Coincy (Moselle)

Gemeinde in Frankreich

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Coincy
Coincy (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Metz
Kanton Le Pays messin
Gemeindeverband Haut Chemin-Pays de Pange
Koordinaten 49° 7′ N, 6° 17′ OKoordinaten: 49° 7′ N, 6° 17′ O
Höhe 194–259 m
Fläche 7,17 km²
Einwohner 326 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km²
Postleitzahl 57530
INSEE-Code

Coincy

Coincy ist eine französische Gemeinde mit 326 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Coincy liegt in Lothringen, acht Kilometer östlich der Stadtmitte von Metz und acht Kilometer nordwestlich von Pange.

Zu Coincy gehören die beiden Weiler Colombey (1916–1917 eingedeutscht Taubenhof), an einem Bach liegend und durch die Schlacht bei Colombey 1870 bekannt geworden, sowie Aubigny (1916–1918 und 1940–1944 eingedeutscht Albenach).

GeschichteBearbeiten

Coincy leitet sich von dem lateinischen Quintus ab, der Ort wurde im 10. Jahrhundert erstmals als Consiagus erwähnt. Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz.[1] Im Ortsteil Aubigny sind Reste gallischer Wohnungen gefunden worden.[2]

In einer Urkunde König Heinrichs V. von 1111 wurde die Kirche von Colombey als Eigentum der Abtei Senones erwähnt, 1123 wurde es ihr von Papst Calixt II. bestätigt.[3] Während der Kriegshandlungen im Deutsch-Französischen Krieg wurde das Kirchenschiff zerstört, es blieb jedoch der romanische Turm aus dem 13. Jahrhundert erhalten, der ein modernes Haubendach hat. Am 27. September 1870 ging Schloss Colombey in Flammen auf.[1][4]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Weinbau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg war die Region seit Juni 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung. Ein Teil der Einwohner wurde vor Kriegsende evakuiert. Am 21. November 1944 wurde der Ort von im Bündnis mit der Sowjetunion kämpfenden westalliierten Streitkräften eingenommen.

Der Ortsname wurde 1915–1919 in Konzich eingedeutscht.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Blau ein sechsmal silbern-rot gestückter Pfahl. Es handelt sich um das Wappen der Familie Belchamps aus Metz, die die Herrschaft über Coincy im 18. Jahrhundert besaß.[5]

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten WeLtkriegs
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 116 107 137 202 272 286 310 326

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Ruine der Kirche St. Nabor im Ortsteil Colombey, mit romanischem Turm aus dem 13. Jahrhundert mit modernem Haubendach[3]
  • Ruinenreste von Schloss Colombey

LiteraturBearbeiten

  • Coincy, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Coincy (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 291 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 93 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 20 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 76 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Coincy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 291 (google.books.de).
  2. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 20 (books.google.de).
  3. a b Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 76 (books.google.de).
  4. Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 93 (books.google.de).
  5. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)