Lorry-Mardigny

französische Gemeinde

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Lorry-Mardigny
Lorry-Mardigny (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Les Coteaux de Moselle
Gemeindeverband Mad et Moselle
Koordinaten 48° 59′ N, 6° 5′ OKoordinaten: 48° 59′ N, 6° 5′ O
Höhe 187–396 m
Fläche 11,36 km²
Einwohner 657 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 58 Einw./km²
Postleitzahl 57420
INSEE-Code
Website Lorry-Mardigny
Kirche St. Laurent

Lorry-Mardigny ist eine französische Gemeinde mit 657 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Lorry-Mardigny liegt in Lothringen, etwa 16 Kilometer südöstlich von Metz, neun Kilometer westlich von Verny und neun Kilometer nördlich von Pont-à-Mousson in den Hügeln östlich des nahen Moseltales.

Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Autoroute A31 führt durch das Gebiet der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende, aber mehrfach umgeänderte Heiligkreuz-Kirche hatte einst als Wehrkirche gedient und war mehrfach belagert worden.[1] Von dem romanischen Bau der Kirche stehen nur noch die Ostteile und der Turm.[2] 1418 wurde der Ort als Lorey-sous-Froimont erwähnt.[2]

Im Jahr 1552 wurde der Ort zusammen mit der Metzer Region von Frankreich besetzt und annektiert, das sich den Besitz im Westfälischen Frieden bestätigen ließ. Die Dörfer Lorry und Mardigny wurden 1810 zur Gemeinde Lorry-devant-le-Pont (Pont = Pont-à-Mousson) zusammengeschlossen.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und die Gemeinde wurde unter der Namen Lorry-Mardigny dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Obst- und Weinbau sowie Viehzucht.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung. Am 13. November 1940 wurden sämtliche Einwohner evakuiert. Gegen Kriegsende wurde die Ortschaft von im Bündnis mit der Sowjetunion kämpfenden westalliierten Streitkräften eingenommen und dabei fast völlig zerstört. Im Frühjahr 1945 konnten die Einwohner Lorry-Mardignys in ihr Dorf zurückkehren.

Von 1915 bis 1919 trug der Ort den Namen Lorringen-Mardeningen und 1940–1944 Lörringen-Mardeningen.

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 337 341 347 373 449 490 572 657

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lorry-Mardigny, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lorry-Mardigny (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 299–300 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 98 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 276–283 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Lorry-Mardigny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 299–300 (google.books.de).
  2. a b c Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 276–283 (books.google.de).