Autoroute A 75

Autobahn in Frankreich
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Die Autoroute A 75, auch als La Méridienne bezeichnet, ist eine mautfreie Autobahn in Frankreich. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Zentralmassiv von Clermont-Ferrand bis nach Pézenas. Der Baubeginn war 1975. Der Weiterbau bis zur A 9 bei Béziers wurde 2009 mit der Umgehung bei Béziers abgeschlossen. Auf ihrer gesamten Länge von 330 km ist sie mit der E 11 identisch.

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Autoroute A75 in Frankreich
Autoroute A 75
 Route européenne 11.svg
Karte
Verlauf der A 75
Basisdaten
Betreiber: ASF, CEVM
weiterer Betreiber: DIR Massif-Central Eiffage
Gesamtlänge: 330 km

Regionen:

A75 autoroute (march 2008) 202.jpg
Blick über die Autobahn auf das Viaduc de Millau
Straßenverlauf
Knoten A71 A711
Anschlussstelle (1)  La Pardieu
Anschlussstelle (2)  Aubière
Anschlussstelle (3)  Pérignat-lès-Sarliève
Anschlussstelle (4)  Le Cendre
Anschlussstelle (5)  Saint-Amant-Tallende
Anschlussstelle (6)  Veyre-Monton
Anschlussstelle (7)  Montpeyroux
Anschlussstelle (8)  Coudes
Anschlussstelle (9)  Sauvagnat-Sainte-Marthe
Anschlussstelle (10)  La Ribeyre
Anschlussstelle (11)  Issoire-Centre
Anschlussstelle (12)  Issoire-Les-Prés
Anschlussstelle (13)  Issoire-Couze
Anschlussstelle (14)  Issoire-Aérodrome
Anschlussstelle (15)  Le Broc
Anschlussstelle (16)  Civerac
Anschlussstelle (17)  Saint-Germain-Lembron
Anschlussstelle (18)  Brassac
Anschlussstelle (19)  Lempdes
Anschlussstelle (20)  Vergongheon
Anschlussstelle (21)  Lorlanges
Anschlussstelle (22)  Espalem
Anschlussstelle (23)  Massiac
Anschlussstelle (24)  Massiac
Anschlussstelle (25)  Saint-Poncy
Anschlussstelle (26)  Vieillespesse
Anschlussstelle (27)  Coren
Anschlussstelle (28)  Saint-Flour-Bel-Air
Anschlussstelle (29)  Saint-Flour-Bellevue
Anschlussstelle (30)  Ruynes-en-Margeride
Anschlussstelle (31)  Loubaresse
Anschlussstelle (32)  La Garde
Anschlussstelle (33)  Saint-Chély-d’Apcher
Anschlussstelle (34)  Saint-Alban-sur-Limagnole
Anschlussstelle (35)  Aumont-Aubrac-Nord
Anschlussstelle (36)  Aumont-Aubrac-Sud
Anschlussstelle (37)  Le Buisson
Anschlussstelle (38)  Antrenas
Anschlussstelle (39)  Le Monastier
Anschlussstelle (39.1)  Antenne de Romardiès
Anschlussstelle (39.2)  Saint-Germain-du-Teil
Anschlussstelle (40)  La Canourgue
Anschlussstelle (41)  Campagnac
Anschlussstelle (42)  Sévérac-le-Château
Anschlussstelle (43)  Le Massegros
Anschlussstelle (44)  Engayresque
Anschlussstelle (44.1)  Aguessac
Anschlussstelle (45)  Millau
Mautstelle Péage de Saint-Germain
Brücke Viaduc de Millau
Anschlussstelle (46)  Saint-Rome-de-Cernon
Anschlussstelle (47)  La Cavalerie
Anschlussstelle (48)  Alzon
Anschlussstelle (49)  Le Caylar
Anschlussstelle (50)  Saint-Félix-de-l’Héras
Anschlussstelle (51)  Pégairolles-de-l’Escalette
Anschlussstelle (52)  Soubès
Anschlussstelle (53)  Lodève
Anschlussstelle (54)  Le Bosc
Anschlussstelle (55)  Lac du Salagou
Anschlussstelle (56)  Salelles
Knoten A750
Anschlussstelle (57)  Clermont-l’Hérault
Anschlussstelle (58)  Paulhan
Anschlussstelle (59)  Pézenas-Nord
Anschlussstelle Pézenas-Est
Anschlussstelle (60)  Agde
Anschlussstelle (61)  Pézenas-Sud
Anschlussstelle (62)  Servian
Anschlussstelle (63)  Béziers-Nord-Est
Anschlussstelle (64)  Béziers-Sud-Est
Mautstelle Péage de Béziers
Knoten A9 Montpellier, Narbonne

Sie ist eine der Nord-Süd-Verbindungen in Zentralfrankreich, soll die A 6 und A 7 entlasten und das Zentralmassiv besser an das Autobahnnetz anbinden. Sie verläuft mit längeren Abschnitten auf über 1.000 Meter Höhe und erreicht am höchsten Punkt, dem Col des Issartets 1129 Meter. Damit ist sie eine der höchstgelegenen Autobahnen Europas und die kürzeste Verbindung zwischen Paris und Béziers. Sie verläuft über weite Teile parallel zur oder auf der Trasse der ehemaligen N 9.

