Chanville

französische Gemeinde

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Chanville
Chanville (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Faulquemont
Gemeindeverband Sud Messin
Koordinaten 49° 3′ N, 6° 26′ OKoordinaten: 49° 3′ N, 6° 26′ O
Höhe 233–310 m
Fläche 3,89 km²
Einwohner 147 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 38 Einw./km²
Postleitzahl 57580
INSEE-Code

Chanville
Heiligkreuzkirche

Chanville ist eine französische Gemeinde mit 147 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Chanville liegt in Lothringen, etwa 18 Kilometer südöstlich von Metz, neun Kilometer südöstlich von Pange und zehn Kilometer westlich von Faulquemont (Falkenberg). Das Gemeindegebiet umfasst 3,91 km². Die höchste Erhebung des Ortes erreicht 310 m.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde 1316 als Xanville erwähnt.[1] Es gehörte früher zum Bistum Metz.[2]

In der Nähe gab es Gipsvorkommen, deren Abbau in Steinbrüchen bereits in älterer Zeit ein wichtiger Wirtschaftszweig war.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Weinbau sowie Viehzucht und Holzgewerbe. Im Ort gab es eine Ölmühle und eine Gipsmühle.[2]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Von 1915 bis 1918 und 1940 bis 1944 trug das Dorf den eingedeutschten Namen Hanhausen.

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten WeLtkriegs
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 95 105 91 98 104 118 122 147

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Croix (Heiligkreuz) aus dem 18. Jahrhundert, 1844 restauriert
  • Kirche St. Roch aus dem 15. Jahrhundert
  • Kirche St. Sébastien und St. Pierre aus dem 15. Jahrhundert

LiteraturBearbeiten

  • Chanville, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Chanville (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 290 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 93 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 57 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Chanville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 57 (books.google.de).
  2. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 290 (google.books.de).