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Cambayrac ist eine französische Gemeinde mit 153 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Cahors und zum Kanton Luzech.

Cambayrac
Cambayrac (Frankreich)
Cambayrac
Region Okzitanien
Département Lot
Arrondissement Cahors
Kanton Luzech
Gemeindeverband Vallée du Lot et du Vignoble
Koordinaten 44° 26′ N, 1° 17′ OKoordinaten: 44° 26′ N, 1° 17′ O
Höhe 140–322 m
Fläche 7,39 km2
Einwohner 153 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 21 Einw./km2
Postleitzahl 46140
INSEE-Code
Website mairie-de-cambayrac.e-monsite.com

Bürgermeisteramt (Mairie) von Cambayrac

Der Name leitet sich vom früheren Namen Cambariacum (Villa des Cambarius) ab.[1]

Die Einwohner werden Cambayraciens und Cambayraciennes genannt.[2]

GeographieBearbeiten

Cambayrac liegt circa 13 Kilometer westlich von Cahors in dessen Einzugsbereich (Aire urbaine) in der historischen Provinz Quercy.[3]

Umgeben wird Cambayrac von den fünf Nachbargemeinden:

Albas Saint-Vincent-Rive-d’Olt
Sauzet   Trespoux-Rassiels
Villesèque

Cambayrac liegt im Einzugsgebiet des Flusses Garonne.

Der Ruisseau de Bondoire, ein Nebenfluss des Lot, entspringt in Cambayrac und durchquert das Gebiet der Gemeinde zusammen mit seinem Nebenfluss, dem Ruisseau de Landorre.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 375. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1960er Jahren auf rund 75 Einwohner, bevor sich eine Wachstumsphase einstellte, die bis heute andauert.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 94 74 77 99 109 119 129 144 153
 
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2011[6]

Pfarrkirche La Chaire-de-Saint-PierreBearbeiten

 
Pfarrkirche La Chaire-de-Saint-Pierre

Die Kirche ist der Cathedra Petri, dem Stuhl des heiligen Petrus geweiht. Der Großteil des Gebäudes datiert wahrscheinlich aus dem späten 12. oder dem frühen 13. Jahrhundert. Die Ausstattung des Kreuzrippengewölbes und der Errichtung des Glockengiebels erfolgte nicht vor der Mitte des 16. Jahrhunderts, wenn nicht sogar im darauffolgenden Jahrhundert. Dabei wurden die früheren romanischen Gewölbe ersetzt. Die Fassade datiert aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Antoine Testard de Folmont untersuchte im Jahre 1749 die Kirche um mögliche Reparaturen vorzunehmen, die sein Neffe dann ausführte. Die reiche Ausstattung des Kircheninneren mit Marmor ist auf ihn zurückzuführen. Die Grabkapelle nördlich des Gebäudes wurde im 19. Jahrhundert hinzugefügt.

Das Gebäude besteht aus einem einschiffigen Langhaus mit einer Länge von drei Jochen mit einer halbrunden Apsis und zwei Seitenkapellen, die ein Querschiff bilden. Ein polygonaler Treppenturm ist an der Südseite angebaut. An der Westseite erhebt sich der Glockengiebel mit drei rundbogenförmigen Aussparungen für die Glocken. Der obere Teil des Giebels wurde im 18. Jahrhundert nach dem Geschmack der damaligen Zeit verändert. Langhaus und Apsis sind mit einem Kreuzrippengewölbe versehen. Zwei rundbogenförmige Doppelbögen, von denen einer auf romanische Kapitelle ruht, und Halbsäulen rahmen das erste Joch des Langhauses ein. Die Kapitelle sind mit Blattwerk verziert. Die Abakusse tragen Kartuschen. Die Kreuzrippen zeigen verzierte Schlusssteine und ruhen auf abgerundeten Kämpfern. Die Kirche ist seit dem 5. Oktober 1925 als Monument historique eingetragen.[7][8]

Viele Einrichtungsgegenstände der Kirche, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, sind als Monument historique eingetragen:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Cambayrac liegt in den Zonen AOC

 
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[11]
Gesamt = 32

VerkehrBearbeiten

Cambayrac ist erreichbar über die Routes départementales 12, 23 und 67.

PersönlichkeitenBearbeiten

Paul Thorez, geboren am 14. August 1940 in Moskau, gestorben am 26. Juni 1994 in Castanet-Tolosan, war französischer Journalist. Er ist auf dem Friedhof von Cambayrac bestattet worden.[12]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Cambayrac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jean-Marie Cassagne: Villes et Villages en pays lotois (fr) Tertium éditions. S. 58. 2013. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  2. Lot (fr) habitants.fr. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  3. Aire urbaine de Cahors (162) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  4. Ma commune : Cambayrac (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  5. Notice Communale Cambayrac (fr) EHESS. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  6. Populations légales 2016 Commune de Cambayrac (46050) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  7. église paroissiale de la Chaire-de-Saint-Pierre (fr) Französisches Kultusministerium. 26. November 2015. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  8. Eglise (fr) Französisches Kultusministerium. 13. Oktober 2015. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  9. église Saint-Pierre (fr) Französisches Kultusministerium. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  10. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  11. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Cambayrac (46050) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. Juni 2019.
  12. Informations (fr) L’Humanité. Abgerufen am 11. Juni 2019.