Talange

französische Gemeinde

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Talange
Talange (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Sillon mosellan
Gemeindeverband Rives de Moselle
Koordinaten 49° 14′ N, 6° 10′ OKoordinaten: 49° 14′ N, 6° 10′ O
Höhe 154–184 m
Fläche 3,7 km²
Einwohner 7.781 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 2.103 Einw./km²
Postleitzahl 57525
INSEE-Code
Website www.talange.com
Rathaus (Hôtel de ville)
Kirche St. Jésus-Ouvrier

Talange (deutsch Talingen, lothringisch Taléngen) ist eine französische Gemeinde mit 7781 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Talange liegt in Lothringen, zwölf Kilometer nördlich von Metz, am linken Ufer der Mosel, auf einer Höhe zwischen 154 und 184 m über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 159 m. Das Gemeindegebiet umfasst 3,7 km².

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals 960 als Tatolinga erwähnt.[1][2] Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz.[3]

Talange lag auf der deutschen Seite der ehemaligen deutsch-französischen Sprachgrenze. Der lothringische Dialekt wird aber aufgrund von demographischen Veränderungen kaum noch gesprochen.

In den Kämpfen von Metz mit den Lothringern und Luxemburgern wurde der Ort oft verheert. Vom ehemaligen Schloss waren schon um 1880 keine Überreste mehr vorhanden – an der Stelle befand sich ein Garten.[3]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Futterbau sowie Viehzucht.[3]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten WeLtkriegs
Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 454 5246 6985 8176 8325 7755 7782 7549 7707

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Jésus-Ouvrier

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Talingen, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Talingen (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 277 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 86 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 968 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Talange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 968 (books.google.de).
  2. Walter De Gruyter - Zu den ältesten Berührungen zwischen Römern und Germanen (1970)
  3. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 277 (google.books.de).