StreckenverlaufBearbeiten

Die Autoroute beginnt – als direkte Verlängerung der Autoroute 71 – am Knoten zwischen A 71, A 711 im Osten von Clermont-Ferrand. Im westlichen Hinterland des Allier, bereits Zentralmassiv, wird das eigentliche Alliertal an der Einmündung der Couze Chambon bei Coudes erreicht und südwärts bis Issoire an der westlichen Talflanke benutzt. Ab Issoire wurde die Autobahn wieder deutlich westwärts vom Talgrund verlegt, überbrückt die Couze d’Ardes und nimmt ab etwa Lempdes-sur-Allagnon den Anstieg Richtung Massiac südwestwärts in Angriff und berührt dabei den nordwestlichen Zipfel der Margeride.

Bei Massiac senkt sich die Trasse kurz an die östliche Talflanke des Alagnon hinab, folgt aber nicht zusammen mit der Bahnlinie dieser Talschaft, sondern unmittelbar südwärts der Furche der Alagnonnette (sowie weiter jener des Cérou) auf die Hochebene mit dem Col de la Fageole beim gleichnamigen Ort in fast 1100 m Seehöhe. Im Cantal geht es nun bergab Richtung St. Flour, das weiträumig im östlichen Hinterland der Gorges de l’Ander bis zur Überbrückung der Truyère unmittelbar östlich des berühmten Garabit-Viadukt. Nun geht es südwärts einigermaßen parallel mit der Bahnstrecke Béziers–Neussargues (Ligne des Causses) über die Hochebene bis Aumont-Aubrac. Während die Bahnlinie weiter ostwärts geführt in das Tal des Lot geführt wurde, nimmt die Autoroute den Anstieg zu ihrem Kulminationspunkt, dem Col des Issartets auf etwa 1120 Meter auf. Danach fällt sie zur Querung des Lot bei Banassac wieder um etwa 600 Höhenmeter an den zerfurchten Talflanken (auch jener der Colagne) mit einigen Kunstbauten ab, um sofort wieder Richtung Sévérac-le-Château auf die Hochebene der Causse de Sévérac aufzusteigen.

Etwas weiter südlich gelangt die Trasse an Wurzeln der wild zur Tarnschlucht abfallenden Seitengewässer, steigt aber nicht wie die Eisenbahn Ligne des Causses hinab, sondern bleibt bis zum weltberühmten Viaduc de Millau auf der nördlichen Hochfläche, von der aus in mehr als 300 m Höhe über der Talsohle auf die Causse du Larzac gewechselt wird. Nach deren Durchmessung via La Cavalerie und Le Caylar wird der Abstieg von der Plateaukante des Zentralmassivs an der östlichen Talflanke der Lergue vorgenommen, deren Tal über Lodeve bis zur Niederung des Herault bei Canet genutzt wird. Am westlichen Talbodensaum des Herault geht es dann südwärts weiter bis Pézenas, wo die Autoroute südwestwärts Richtung Béziers im bereits flachen Terrain abdreht. Östlich der Stadt besteht schließlich die Verknüpfung mit der Autoroute A 9.

BauwerkeBearbeiten

Wegen des Verlaufes durch das bergige Zentralmassiv wurden drei Tunnel und acht Großbrücken errichtet. An der größten Brücke zwischen den Anschlussstellen 45 und 46, dem Viaduc de Millau, wird eine Brückenmaut erhoben. Sie ist die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt und führt über das Tal des Tarn.

Der Rastplatz Aire de repos de Garabit bietet einen Panoramablick auf das Truyère-Tal und den Garabit-Viadukt sowie Informationen zu dieser einmaligen Bahnbrücke. Er liegt zwischen Ausfahrt 30 und 31.[1]

Viadukte und Brücken

  • Viaduc de la Violette, 560 m lang, zwischen Anschlussstellen 21 + 22
  • Pont sur la Truyère, 311 m lang, zwischen Anschlussstellen 30 + 31
  • Viaduc du Piou, 414 m lang, zwischen Anschlussstellen 38 + 39
  • Viaduc du Ricoulong, 342 m lang, zwischen Anschlussstellen 38 + 39
  • Viaduc de la Planchette, 221 m lang, zwischen Anschlussstellen 38 + 39
  • Viaduc de Verrières, 710 m lang, zwischen Anschlussstellen 44 + 44.1
  • Viaduc de la Garrigue, 340 m lang, zwischen Anschlussstellen 44.1 + 42
  • Viaduc de Millau, 2500 m lang, zwischen Anschlussstellen 45 + 46
 
Südlicher Beginn der A 75 bei Einfahrt 59 nahe Pézenas

Passhöhen

  • 990 m, zwischen Anschlussstellen 24 + 25
  • Col de la Fageole, 1107 m, zwischen Anschlussstellen 26 + 27
  • Col des Issartets, 1129 m, zwischen Anschlussstellen 36 + 37
  • Col de la Fagette, 882 m, zwischen Anschlussstellen 40 + 41
  • Col d'Engayresque, 888 m, zwischen Anschlussstellen 44 + 44.1

Tunnel

  • Tunnel de Montjezieu, 616 m lang, auf Höhe 650 m, zwischen Anschlussstellen 39.1 + 40
  • Tunnel de Pas d'Escalette, 725 m Höhe Südeingang, 830 m Höhe Nordeingang, zwischen Anschlussstellen 50 +51
  • Tunnel de la Vierge, 474 m zwischen Anschlussstellen 52 + 53

N 1075Bearbeiten

Bei der gegenwärtigen N 1075 handelt es sich um einen Seitenast der A 75, der von der Anschlussstelle 39 zur D 809 (ehemalige N 9) verläuft.

WeblinksBearbeiten

Commons: Autoroute A75 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rastplatzbeschreibung. Abgerufen am 4. November 2017.