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Berganty ist eine französische Gemeinde mit 114 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Cahors und zum Kanton Causse et Vallées (bis 2015: Kanton Saint-Géry).

Berganty
Berganty (Frankreich)
Berganty
Region Okzitanien
Département Lot
Arrondissement Cahors
Kanton Causse et Vallées
Gemeindeverband Communes du Pays de Lalbenque-Limogne
Koordinaten 44° 27′ N, 1° 39′ OKoordinaten: 44° 27′ N, 1° 39′ O
Höhe 274–377 m
Fläche 6,98 km2
Einwohner 114 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 46090
INSEE-Code

Der Name der Gemeinde stammt vermutlich von der alten Form Bergantinum, die sich vom urkeltischen Wort berg (deutsch Gebirge, Anhöhe) ableitete. Einige Etymologen sehen den Ursprung des Toponyms im languedokischen Wort bragant (deutsch Straßenräuber, Wegelagerer). Somit war das Dorf in früheren Zeiten ein Refugium von Dieben und Plünderern.[1]

Die Einwohner werden Bergantynois und Bergantynoises genannt.[2]

GeographieBearbeiten

Berganty liegt circa 17 Kilometer östlich von Cahors in der historischen Provinz Quercy im Regionalen Naturpark Causses du Quercy.

Umgeben wird Berganty von den drei Nachbargemeinden:

Saint-Cirq-Lapopie
Esclauzels  
Concots

Obwohl an mehreren Stellen das Wasser aus der Erde tritt, durchquert kein Fließgewässer das Gebiet der Gemeinde.[3]

GeschichteBearbeiten

Zwischen 1790 und 1794 wurden die beiden Gemeinden Lapeyre und Farques eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 410. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf rund 75 Einwohner, bevor sich eine Wachstumsphase einstellte, die heute noch anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 123 98 127 112 74 92 96 106 114
 
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[4] INSEE ab 2006[5]

Pfarrkirche Saint-MartinBearbeiten

Die halbrunde Apsis könnte aus dem 12. oder dem 13. Jahrhundert datieren. Sie könnte aber auch das Ergebnis eines Neubaus sein, wie das unregelmäßig ausgebildete Mauerwerk aus Werksteinen und Bruchsteines vermuten lässt. Das Fenster in der Längsachse ist zugemauert. Zwei relativ dünne Strebepfeiler reichen bis zum Gesims, das von Konsole getragen wird. Eine trägt den bildhauerisch nicht weiter ausgebildeten Kopf eines Menschen. Die Jahreszahl „1859“ auf der Nordseite des Langhauses gehört vermutlich zu einer ersten Baumaßnahme im 19. Jahrhundert, bei der die beiden Seitenschiff entstanden sein könnten. In den Jahren 1884 bis 1889 wurde der Glockenturm im Westen nach Plänen des Architekten des Départements, Jean-Gabriel Rodolosse, errichtet. Er trägt die Jahreszahl „1888“.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Berganty liegt in den Zonen AOC des Blauschimmelkäses Bleu des Causses und des Rocamadour, eines Käses aus Ziegenmilch.[7]

 
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[8]
Gesamt = 7

VerkehrBearbeiten

Berganty ist erreichbar über die Routes départementales 8, 52 und 197.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jean-Marie Cassagne: Villes et Villages en pays lotois (fr) Tertium éditions. S. 31. 2013. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  2. Lot (fr) habitants.fr. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  3. Ma commune : Berganty (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  4. a b Notice Communale Berganty (fr) EHESS. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  5. Populations légales 2016 Commune de Berganty (46027) (fr) INSEE. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  6. Gilles Séraphin, Maurice Scellès: église paroissiale Saint-Martin (fr) Départementrat Lot. 3. Oktober 2013. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  7. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  8. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Berganty (46027) (fr) INSEE. Abgerufen am 1. Juni 2019.