Sainte-Marie-aux-Chênes

französische Gemeinde

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Sainte-Marie-aux-Chênes
Sainte-Marie-aux-Chênes (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Rombas
Gemeindeverband Pays Orne Moselle
Koordinaten 49° 12′ N, 6° 0′ OKoordinaten: 49° 12′ N, 6° 0′ O
Höhe 205–323 m
Fläche 10,19 km²
Einwohner 4.350 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 427 Einw./km²
Postleitzahl 57255
INSEE-Code
Website http://www.saintemarieauxchenes.fr/index.html
Kirche Mariä Himmelfahrt
Deutscher Soldatenfriedhof

Sainte-Marie-aux-Chênes (deutsch Marieneichen) ist eine französische Gemeinde mit 4350 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Sainte-Marie-aux-Chênes liegt in ehemaligen lothringischen Steinkohlerevier, 18 Kilometer nordwestlich von Metz an der Grenze zum Département Meurthe-et-Moselle auf einer Höhe zwischen 205 und 323 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 10,19 km². Zur Gemeinde gehört die Cité Ida, die als Bergarbeitersiedlung des nahen Schachtes Ida angelegt wurde.

GeschichteBearbeiten

Der kleine Ort wurde im 12. Jahrhundert erstmals als Sancta Maria ad querqus erwähnt. Weitere Ortsbezeichnungen kommen vor als Sancta Maria ad Chesnes (1202), villa de sancta Maria ad Quercus (1462), Sainte Marie au Chelne (1478), Sancta Maria ad Quercum (1544), Sainte-Marie-au-Chesne (1573), Sainte Marie (1594) und Mavie (17. Jh.).[1] Das Dorf gehörte früher zur Grafschaft Bar.[2]

Während der Dritten Schlacht von Metz am 18. August 1870 im Deutsch-Französischen Krieg fanden hier verlustreiche Kampfhandlungen statt.[3][2] Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet.[2]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Im Zweiten Weltkrieg trug er 1940–1944 den verdeutschten Namen Marieneichen.

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen ist ein Redendes Wappen: die Majuskeln S und M stehen für Sainte-Marie als Schutzpatronin der Kirche, die goldene Eiche (französisch= Chêne) auf blauem Grund wird in den Farben des Herzogtums Bar dargestellt.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 3290 3365 3326 3317 3302 3328 3859 4350

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Mariä Himmelfahrt, mit modernem Schiff aus dem Jahr 1773 sowie spätgotischem Turm und Chor[1]
  • Soldatenfriedhöfe und Kriegerdenkmale

LiteraturBearbeiten

  • Sainte Marie aux Chênes, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Sainte Marie aux Chênes (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 275–276 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 85 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 297–298 (books.google.de).

BelegeBearbeiten

  1. a b Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 297–298 (books.google.de).
  2. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 275–276 (google.books.de).
  3. Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 85 (books.google.de).
  4. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Sainte-Marie-aux-Chênes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien