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Miradoux (gaskognisch Miradors) ist eine französische Gemeinde mit 502 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Gers in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Condom und zum Gemeindeverband Lomagne Gersoise. Seine Bewohner nennen sich Miradouzains/Miradouzaines.

Miradoux
Miradors
Wappen von Miradoux
Miradoux (Frankreich)
Miradoux
Region Okzitanien
Département Gers
Arrondissement Condom
Kanton Lectoure-Lomagne
Gemeindeverband Lomagne Gersoise
Koordinaten 44° 0′ N, 0° 45′ OKoordinaten: 44° 0′ N, 0° 45′ O
Höhe 79–227 m
Fläche 34,58 km2
Einwohner 502 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 32340
INSEE-Code

Dorfkirche Saint-Orens-et-Saint-Louis

GeografieBearbeiten

Miradoux liegt auf einer Anhöhe rund 48 Kilometer westlich der Stadt Montauban im Nordosten des Départements Gers. Verkehrstechnisch liegt die Gemeinde an der D953 abseits von bedeutenden Fernverkehrswegen.

GeschichteBearbeiten

Der Ort ist eine Station an der Via Podiensis, einem der Pilgerwege nach Santiago de Compostela. Miradoux wurde im Jahr 1253 als Bastide gegründet und ist die älteste noch bestehende Bastide im Département Gers. Der Ort liegt in der Lomagne, die im Mittelalter eine Vizegrafschaft war. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Lectoure. Zudem war Miradoux von 1793 bis 2015 Hauptort des Kantons Miradoux. Die Gemeinde war von 1801 bis 1926 dem Arrondissement Lectoure zugeteilt. Dieses wurde 1926 aufgelöst und die Gemeinde Teil des Arrondissements Condom.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1793 1831 1846 1911 1921 1936 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 1.582 1.778 1.736 1.092 943 978 837 728 654 647 594 497 515 519
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[1]Bearbeiten

  • Dorfkirche Saint-Orens-et-Saint-Louis aus dem 16. Jahrhundert (teils 19. Jahrhundert), Monument historique seit 1978[2]
  • Schloss Château de Fieux mit Kapelle
  • Denkmal für die Gefallenen[3]
  • Quelle und Brunnen Fontaine de Condé
  • mehrere Wegkreuze und Madonnenstatuen
  • Durch die Gemeinde verläuft das Abschnitt AuvillarLectoure des französischen Jakobswegs Via Podiensis.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sehenswürdigkeiten der Gemeinde
  2. Kurzbeschreibung (französisch)
  3. Denkmal für die Gefallenen
  4. Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8 (Rother Wanderführer). S. 127
Jakobsweg „Via Podiensis

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