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Grande Boucle Féminine

Ehemaliges Radrennen für Frauen

Die Grande Boucle Féminine oder Grande Boucle Féminine Internationale, war ein Rad-Etappenrennen der Frauen in Frankreich. Es hieß bis 1997 Tour Cycliste Féminin und war das Gegenstück zur Tour de France der Männer, die oft als Grande Boucle bezeichnet wird. Seit 1998 durften die Veranstalter aus markenrechtlichen Gründen den Begriff Tour nicht mehr verwenden. Dennoch waren in der Öffentlichkeit weiter die Bezeichnungen «Tour de France Féminin»[1] sowie im deutschsprachigen Raum «Tour de France der Frauen»[2] geläufig.

GeschichteBearbeiten

Das Rennen wurde seit dem Jahr 1984 zeitlich und organisatorisch getrennt von der Tour de France der Männer ausgetragen, zielte aber in der Gestaltung und mit einem Umfang von zehn bis fünfzehn Etappen ursprünglich auf eine der Männer-Tour vergleichbare Sonderstellung innerhalb des Frauensports.

 
Die Grande Boucle Féminine – Passüberquerung am Col d’Izoard (1986)

Nach der ersten Austragung 1984 wurde die Tour Cycliste Féminin fünf Jahre lang von den Ausnahmeathletinnen Jeannie Longo und Maria Canins dominiert, die jeweils die ersten beiden Plätze unter sich ausmachten. Die Frauen-Tour erreichte nicht dauerhaft die angestrebte Aufmerksamkeit und wurde aufgrund von Rechtsstreitigkeiten und Sponsorenmangel 1990 und 1991 sowie 2004 nicht ausgetragen.

Zwischen 2005 und 2009 fand das Rennen mit reduziertem Programm und nur noch vier bis sieben Etappen wieder statt.[1][2]

2009 fand die vorerst letzte Austragung statt.

RennenBearbeiten

2007Bearbeiten

Gesamtwertung: Vereinigtes Konigreich  Nicole Cooke 11:52:32 h
Punktewertung (Radsport): Schweiz  Priska Doppmann 98 Pkt.
Nachwuchswertung: Ukraine  Olena Andruk 12:06:25 h
Mannschaftswertung: Schweiz  Raleigh Lifeforce Creation 35:43:00 h

2008Bearbeiten

Gesamtwertung: Osterreich  Christiane Soeder 16:21:35 h
Punktewertung (Radsport): Litauen  Diana Žiliūtė 97 Pkt.
Bergwertung: Litauen  Jolanta Polikevičiūtė 87 Pkt.
Nachwuchswertung: Italien  Elena Berlato 16:42:22 h
Mannschaftswertung: Schweiz  Cervelo Lifeforce Pro Cycling Team 49:22:26 h

2009Bearbeiten

Gesamtwertung: Vereinigtes Konigreich  Emma Pooley 7:24:36 h
Punktewertung (Radsport): Osterreich  Christiane Soeder
Bergwertung: Polen  Maja Włoszczowska
Nachwuchswertung: Niederlande  Marianne Vos 7:25:10 h

Gewinnerinnen der Grande Boucle FéminineBearbeiten

Jahr Erste Zweite Dritte
2009 Vereinigtes Konigreich  Emma Pooley Osterreich  Christiane Soeder Niederlande  Marianne Vos
2008 Osterreich  Christiane Soeder Schweiz  Karin Thürig Vereinigtes Konigreich  Nicole Cooke
2007 Vereinigtes Konigreich  Nicole Cooke -2- Schweiz  Priska Doppmann Vereinigtes Konigreich  Emma Pooley
2006 Vereinigtes Konigreich  Nicole Cooke -1- Frankreich  Maryline Salvetat Weissrussland  Tatjana Scharakowa
2005 Schweiz  Priska Doppmann Frankreich  Edwige Pitel Osterreich  Christiane Soeder
2004 Rennen nicht ausgetragen
2003 Spanien  Joane Somarriba -3- Schweiz  Nicole Brändli Deutschland  Judith Arndt
2002 Weissrussland  Sinaida Stahurskaja Schweden  Susanne Ljungskog Spanien  Joane Somarriba
2001 Spanien  Joane Somarriba -2- Italien  Fabiana Luperini Deutschland  Judith Arndt
2000 Spanien  Joane Somarriba -1- Litauen  Edita Pučinskaitė Frankreich  Geraldine Loewenguth
1999 Litauen 1989  Diana Žiliūtė Russland  Walentina Polchanowa Litauen  Edita Pučinskaitė
1998 Litauen 1989  Edita Pučinskaitė Italien  Fabiana Luperini Italien  Alessandra Cappellotto
1997 Italien  Fabiana Luperini -3- Schweiz  Barbara Heeb Kanada  Linda Jackson
1996 Italien  Fabiana Luperini -2- Litauen  Rasa Polikevičiūtė Frankreich  Jeannie Longo
1995 Italien  Fabiana Luperini -1- Frankreich  Jeannie Longo Schweiz  Luzia Zberg
1994 Russland  Walentina Polchanowa Litauen  Rasa Polikevičiūtė Frankreich  Cecile Odin
1993 Niederlande  Leontien van Moorsel -2- Frankreich  Marion Clignet Belgien  Heidi Van De Vijver
1992 Niederlande  Leontien van Moorsel -1- Frankreich  Jeannie Longo Belgien  Heidi Van De Vijver
1991 Rennen nicht ausgetragen
1990 Rennen nicht ausgetragen
1989 Frankreich  Jeannie Longo -3- Italien  Maria Canins Vereinigte Staaten  Inga Thompson
1988 Frankreich  Jeannie Longo -2- Italien  Maria Canins Australien  Elisabeth Hepple
1987 Frankreich  Jeannie Longo -1- Italien  Maria Canins Deutschland Bundesrepublik  Ute Enzenauer
1986 Italien  Maria Canins -2- Frankreich  Jeannie Longo Vereinigte Staaten  Inga Thompson
1985 Italien  Maria Canins -1- Frankreich  Jeannie Longo Frankreich  Cecile Odin
1984 Vereinigte Staaten  Mary Ann Martin Niederlande  Heleen Hage Vereinigte Staaten  Deborah Shumway

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Artikel Tour de France Féminin in der englischen Wikipedia
  2. a b Artikel Tour de Francein der Sport-Wikipedia (Memento des Originals vom 1. August 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.sports-wiki.net