Hauconcourt

französische Gemeinde

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Hauconcourt
Hauconcourt (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Sillon mosellan
Gemeindeverband Rives de Moselle
Koordinaten 49° 13′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 49° 13′ N, 6° 11′ O
Höhe 155–166 m
Fläche 7,9 km²
Einwohner 596 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 75 Einw./km²
Postleitzahl 57280
INSEE-Code
Website https://www.hauconcourt.fr/
Kirche St. Étienne

Hauconcourt ist eine französische Gemeinde mit 596 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Hauconcourt liegt am linken Ufer der Mosel, etwa 13 Kilometer nördlich von Metz auf einer Höhe zwischen 155 und 166 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 7,91 km².

GeschichteBearbeiten

Der Ort gehörte zum Bistum Metz und wurde 1060 von Gobert als Hauencumeurt der Priorei Notre Dame von Apremont gegeben.[1] Er liegt im Umfeld der historischen deutsch-französischen Sprachgrenze.

Zum Ort gehörte der Hof Amelange, den Erzbischof Hillin von Trier 1161 dem Kloster Justemont gegeben hatte. Das Gehöft war 1444 von Jean und Richard von Amelange befestigt worden und widerstand 1489 den Soldaten Bassompièrres.[2][3]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Landkreis Metz, Bezirk Lothringen, Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.[1] Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

1915–1918 und 1940–1944 trug er den verdeutschten Namen Halkenhofen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 564 629 743 612 537 569 531 599
Quellen: Cassini und INSEE

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Westen des Gemeindegebietes erstreckt sich das große Gewerbegebiet Z.I. Talange-Hauconcourt. Hier haben sich insbesondere Einkaufszentren (Lapeyre, Leroy Merlin, E.Leclerc) sowie ein Haus der Kette Novotel niedergelassen. Im Süden der Gemeinde liegt das Gelände einer ehemaligen Erdölraffinerie (Societe de la Raffinerie de Lorraine).

Im Südwesten des Gemeindegebietes kreuzen sich die Autobahnen A4 und A31.

LiteraturBearbeiten

  • Hauconcourt, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Hauconcourt (meyersgaz.org).
  • Amelange, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Amelange (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 267 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 82 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 194 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 8 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Hauconcourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 267 (google.books.de).
  2. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 8 (books.google.de).
  3. Eugen H. Th. Huhn: Geschichte Lothringens, Band 2, Berlin 1878, S. 58 (books.google.de).