Secourt

französische Gemeinde

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Secourt
Secourt (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Sud Messin
Koordinaten 48° 57′ N, 6° 17′ OKoordinaten: 48° 57′ N, 6° 17′ O
Höhe 227–281 m
Fläche 7,31 km²
Einwohner 199 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 57420
INSEE-Code
Kirche St. Mansuy

Secourt ist eine französische Gemeinde mit 199 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Secourt liegt in Lothringen, 23 Kilometer südöstlich von Metz und zehn Kilometer südöstlich von Verny auf einer Höhe zwischen 227 und 281 m über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 262 m. Das Gemeindegebiet umfasst 7,31 km².

Zur Gemeinde gehört der nordwestlich des Dorfkerns am Bérupt-Bach gelegene Wohnplatz Bérupt.

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz. Der zugehörige Hof Bérupt wurde schon 906 erwähnt.[1] 1681 wurde dieser Hof Beru genannt, 1779 Berus und Berupt.[2]

Hier befand sich ein festes Schloss, das Herzog René II. von Lothringen 1490 auf seinem Feldzug gegen Metz belagerte, von wo er aber von den Metzern zurückgeschlagen wurde, nachdem er bereits eine Bresche geschossen hatte.[1]

Das Dorf wurde 1552 zusammen mit der Region der alten Reichsstadt Metz durch Frankreich besetzt und annektiert, was von Deutschland erst 1648 im Westfälischen Frieden hingenommen wurde.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Wein-, Hopfen- und Obstbau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Das Dorf trug 1915–1919 und 1940–1944 den deutschen Namen Unterhofen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 170 163 168 165 160 185 195 198

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kapelle am Wohnplatz Bérupt, zum Wohngebäude eines ehemaligen Pachthofs ausgebaute spätgotische Kapelle mit Gebäudeteilen aus dem 14. Jahrhundert,[2] die noch im 19. Jahrhundert als Wallfahrtsort gedient hatte[1]
  • Schloss aus dem 14. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert restauriert

LiteraturBearbeiten

  • Secourt, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Secourt (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 303 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 99 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 36 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Secourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 303 (google.books.de).
  2. a b Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 36 (books.google.de).