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Judith „Jutta“ Niehaus, verh. Tiemann (* 10. Januar 1964 in Bocholt) ist eine ehemalige deutsche Radrennfahrerin.

Jutta Niehaus gehörte in den 1980er Jahren zu den erfolgreichsten Radrennfahrerinnen Europas, auf der Straße wie auf der Bahn. Ab 1981 gehörte sie zum Nationalkader des Bundes Deutscher Radfahrer, 1984 nahm sie erstmals an UCI-Straßen-Weltmeisterschaften teil.

1988 startete Niehaus bei den Olympischen Spielen in Seoul im Straßenrennen und errang im Sprint knapp hinter der Niederländerin Monique Knol die Silbermedaille. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona stürzte sie im Straßenrennen und wurde deshalb nur 44. Insgesamt errang Jutta Niehaus drei deutsche Meisterschaften, 13 Vize-Meisterschaften, wurde zweimal Sechste bei Weltmeisterschaften und errang je einen Etappensieg bei der Tour Cycliste Féminin sowie beim Giro d’Italia Femminile. 1992 trat sie vom Radsport zurück.

Für den Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1988 erhielt sie das Silberne Lorbeerblatt.

1988 wurde Jutta Niehaus zur ersten „Radsportlerin des Jahres“ gewählt und im Jahr danach ein zweites Mal.[1]

Heute ist Jutta Niehaus bei der Bocholter Stadtverwaltung tätig.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Radsport, 14. Dezember 1988