Flévy

französische Gemeinde

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Flévy
Flévy (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Pays messin
Gemeindeverband Rives de Moselle
Koordinaten 49° 14′ N, 6° 15′ OKoordinaten: 49° 14′ N, 6° 15′ O
Höhe 172–259 m
Fläche 11,58 km²
Einwohner 546 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 47 Einw./km²
Postleitzahl 57365
INSEE-Code
Rathaus- und Schulgebäude
Kirche Notre-Dame

Flévy (deutsch Flaich, 1940–1944 Karlshof, lothringisch Flaiweg) ist eine französische Gemeinde mit 546 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Flévy liegt in Lothringen, in einem Seitental der Mosel, etwa 15 Kilometer nördlich von Metz und sechs Kilometer nordwestlich von Vigy, auf einer Höhe zwischen 172 und 259 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 11,52 km².

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1404 als Flaivey erwähnt.[1][2] Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz.[3] Deutsche Schreibweisen lauteten: Fleche (1468), Fleichen (1490/1513), Fleeche (1495), Fleiche (1510)[4], Flaich (1915–1919) und Karlshof (1940–1944).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau.[3]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 309 318 370 381 424 494 567 546

LiteraturBearbeiten

  • Flévy, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Flévy (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 307 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 102 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 144 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Flévy – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 144 (books.google.de).
  2. Ernest de (1826-1883) Auteur du texte Bouteiller, Jules (1821-1877) Auteur du texte Thilloy: Dictionnaire topographique de la France. , Dictionnaire topographique de l'ancien département de la Moselle : comprenant les noms de lieu anciens et modernes / rédigé en 1868 sous les auspices de la Société d'archéologie et d'histoire de la Moselle ; par M. de Bouteiller,... 1874 (bnf.fr [abgerufen am 23. Juni 2022]).
  3. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 307 (google.books.de).
  4. Monika Buchmüller-Pfaff - Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter (1990)