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Carina Vogt Skispringen
Carina Vogt 2015

Carina Vogt 2015

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 5. Februar 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Schwäbisch GmündDeutschland
Größe 171 cm
Gewicht 62 kg
Beruf Polizeimeisterin[1]
Karriere
Verein SC Degenfeld
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 5 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2014 Sotschi Einzel
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Val di Fiemme Mixed-Team
0Gold0 2015 Falun Einzel
0Gold0 2015 Falun Mixed-Team
0Gold0 2017 Lahti Einzel
0Gold0 2017 Lahti Mixed-Team
0Gold0 2019 Seefeld Team
FIS Skisprung-Junioren-WM
0Silber0 2012 Erzurum Team
0Bronze0 2012 Erzurum Einzel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Silber0 2008 Oberhof Team
0Silber0 2009 Garmisch-Partenkirchen Einzel
0Bronze0 2014 Hinterzarten Einzel
0Silber0 2016 Berchtesgaden Einzel
0Bronze0 2018 Hinterzarten Team
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 7. Januar 2012
 Weltcupsiege (Einzel) 02  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 02  (Details)
 Gesamtweltcup 02. (2013/14)
 Raw Air 14. (2019)
 Blue Bird Tour 16. (2019)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 2 11 9
 Teamspringen 2 0 0
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 15. August 2012
 Gesamtwertung Grand Prix 02. (2016)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 1
 Mixed-Teamspringen 0 0 1
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 6. August 2006
 COC-Siege (Einzel) 01  (Details)
 Gesamtwertung COC 08. (2009/10)
 Ladies-Grand-Prix 04. (2010)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 1 2
letzte Änderung: 22. Juni 2019
Vogt 2016 in Hinzenbach

Carina Vogt (* 5. Februar 1992 in Schwäbisch Gmünd) ist eine deutsche Skispringerin. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 wurde sie beim erstmals olympisch ausgetragenen Frauen-Skispringen Olympiasiegerin. 2015 und 2017 wurde sie bei den Weltmeisterschaften in Falun und Lahti jeweils Doppelweltmeisterin. 2019 wurde sie mit der Mannschaft Weltmeisterin im erstmals ausgetragenen reinen Frauen-Teamwettbewerb.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Vogt kam als Sechsjährige mit dem Skispringen in Berührung, als der Skiclub Degenfeld ein Sommerferiencamp veranstaltete. Ihre ersten Sprünge absolvierte sie auf kleineren Schanzen mit Alpinskiern und war begeistert von der Sportart. Bis zum 13. Lebensjahr war sie im Turnen, in der Leichtathletik und im Reiten aktiv. Danach konzentrierte sie sich ganz auf das Skispringen. Sie besuchte das Skigymnasium in Furtwangen.[2]

2004 hatte sie beim FIS-Rennen in Meinerzhagen internationalen Einsatz und wurde 45. Seit 2006 nimmt sie an den Wettbewerben des Continental Cups teil. Bei ihrem ersten Einsatz in Klingenthal verpasste sie das Finale als 31. noch um einen Rang. Doch schon in ihrem nächsten Springen, 2007 in Villach, erreichte sie als Siebtplatzierte erstmals ein einstelliges Resultat. Als Vierte verpasste sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2007 in Tarvis knapp eine Medaille. Bei den Deutschen Meisterschaften 2008 in Oberhof gewann sie im Teamspringen mit Svenja Würth als Baden-Württemberg II die Silbermedaille. In der Saison 2007/08 kam sie im Februar im Continental-Cup in Baiersbronn mit dem dritten Platz erstmals auf das Podest. In der Gesamtwertung der Saison wurde sie 18. Bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Garmisch-Partenkirchen gewann Vogt als Zweite hinter Ulrike Gräßler erneut die Silbermedaille. In der Saison 2009/10 konnte sie zum Auftakt am 2. Januar 2010 im Rahmen der FIS Ladies Winter Tournee auf der Großen Ruhesteinschanze in Baiersbronn ihren ersten Sieg feiern. Danach folgten ein zweiter Platz in Schonach und sechs weitere Top-Ten-Ergebnisse. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten belegte sie den fünften Platz. Die Saison 2010/11 verlief durchwachsen. Sie konnte an die guten Leistungen der Vorsaison nicht anknüpfen und belegte mit 154 Punkten am Ende den 31. Platz der Gesamtwertung. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2011 in Otepää erreichte sie von der Normalschanze den achten Rang. Zu Beginn der Saison 2011/12 startete sie im Dezember 2011 noch im Continental-Cup, bevor sie am 7. Januar 2012 ihr Debüt im Skisprung-Weltcup in Hinterzarten gab. Mit Platz 35 verpasste sie den zweiten Durchgang. Einen Tag später gewann sie mit Platz 30 den ersten Weltcup-Punkt. Beim Weltcup in Hinzenbach sprang sie auf den 6. und 13. Platz; dies waren ihre beiden besten Saisonergebnisse. Bei ihren vierten und letzten Junioren-Weltmeisterschaften 2012 in Erzurum gewann sie im Einzel die Bronze- und im Team die Silbermedaille. Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Hinterzarten sprang sie auf den fünften Platz.[2] Im Sommer 2012 gewann sie im Grand-Prix in Hinterzarten im Einzel und belegte im Team den dritten Platz.

