Hauptmenü öffnen

Courcelles-Chaussy

französische Gemeinde

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Courcelles-Chaussy
Wappen von Courcelles-Chaussy
Courcelles-Chaussy (Frankreich)
Courcelles-Chaussy
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Metz
Kanton Le Pays messin (Hauptort)
Gemeindeverband Haut Chemin-Pays de Pange
Koordinaten 49° 7′ N, 6° 24′ OKoordinaten: 49° 7′ N, 6° 24′ O
Höhe 207–307 m
Fläche 19,02 km2
Einwohner 3.092 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 163 Einw./km2
Postleitzahl 57530
INSEE-Code
Website http://www.courcelleschaussy.com

Schloss Urville und Kaiser Wilhelm II.

Courcelles-Chaussy (deutsch Kurzel, 1940 bis 1944 Kurzel an der Straße) ist eine französische Gemeinde mit 3092 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Courcelles-Chaussy liegt an der Französischen Nied, 15 Kilometer östlich von Metz.

GeschichteBearbeiten

Auf dem Gebiet der Gemeinde finden sich Überreste von Villen aus der Römerzeit. Sie bildete sich im Mittelalter aus den beiden Ortsteilen Courcelles (1178 erwähnt als Curcellis[1] 1448: Kürtzel, 1462: Kortzel, 1542: Courtzell[2]) und Chaussy (bereits um 610 als Calciago erwähnt, deutsch Kelsch),[1] die zu beiden Seiten der alten Römerstraße nach Metz lagen. 1552 kam Courcelles-Chaussy zu Frankreich und wurde ein regionales Zentrum der Hugenotten, die dort Anfang des 19. Jahrhunderts eine Kirche errichteten. 1812 wurde das Nachbardorf Pont-à-Chaussy (1270 erwähnt als Kurtzebrucken,[1] deutsch Kalscherbruck)[3] eingemeindet.

Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort zum Deutschen Reich und wurde durch das Château d'Urville (Schloss Urville bzw. Urweiler) bekannt, das nach Renovierung und Umbau eine Sommerresidenz Wilhelms II. war.

1973 wurde das Nachbardorf Landonvillers (Landenweiler, 1940 bis 1944 Ladenweiler) eingemeindet. Es besitzt ein barockes Schloss, das zwischen 1904 und 1906 nach Plänen von Bodo Ebhardt erheblich erweitert wurde, wobei ihm ein mittelalterlicher Charakter verliehen werden sollte.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2013
Einwohner 1.238 1.240 1.708 2.263 2.365 2.391 2.954 3.054

WeblinksBearbeiten

  Commons: Courcelles-Chaussy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Wolfgang Haubrichs: Warndtkorridor und Metzer Romanenring: Überlegungen zur siedlungs-geschichtlichen und sprachgeschichtlichen Bedeutung der Doppelnamen und des Namenwechsels in Lothringen. In: Ortsnamenwechsel Bamberger Symposion, 1986, Seite 269, 272, 280.
  2. Bärbel Kuhn, Martina Pitz, Andreas Schorr – "Grenzen" ohne Fächergrenzen: interdisziplinäre Annäherungen
  3. Bekanntmachung, betreffend die Änderung französischer Außenortsnamen, vom 9. April 1917. In: Zentral- und Bezirks-Amtsblatt für Elsaß-Lothringen, Nr. 16/1917, Seiten 353–360.