La Maxe

französische Gemeinde

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La Maxe
La Maxe (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Sillon mosellan
Gemeindeverband Metz Métropole
Koordinaten 49° 10′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 49° 10′ N, 6° 11′ O
Höhe 161–167 m
Fläche 7,55 km²
Einwohner 1.011 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 134 Einw./km²
Postleitzahl 57140
INSEE-Code
Kirche St. Baudier
Grange-aux-Dames, nördlich der Stadt Metz auf der linken Seite der Mosel, gegenüber Fort Manteuffel, auf einem Plan der Umgebung von Metz um 1900

La Maxe (deutsch Maxe) ist eine französische Gemeinde mit 1011 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

La Maxe liegt in Lothringen, auf der linken Seite der Mosel, fünf Kilometer nördlich von Metz auf einer Höhe zwischen 161 und 167 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 7,55 km².

GeschichteBearbeiten

Ältere Ortsbezeichnungen sind unter anderem Marax (1325), La grant Mairs, La petite Mairs (1404), Maixe (1622), La grande Maize (1681) und La petite Maize.[1] Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz.[2]

Zum Dorf gehörten unter anderem der Hof Saint-Baudier mit Kirche (St. Baudier),[3] der Hof La Grange-aux-Dames, früher ein Nonnenkloster, und der Weiler Thury (Turie), in dem sich einst ein Prämonstratenser-Kloster befunden hatte. Nach einem Mosel-Hochwasser in dem Überschwemmungsgebiet zogen die Mönche in das Kloster Justemont um. Später kehrte ein Teil der Mönche nach Thury zurück, und es wurde eine Teilung der Klostergüter vorgenommen.[2]

Während des Deutsch-Französischen Kriegs brannte der Ort am 27. und 28. September 1870 nieder.[2] Am 2. und 8. Oktober 1780 fanden hier heftige Ausfallgefechte statt.[4]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

1915–1918 und 1940–1944 trug der Ort den deutschen Namen Masch.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 449 505 650 691 735 823 837 1011

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Industriegebiet im Süden der Gemeinde liefert ein Kohlekraftwerk des Betreibers EDF Strom und Wärme für die nahe Großstadt Metz.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Maxe, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Maxe (meyersgaz.org).
  • Thury, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Thury (meyersgaz.org).
  • Grange aux Dames, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Grange aux Dames (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 269 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 82 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 310 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 30–31 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 182–183 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 989–990 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: La Maxe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 310 (books.google.de).
  2. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 269 (google.books.de).
  3. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 30–31 (books.google.de).
  4. Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 82 (books.google.de).