Mieke Kröger

deutsche Radrennfahrerin

Mieke Kröger (* 18. Juli 1993 in Bielefeld) ist eine deutsche Radrennfahrerin. 2021 wurde sie Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Europameisterin in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn sowie Weltmeisterin in der Mixed-Staffel auf der Straße. Im selben Jahr wurde der deutsche Bahn-Vierer, deren Mitglied sie war, zur Mannschaft des Jahres gekürt.

Mieke Kröger
Mieke Kröger mit ihrer Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung von den Olympischen Spielen 2020
Mieke Kröger mit ihrer Goldmedaille in der
Mannschaftsverfolgung von den Olympischen Spielen 2020
Zur Person
Geburtsdatum 18. Juli 1993
Nation Deutschland Deutschland
Disziplin Straße/Bahn
Zum Team
Aktuelles Team Human Powered Health Women
Funktion Fahrerin
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
2009–2012 RV Teutoburg Brackwede
Internationale Team(s)
2013
2014
2015–2017
2018–2019
2020–2021
2022
Futurumshop.nl
Futurumshop.nl-Zannata
Velocio-SRAM
Team Virtu Cycling Women
Hitec Products-Birk Sport
Human Powered Health Women
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
2021 Gold medal.svg – Mannschaftsverfolgung
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
2021 Weltmeister – Mixed-Staffel
2015 Weltmeister – Mannschaftszeitfahren
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2021 Weltmeister – Mannschaftsverfolgung
UEC-Straßen-Europameisterschaften
2020 Europameister2016 – Mixed-Staffel
Letzte Aktualisierung: 16. April 2021
Silber bei den Bahn-Europameisterschaften 2019 (v. l. n. r.): Kröger, Lisa Klein, Gudrun Stock, Franziska Brauße, Lisa Brennauer
Mieke Kröger (M.) als Europameisterin im Einzelzeitfahren (U23) mit Olga Schekel (l.) und Corinna Lechner (2014)

Sportliche LaufbahnBearbeiten

2009 errang Mieke Kröger Siege bei „Rund in Schwerte“, dem „Erftpokal von Quadrath“ und dem „Brackweder Radrennen“, jeweils in der Klasse U 17 weiblich. 2010 und 2011 wurde sie deutsche Juniorinnen-Meisterin im Einzelzeitfahren auf der Straße. Bei der Bahn-DM in Cottbus belegte sie 2010 in der Einerverfolgung den dritten Platz bei den Juniorinnen. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften im selben Jahr wurde sie trotz eines Sturzes Achte im Straßenrennen. 2011 wurde sie in Meiningen zunächst deutsche Meisterin der Juniorinnen im Straßenrennen, wenig später in Berlin in der Einerverfolgung auf der Bahn. Im August desselben Jahres errang sie in Moskau den Weltmeistertitel der Juniorinnen in der Verfolgung.

Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2011 im September desselben Jahres errang Kröger Bronze im Einzelzeitfahren der Juniorinnen. 2012 belegte sie bei den Straßen-Europameisterschaften der Junioren und U23 im niederländischen Goes den zweiten Platz im Einzelzeitfahren (U23).[1] Im Jahr danach wurde sie in Brünn Fünfte des Einzelzeitfahrens bei der EM im Straßenrennen (U23).

2014 wurde Mieke Kröger Europameisterin (U23) im Einzelzeitfahren sowie in der Einerverfolgung. Bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften der Junioren/U23 2015 in Athen holte sie mit Gudrun Stock, Lisa Klein und Anna Knauer die Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung sowie die Bronzemedaille in der Einerverfolgung. Bei den folgenden UEC-Straßen-Europameisterschaften der Junioren/U23 2015 im estnischen Tartu wurde sie zum zweiten Mal Europameisterin im Einzelzeitfahren (U23).

