Max Walscheid

deutscher Radrennfahrer

Maximilian Richard Walscheid (* 13. Juni 1993 in Neuwied) ist ein deutscher Radrennfahrer. Er gilt als Sprintspezialist.[1]

Max Walscheid
Max Walscheid (2016)
Max Walscheid (2016)
Zur Person
Geburtsdatum 13. Juni 1993
Nation Deutschland Deutschland
Disziplin Straße
Fahrertyp Sprinter
Körpergröße 199 cm
Renngewicht 90 kg
Zum Team
Aktuelles Team Cofidis
Funktion Fahrer
Internationale Team(s)
2012–2014
2015
2016–2019
2020–2021
2022–
Raiko / Stölting
Team Kuota-Lotto
Giant / Sunweb
NTT / Qhubeka
Cofidis
Wichtigste Erfolge
Weltmeister Weltmeister Mixed-Staffel 2021
Münsterland Giro 2018
Grand Prix de Denain 2022
Letzte Aktualisierung: 17. März 2022

KarriereBearbeiten

Walscheid machte sein Abitur 2012 am Werner-Heisenberg-Gymnasium Neuwied, wo er bereits während seines Schulbesuchs von der Leichtathletik zum Radrennsport wechselte.[2]

Walscheid gewann 2014 zwei Etappen der Berlin-Rundfahrt und wurde Deutscher U23-Straßenmeister. Im Jahr 2015 gewann er eine Etappe der Berlin-Rundfahrt, bei der er außerdem Zweiter der Gesamtwertung wurde und das belgische Eintagesrennen Kernen Omloop Echt-Susteren. Diese Wettbewerbe gewann er jeweils im Sprint des Hauptfelds bzw. mit wenigen Sekunden Vorsprung. Cottbus–Görlitz–Cottbus konnte er ebenfalls 2015 für sich entscheiden.

Zum Saisonende 2015 schloss er sein 1. Staatsexamen in Medizin ab und fuhr als Stagiaire beim UCI WorldTeam Giant-Alpecin, für das er den Klassiker Paris-Tours als 35. und damit als bester Deutscher beendete. Das Team gab ihm einen regulären Vertrag für die Jahre 2016 und 2017.[1] Er bleib bei dieser Mannschaft bis Ende 2019

Am 23. Januar 2016 wurde Walscheid – wie seine Mannschaftskollegen John Degenkolb, Warren Barguil, Ramon Sinkeldam, Chad Haga und Fredrik Ludvigsson – bei einer Trainingsfahrt nahe dem spanischen Calpe bei einem Unfall verletzt und erlitt einen Hand- und Schienbeinbruch.[3]

Nach seiner Genesung wurde Walscheid im Sprint des Hauptfeldes Zweiter der Deutsche Straßenmeisterschaften hinter André Greipel. Im Oktober 2016 gewann er bei der Tour of Hainan die dritte Etappe im Sprint, nachdem er auf der ersten Etappe Zweiter wurde, weil er zu früh jubelte. Dieser Etappensieg war sein erster Sieg bei einem Rennen hors categorie.[4] Anschließend gewann er jeweils im Sprint vier weitere Etappen der Rundfahrt. Im Jahr 2017 gewann Walscheid für das Team Sunweb eine Etappe der Dänemark-Rundfahrt und 2018 eine Etappe der Tour de Yorkshire. Am 3. Oktober 2018 entschied er den Sparkassen-Münsterland-Giro vor John Degenkolb und Nils Politt für sich. 2019 gewann er den Omloop van het Houtland. 2020 wechselte er zum NTT Pro Cycling Team und gewann zwei Etappen sowie die Punktewertung der Tour de Langkawi.

Nach zwei Jahren bei der südafrikanischen Team Qhubeka wechselte Walscheid zur Saison 2022 zur Cofidis (Radsportteam)-Mannschaft. Für dieses Team gewann er im Massensprint das UCI-ProSeries-Rennen Grand Prix de Denain, nachdem er am Vortag ebenfalls im Sprint Zweiter von Nokere Koerse, ebenfalls Teil der ProSeries, wurde.[5] Eine Woche später wurde er beim Training in Deutschland erheblich verletzt, als ein abbiegender Autofahrer seine Vorfahrt missachtete.[6] Beim Wheele Contest des YouTube Kanals Tour de Tietema gewann Walscheid mit 5 Minuten und 19 Sekunden über 1420 m.[7]

ErfolgeBearbeiten

 
Max Walscheid beim Sieg des Münsterland-Giro 2018

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

WeblinksBearbeiten

Commons: Max Walscheid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Für Walscheid geht ein Traum in Erfüllung. radsport-news.com, 15. Oktober 2015, abgerufen am 16. November 2015.
  2. WHG Alumni, Homepage des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, abgerufen am 11. April 2019.
  3. Degenkolb und Teamkollegen im Trainingslager von Auto umgefahren. radsport-news.com, 23. April 2015, abgerufen am 30. März 2016.
  4. Diesmal vollendet Walscheid den Lead-out seines Teams. radsport-news.com, 24. Oktober 2016, abgerufen am 24. Oktober 2016.
  5. Walscheid fährt seinen ersten Sieg für Cofidis ein. In: radsport-news.com. 17. März 2022, abgerufen am 17. März 2022.
  6. Max Walscheid victime d'un accident (fr) In: Équipe Cofidis. 25. März 2022. Abgerufen am 25. März 2022.
  7. PELOTON MACHT WHEELIES 😂 [UNGLAUBLICHER REKORD] (nl) In: YouTube. 13. Juli 2022. Abgerufen am 18. Juli 2022.