zu Beginn der Saison 2011/12 startete sie im Dezember 2011 noch im Continental-Cup, bevor sie am 7. Januar 2012 ihr Debüt im Skisprung-Weltcup in Hinterzarten gab. Mit Platz 35 verpasste sie den zweiten Durchgang. Einen Tag später gewann sie mit Platz 30 den ersten Weltcup-Punkt. Beim Weltcup in Hinzenbach sprang sie auf den 6. und 13. Platz; dies waren ihre beiden besten Saisonergebnisse. Bei ihren vierten und letzten Junioren-Weltmeisterschaften 2012 in Erzurum gewann sie im Einzel die Bronze- und im Team die Silbermedaille. Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Hinterzarten sprang sie auf den fünften Platz.[2] Im Sommer 2012 gewann sie im Grand-Prix in Hinterzarten im Einzel und belegte im Team den dritten Platz.

Die Saison 2012/13 begann in Lillehammer mit zwei vierten Plätzen im Team und Einzel. Danach folgten mehrere Top-Ten-Ergebnisse, darunter ein dritter Platz in Yamagata. In der Gesamtwertung belegte sie den siebten Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme wurde Vogt im Einzel Fünfte. Beim dort erstmals ausgetragenen Mixed-Mannschaftswettbewerb gewann sie an der Seite von Ulrike Gräßler, Richard Freitag und Severin Freund hinter Japan und Österreich mit der Mannschaft die Bronzemedaille. In der Saison 2013/14 erreichte sie bis zu den Olympischen Spielen bei Weltcupspringen acht Mal den zweiten oder dritten Platz. Beim olympischen Frauen-Skisprungwettbewerb 2014 in Sotschi wurde Vogt erste Olympiasiegerin in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Dafür erhielt sie am 8. Mai 2014 von Bundespräsident Gauck das Silberne Lorbeerblatt.[3] Nach ihrem Olympiasieg konnte sie nur noch beim Weltcup in Falun starten; anschließend musste sie die Saison aufgrund von Knieproblemen und einer Operation beenden. Bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in Hinterzarten gewann sie die Bronzemedaille.

In der Weltcup-Saison 2014/15 holte sie auf der Zaō-Schanze in Japan ihren ersten Weltcupsieg, dem ein weiterer in Hinzenbach folgte; außerdem wurde sie vier Mal Zweite. Im Gesamtweltcup belegte sie mit 672 Punkten den dritten Rang. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 wurde sie am 20. Februar 2015 beim Einzelspringen von der Normalschanze erstmals Weltmeisterin. Zwei Tage später gewann sie auch im Mixed-Wettbewerb zusammen mit Richard Freitag, Katharina Althaus und Severin Freund den Weltmeistertitel.[2] Im 22. August 2015 wurde sie bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf Fünfte.[4]

Im Februar 2017 gewann Vogt bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 wie zuvor 2015 die Goldmedaillen im Einzel und im Mixed-Teamwettbewerb (gemeinsam mit Svenja Würth, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler).

PrivatBearbeiten

Vogt wohnt in Waldstetten und startet für den SC Degenfeld. Nach ihrem Abitur 2011 wurde sie als Polizeimeisteranwärterin bei der Bundespolizei angestellt. Nach vierjähriger Ausbildung ist sie nun Polizeimeisterin.[5] Am 1. März 2015 wurde in Degenfeld eine Straße unterhalb der Schanzenanlage Carina-Vogt-Weg genannt.[2]

ErfolgeBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

PlatzierungenBearbeiten

Saison WC-Platzierung COC-Platzierung FIS-Ladies-Grand-Prix Ladies Cup Grand-Prix
2006/07 - 26 54 - -
2007/08 - 18 19 - -
2008/09 - 37 - - -
2009/10 - 8 4 - -
2010/11 - 31 9 3 -
2011/12 27 66 - - -
2012/13 7 - - - 4
2013/14 2 - - - 27
2014/15 3 - - - -
2015/16 11 - - - -
2016/17 5 - - - 2

Weltcupsiege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 18. Januar 2015 Japan  Yamagata Normalschanze
2. 1. Februar 2015 Osterreich  Hinzenbach Normalschanze

Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2011/12 27. 096
2012/13 07. 0481
2013/14 02. 0806
2014/15 03. 0672
2015/16 11. 0345
2016/17 05. 0723

Ergebnisse im WeltcupBearbeiten

Grand-Prix-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2012 04. 154
2013 27. 54
2016 02. 160

Grand-Prix-ErgebnisseBearbeiten

Continental-Cup-Siege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 2. Januar 2010 Deutschland  Baiersbronn Normalschanze

Deutsche MeisterschaftenBearbeiten

  Deutsche Meisterschaften
  Deutschland  2008 Oberhof Vize-Meisterin im Team mit Svenja Würth
  Deutschland  2009 Garmisch-Partenkirchen Deutsche Vize-Meisterin im Einzel
  Deutschland  2014 Hinterzarten 3. Platz im Einzel
  Deutschland  2016 Berchtesgaden Deutsche Vize-Meisterin im Einzel

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Carina Vogt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carina Vogt, Skispringen. www.bundespolizei.de. Archiviert vom Original am 21. Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014.
  2. a b c d e Carina Vogt. In: Internationales Sportarchiv 26/2014 / Munzinger-Archiv. 24. Juni 2014..
  3. Silbernes Lorbeerblatt Website des Bundespräsidenten, 5. Mai 2014.
  4. Ergebnis von der deutschen Meisterschaft in Oberstdorf
  5. http://carina-vogt.de/persoenliches/
  6. http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Joachim-Gauck/2014/05/140505-Silbernes-Lorbeerblatt.html