Bei den Straßenweltmeisterschaften 2015 in Richmond (Virginia) wurde Mieke Kröger mit ihrem Team Velocio-SRAM Weltmeisterin im Teamzeitfahren. 2016 gewann sie das Straßenrennen der deutschen Meisterschaften in Erfurt. Sie wurde zudem für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nominiert, wo sie gemeinsam mit Charlotte Becker, Stephanie Pohl und Gudrun Stock Platz neun in der Mannschaftsverfolgung belegte. Bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften 2018 errang sie gemeinsam mit Lisa Brennauer, Gudrun Stock und Charlotte Becker die Bronzemedaille in der Mannschaftsverfolgung, im Jahr darauf, bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften 2019 in Apeldoorn errang sie mit Lisa Brennauer, Gudrun Stock, Lisa Klein und Franziska Brauße Silber in dieser Disziplin.

Auf der Straße war Kröger 2019 ebenfalls erfolgreich: Sie gewann die Lotto Belgium Tour, zwei Etappen von Gracia Orlová und eine Etappe der Healthy Ageing Tour. Jeweils Silber gewann sie mit der Mixed-Staffel bei den Europameisterschaften sowie bei den Weltmeisterschaften. 2020 wurde sie mit der deutschen Mixed-Staffel Europameisterin.

2021 wurde Mieke Kröger für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio nominiert, wo sie in der Mannschaftsverfolgung mit Klein, Brennauer und Brauße Olympiasiegerin wurde.[2] Während des olympischen Wettbewerbs stellte der deutsche Frauen-Vierer drei Mal hintereinander einen neuen Weltrekord auf und konnte letztlich den bestehenden Rekord des britischen Vierers von den Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro um rund sechs Sekunden auf 4:04,249 Minuten verbessern.[3] Bei den Straßenweltmeisterschaften 2021 errang sie mit der deutschen Mannschaft den Titel in der Mixed-Staffel.[4]

EhrungenBearbeiten

Im November 2021 wurde Mieke Kröger mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt.[5] Im Dezember des Jahres wurde sie als Mitglied des Bahn-Vierers gemeinsam mit Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Laura Süßemilch zur Mannschaft des Jahres gekürt.[6]

Gesellschaftliches EngagementBearbeiten

Mieke Kröger war 2017 Jubiläumsbotschafterin der Von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.[7]

ErfolgeBearbeiten

BahnBearbeiten

2010
  •   Deutsche Bahn-Meisterschaften – Einerverfolgung (Jun.)
2011
2011
  •   Deutsche Bahn-Meisterschaften – Einerverfolgung (Jun.)
2012
  •   Deutsche Meisterschaft – Einerverfolgung
2013
  •   Deutsche Meisterschaft – Omnium
2014
2015
2018
2019
2021

StraßeBearbeiten

2010
  •   Deutsche Straßenmeisterschaft – Straßenrennen (Jun.)
  •   Deutsche Straßenmeisterschaft – Einzelzeitfahren (Jun.)
2011
2012
2013
  •   Deutsche Bergmeisterschaften
2014
  •   Europameisterschaft – Einzelzeitfahren (U23)
2015
2016
  •   Deutsche Meisterschaft – Straßenrennen
2019
2020
2021

WeblinksBearbeiten

Commons: Mieke Kröger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nederlands goud op EK wielrennen in Zeeland auf pzc.nl (niederländisch)
  2. DOSB nominiert Bahnradsportler für Tokio. In: rad-net.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 29. Juni 2021.
  3. Gold und Weltrekord für Bahnrad-Vierer der Frauen. In: zeit.de. 3. August 2021, abgerufen am 3. August 2021.
  4. Rad-WM 2021: Deutsche Mixed-Staffel gewinnt Gold. In: eurosport.de. 22. September 2021, abgerufen am 23. September 2021.
  5. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. In: bundespraesident.de. 8. November 2021, abgerufen am 22. Dezember 2021.
  6. jmi: Sportler des Jahres: Zverev, Mihambo und Bahnrad-Frauen triumphieren 2021. In: Focus Online. 19. Dezember 2021, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  7. Mieke Kröger. In: bethel.de. Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, abgerufen am 16. April 2021.