Die Saison 2012/13 begann in Lillehammer mit zwei vierten Plätzen im Team und Einzel. Danach folgten mehrere Top-Ten-Ergebnisse, darunter ein dritter Platz in Yamagata. In der Gesamtwertung belegte sie den siebten Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme wurde Vogt im Einzel Fünfte. Beim dort erstmals ausgetragenen Mixed-Mannschaftswettbewerb gewann sie an der Seite von Ulrike Gräßler, Richard Freitag und Severin Freund hinter Japan und Österreich mit der Mannschaft die Bronzemedaille. In der Saison 2013/14 erreichte sie bis zu den Olympischen Spielen bei Weltcupspringen acht Mal den zweiten oder dritten Platz. Beim olympischen Frauen-Skisprungwettbewerb 2014 in Sotschi wurde Vogt erste Olympiasiegerin in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Dafür erhielt sie am 8. Mai 2014 von Bundespräsident Gauck das Silberne Lorbeerblatt.[3] Nach ihrem Olympiasieg konnte sie nur noch beim Weltcup in Falun starten; anschließend musste sie die Saison aufgrund von Knieproblemen und einer Operation beenden. Bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in Hinterzarten gewann sie die Bronzemedaille.

In der Weltcup-Saison 2014/15 holte sie auf der Zaō-Schanze in Japan ihren ersten Weltcupsieg, dem ein weiterer in Hinzenbach folgte; außerdem wurde sie vier Mal Zweite. Im Gesamtweltcup belegte sie mit 672 Punkten den dritten Rang. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 wurde sie am 20. Februar 2015 beim Einzelspringen von der Normalschanze erstmals Weltmeisterin. Zwei Tage später gewann sie auch im Mixed-Wettbewerb zusammen mit Richard Freitag, Katharina Althaus und Severin Freund den Weltmeistertitel.[2] Im 22. August 2015 wurde sie bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf Fünfte.[4]

Im Februar 2017 gewann Vogt bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti wie zuvor 2015 die Goldmedaillen im Einzel und im Mixed-Teamwettbewerb (gemeinsam mit Svenja Würth, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler). Ein Jahr später erreichte sie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang den fünften Rang im Einzelwettbewerb.

Am 19. Januar 2019 gelang Vogt gemeinsam mit Juliane Seyfarth, Ramona Straub und Katharina Althaus der erste Weltcupsieg im Mannschaftswettbewerb auf der Zaō-Schanze in Yamagata. Am 9. Februar 2019 gewann sie auch den zweiten Mannschaftswettbewerb in der Weltcupsaison auf der Logarska dolina im slowenischen Ljubno gemeinsam mit Anna Rupprecht, Juliane Seyfarth und Katharina Althaus. Diese beiden Erfolge konnte das deutsche Team bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld bestätigen, sodass Vogt gemeinsam mit Juliane Seyfarth, Ramona Straub und Katharina Althaus beim erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb die Goldmedaille gewann. Im Einzelwettbewerb belegte sie als Titelverteidigerin den zehnten Platz.

PrivatesBearbeiten

Vogt wohnt in Waldstetten und startet für den SC Degenfeld. Nach ihrem Abitur 2011 wurde sie als Polizeimeisteranwärterin bei der Bundespolizei angestellt. Nach vierjähriger Ausbildung ist sie nun Polizeimeisterin.[5] Am 1. März 2015 wurde in Degenfeld eine Straße unterhalb der Schanzenanlage Carina-Vogt-Weg genannt.[2]

ErfolgeBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weltcupsiege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 18. Januar 2015 Japan  Yamagata Normalschanze
2. 1. Februar 2015 Osterreich  Hinzenbach Normalschanze

Weltcupsiege im TeamBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 19. Januar 2019 Japan  Yamagata Normalschanze 1
2. 9. Februar 2019 Slowenien  Ljubno Normalschanze 2
2 mit Anna Rupprecht, Juliane Seyfarth und Katharina Althaus

Continental-Cup-Siege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Typ
1. 2. Januar 2010 Deutschland  Baiersbronn Normalschanze

Deutsche MeisterschaftenBearbeiten

  Deutsche Meisterschaften
  Deutschland  2008 Oberhof Vize-Meisterin im Team mit Svenja Würth
  Deutschland  2009 Garmisch-Partenkirchen Deutsche Vize-Meisterin im Einzel
  Deutschland  2014 Hinterzarten 3. Platz im Einzel
  Deutschland  2016 Berchtesgaden Deutsche Vize-Meisterin im Einzel
  Deutschland  2018 Hinterzarten 3. Platz im Team mit Ramona Straub

StatistikBearbeiten

PlatzierungenBearbeiten

Saison Weltcup Continental Cup FIS-Ladies-Grand-Prix Ladies Cup Grand Prix
2006/07 26. 54.
2007/08 18. 19.
2008/09 37.
2009/10 08. 04.
2010/11 31. 09. 03.
2011/12 27. 66.
2012/13 07. 04.
2013/14 02. 27.
2014/15 03.
2015/16 11
2016/17 05. 11. 02.
2017/18 06.

Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2011/12 27. 096
2012/13 07. 481
2013/14 02. 806
2014/15 03. 672
2015/16 11. 345
2016/17 05. 723
2017/18 06. 570

Grand-Prix-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2012 04. 154
2013 27. 054
2016 02. 160

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Carina Vogt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carina Vogt, Skispringen. www.bundespolizei.de. Archiviert vom Original am 21. Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014.
  2. a b c d e Carina Vogt. In: Internationales Sportarchiv 26/2014 / Munzinger-Archiv. 24. Juni 2014..
  3. Silbernes Lorbeerblatt Website des Bundespräsidenten, 5. Mai 2014.
  4. Ergebnis von der deutschen Meisterschaft in Oberstdorf
  5. http://carina-vogt.de/persoenliches/
  6. http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Joachim-Gauck/2014/05/140505-Silbernes-Lorbeerblatt.html