Letizia Paternoster

italienische Radsportlerin
Letizia Paternoster Straßenradsport
Letizia Paternoster (2018)
Letizia Paternoster (2018)
Zur Person
Geburtsdatum 22. Juli 1999 (21 Jahre)
Nation ItalienItalien Italien
Disziplin Straße / Bahn (Ausdauer)
Zum Team
Aktuelles Team Trek-Segafredo
Funktion Fahrer
Verein(e)
2013
2014–2017
Team Femminile Trentino. Ass. Dil.
S.C. Vecchia Fontana
Team(s)
2018
2019-
Astana Women’s Team
Trek-Segafredo
Wichtigste Erfolge
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2018 Bronze – Zweier-Mannschaftsfahren
2018 Bronze – Mannschaftsverfolgung
2020 Silber – Omnium
2020 Bronze – Zweier-Mannschaftsfahren (Madison)
UEC-Bahn-Europameisterschaften
2017 Weltmeister – Mannschaftsverfolgung
Letzte Aktualisierung: 6. März 2020

Letizia Paternoster (* 22. Juli 1999 in Cles) ist eine italienische Radsportlerin, die Rennen auf Bahn und Straße bestreitet.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Im Juni 2016 entschied Letizia Paternoster eine Etappe des Albstadt-Frauen-Etappenrennens in der Kategorie Juniorinnen für sich. Im Juli wurde sie im italienischen Montichiari dreifache Junioren-Europameisterin in den Bahn-Wettbewerben Punktefahren, Scratch sowie mit Elisa Balsamo, Martina Stefani und Chiara Consonni in der Mannschaftsverfolgung. Nur wenige Tage später errang sie auf der Radrennbahn des Centre Mondial du Cyclisme (World Cycling Center) im schweizerischen Aigle zwei Junioren-Weltmeistertitel, im Punktefahren sowie ebenfalls gemeinsam mit Balsamo, Stefani und Consonni in der Mannschaftsverfolgung. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2016 in Doha belegte sie im Straßenrennen der Juniorinnen Platz fünf.

Im Jahr darauf wurde Paternoster zweifache italienische Junioren-Meisterin auf der Straße, im Straßenrennen und im Einzelzeitfahren. Wenige Wochen später holte sie bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften der Junioren/U23 2017 in Sangalhos in Portugal fünf Titel in den Ausdauerdisziplinen Einerverfolgung, Ausscheidungsfahren, Omnium, Mannschaftsverfolgung (mit Chiara Consonni, Martina Fidanza und Vittoria Guazzini) sowie gemeinsam mit Consonni im erstmals von Juniorinnen ausgetragenen Zweier-Mannschaftsfahren. Zudem stellte sie am 20. Juli 2017 mit 2:20,92 min einen neuen Juniorinnen-Weltrekord in der Einerverfolgung auf. Damit war sie die überragende Athletin bei diesen Europameisterschaften.

Wenige Wochen später errang sie bei den Junioren-Europameisterschaften auf der Straße eine Silbermedaille im Einzelzeitfahren sowie eine bronzene im Straßenrennen. Bei den Bahneuropameisterschaften im selben Jahr in Berlin wurde sie (mit Elisa Balsamo, Tatiana Guderzo und Silvia Valsecchi) Europameisterin in der Mannschaftsverfolgung.

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2018 in Apeldoorn errang Letizia Paternoster gemeinsam mit Maria Giulia Confalonieri jeweils die Bronzemedaille im Zweier-Mannschaftsfahren sowie in der Mannschaftsverfolgung und damit ihre erste WM-Medaillen in der Elite. Beim dritten Lauf des Bahnrad-Weltcups 2018/19 in Berlin stürzte sie während des Zweier-Mannschaftsfahren und blieb zunächst bewusstlos auf der Bahn liegen. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und Rippenprellungen und konnte nach kurzer Zeit das Krankenhaus wieder verlassen.[1]

In Italien wurden die Erfolge von Letizia Paternoster und ihren ebenfalls erfolgreichen Teamkolleginnen mit Begeisterung aufgenommen. Paternoster wurde als „Königin von Anadia“ und „Star“ eines „weiblichen Kindergartens“ bezeichnet, die mit Sicherheit eine großartige „Campionissima“ werde.[2][3]

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2020 in Berlin wurde sie zu Beginn des Jahres Zweite im Omnium hinter der Japanerin Yūmi Kajihara. Im Zweier-Mannschaftsfahren (Madison) belegte sie mit Elisa Balsamo den dritten Rang.

AuszeichnungenBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

BahnBearbeiten

2016
2017
2018
2019
2020

StraßeBearbeiten

2016
2017
2018
2019

WeblinksBearbeiten

Commons: Letizia Paternoster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Redazione Trento: Ciclismo: Letizia Paternoster in ospedale a Berlino dopo una caduta. In: lavocedeltrentino.it. 3. Dezember 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018 (italienisch).
  2. Alessandro Farina: Ciclismo su pista, un vivaio femminile impressionante per l’Italia. In: oasport.it. 28. Juli 2017, abgerufen am 28. Juli 2017 (italienisch).
  3. Letizia Paternoster regina di Anadia. sport24h.it, 24. Juli 2017, abgerufen am 28. Juli 2017.
  4. EOC 2017 Summer Best European Young Athlete Italian Cyclist Letizia Paternoster continues to fly high. In: eurolympic.org. 7. August 2018, abgerufen am 13. November 2018 (englisch).
  5. Sildaru wins best young winter European athlete prize (21. Mai 2017)