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LageBearbeiten

Limogne-en-Quercy liegt in einer Höhe von ca. 320 Metern ü. d. M. am südwestlichen Rand des Zentralmassivs im Gebiet der Causse de Limogne. Die nächste Stadt, Cahors, ist etwa 35 Kilometer (Fahrtstrecke) in westlicher Richtung entfernt. Durch Limogne-en-Quercy führt der Fernwanderweg GR 65, welcher weitgehend dem historischen Verlauf des französischen Jakobsweges (Via Podiensis) folgt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 584 591 616 637 618 724 788

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Ort stets zwischen 1.100 und 1.500 Einwohner. Infolge der Reblauskrise im Weinbau und der Mechanisierung der Landwirtschaft ging die Einwohnerzahl seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich bis auf den Tiefststand in den 1960er Jahren zurück.

 
Dolmen Ferrieres Haut

WirtschaftBearbeiten

Im Haut-Quercy wurde traditionell Landwirtschaft betrieben, zu der bis ins 19. Jahrhundert hinein auch der Weinbau gehörte, der aber nach der Reblauskrise nahezu gänzlich aufgegeben wurde. Heute spielt – neben der Vieh- und Geflügelzucht – der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine große Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Im Gebiet von Limogne-en-Quercy gibt es prähistorische Funde und mehrere Dolmen zeugen von menschlicher Besiedlung in der Jungsteinzeit. Aus der Antike wurden die Reste einer römischen Straße entdeckt. Im Mittelalter wurde das Gebiet von der Familie Cènevières und der Benediktiner-Abtei von Marcilhac-sur-Célé beherrscht.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dolmen Pech-Lapeyre

In der Region gibt es eine größere Anzahl von Großsteingräbern (Dolmen)

  • Der Dolmen du Lac d’Aurie auch Pech-Lapeyre genannt, wurde bereits im Jahre 1889 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Die Dolmen Agranel, Ferrières-Haut, Joncas und Pajot wurden im Jahre 1959 unter Schutz gestellt.[2][3][4][5]
  • Ein kleines Regionalmuseum für Volkskunst (Maison du Pays de Limogne) widmet sich den Lebens- und Arbeitsumständen früherer Zeiten.
  • Die neogotische Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1861.
  • An einem Teich steht ein überdachtes Waschhaus (lavoir) aus dem 19. Jahrhundert.

Jakobsweg (Via Podiensis)Bearbeiten

Neben zwei Pilgerherbergen (französisch: Gîte d'étape) gibt es private Unterkünfte (französisch: Chambre d'hôtes) sowie einen Campingplatz. Ebenso gibt es am Ort ein Touristenbüro. Diese Variante des Jakobswegs führt weiter über die Kalkhochfläche des Causse de Limogne nach Varaire und vereinigt sich kurz darauf mit der Célé-Variante, um dann das Lot-Tal in Cahors zum letzten Mal zu berühren. Als Straßenverbindung führt die Strecke D911 nach Cahors.

LiteraturBearbeiten

  • Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dolmen Pech-Lapeyre, Limogne-en-Quercy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Dolmen Agranel, Limogne-en-Quercy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Dolmen Ferrières-Haut, Limogne-en-Quercy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Dolmen Joncas, Limogne-en-Quercy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Dolmen Pajot, Limogne-en-Quercy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
Jakobsweg „Via Podiensis

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