Madison Brengle

US-amerikanische Tennisspielerin
Madison Brengle Tennisspieler
Madison Brengle
Madison Brengle 2016 bei den Citi Open
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 3. April 1990 (30 Jahre)
Größe: 168 cm
Gewicht: 60 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Glenn Weiner
Preisgeld: 2.932.549 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 483:360
Karrieretitel: 0 WTA, 15 ITF
1 WTA Challenger
Höchste Platzierung: 35 (4. Mai 2015)
Aktuelle Platzierung: 79
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 121:174
Karrieretitel: 0 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 86 (8. Mai 2017)
Aktuelle Platzierung: 247
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Madison Brengle (* 3. April 1990 in Dover, Delaware) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Brengle spielt überwiegend Turniere auf der ITF Women’s World Tennis Tour und konnte dort bislang 15 Einzel- und sieben Doppeltitel gewinnen; den ersten davon schon 2005 im Alter von nur 15 Jahren. Aufgrund ihres vielversprechenden Talents erhielt sie daraufhin vom amerikanischen Tennisverband sogleich eine Wildcard für das Qualifikationsturnier der US Open, bei dem sie in der ersten Runde ausschied. 2006 bekam sie in New York erneut die Chance in der Qualifikation, bei der sie diesmal ihr erstes Match überstand, ehe sie an Julija Bejhelsymer scheiterte. Im folgenden Jahr erreichte sie bei den Juniorinnen gleich zwei Grand-Slam-Finals, einmal bei der Juniorinnenkonkurrenz der Australian Open 2007, wo sie sich Anastassja Pawljutschenkowa in zwei Tiebreaks geschlagen geben musste, sowie in Wimbledon, das sie gegen Urszula Radwańska verlor.

2008 erhielt sie dafür eine Wildcard ins Hauptfeld der Australian Open, scheiterte dort aber zum Auftakt an Tetjana Perebyjnis. Auch in Paris durfte sie an der Endrunde an den Start gehen, jedoch verlor sie abermals in Runde eins gegen ihre Landsfrau Bethanie Mattek-Sands. Nach konstanten Ergebnissen auf der ITF-Tour schloss sie das Jahr erstmals in den Top 200 der Weltrangliste ab. Danach stagnierten Brengles Leistungen über den Zeitraum mehrerer Saisons auf ITF-Ebene, wobei sie 2011 in Hammond ihren ersten ITF-Titel der $25.000-Kategorie holte, auf den 2012 und 2013 drei weitere in Fort Walton, Rancho Santa Fe und Landisville folgten. Mehr als drei Jahre nach ihrem ersten Hauptrundenerfolg auf der WTA-Tour in College Park gegen Melinda Czink, erreichte sie gegen Ende der Saison 2014 in Linz aus der Qualifikation heraus zum ersten das Viertelfinale eines WTA-Turniers und profitierte dabei nacheinander von gleich zwei Aufgaben von Irina-Camelia Begu und Ana Ivanović, ehe sie sich in der Runde der letzten Acht Karolína Plíšková geschlagen geben musste. Durch gute Leistungen auf der ITF-Tour sowie die Triumphe bei zwei Turnieren der $50.00-Kategorie in Lexington und Las Vegas wurde sie am Ende des Jahres zum ersten Mal in ihrer Karriere unter den Top 100 der Welt geführt.

Anfang 2015 gelang Brengle bei den Turnieren in Australien der endgültige Durchbruch auf der WTA Tour. Nachdem sie zunächst als Qualifikantin die zweite Runde in Brisbane erreicht hatte, spielte sie sich in Hobart, ebenfalls aus der Qualifikation heraus, in ihr erstes WTA-Finale, in dem sie Heather Watson unterlag. Bei den anschließenden Australian Open stand sie nach zuvor insgesamt 24 vergeblichen Anläufen in der Qualifikation, aufgrund ihrer verbesserten Weltranglistenposition erstmals direkt im Hauptfeld. Nach einem Auftaktsieg über die deutsche Top-15-Spielerin Andrea Petković, kam sie bis in die vierte Runde, war dort gegen Madison Keys jedoch chancenlos. Dennoch kletterte sie in der Weltrangliste weiter nach oben und erzielte nach dem Einzug ins Halbfinale des Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart, wo sie in der ersten Runde gegen Petra Kvitová ihren ersten Erfolg über eine Top-10-Spielerin feiern konnte, mit Rang 35 ihre bisher beste Weltranglistenplatzierung. Auf diese folgte jedoch eine Serie von neun Zweisatzniederlagen in Folge auf Sandplatz und Rasen, von der sie sich erst auf amerikanischem Hartplatz erholte, wo sie unter anderem in New York noch einmal die dritte Runde eines Grand Slams erreichte, in der sie von Anett Kontaveit gestoppt wurde. Die Saison beendete sie souverän in den Top 50.

2016 konnte Brengle die Resultate des Vorjahrs zwar nicht wiederholen, doch hatte sie weiterhin einige Achtungserfolge vorzuweisen. So erzielte sie bei den Australian Open noch einmal die dritte Runde und kam in Dubai nach einem weiteren Sieg gegen Petra Kvitová bis ins Viertelfinale, wo sie der späteren Siegerin Sara Errani in drei Sätzen unterlag. In Osprey gewann sie im Anschluss ihren achten ITF-Titel. Ihr bestes Ergebnis auf der WTA Tour war das Erreichen des Halbfinals in ’s-Hertogenbosch. Zu Beginn der Saison 2017 überraschte Brengle noch einmal mit einem Sieg gegen Serena Williams in der zweiten Runde von Auckland. Im Anschluss war sie jedoch wieder vermehrt auf der amerikanischen ITF-Tour unterwegs, auf der sie in Charlottesville und Charleston zwei Turniere der $60.000-Kategorie am Stück gewinnen konnte. In Wimbledon gelang Brengle dann ihr bereits dritter Sieg über Petra Kvitová, durch den sie sich erstmals für die dritte Runde des Rasenslams qualifizieren konnte.

Ab 2018 machte sich Brengle vor allem als Titelanwärterin bei höherklassigen amerikanischen ITF-Turnieren einen Namen. So feierte sie zu Beginn des Jahres in Midland ihren bis dahin größten Triumph und gab in keiner der fünf Begegnungen dort mehr als fünf Spiele ab. Im selben Jahr gewann sie auch erneut das Turnier in Landisville und siegte beim $60.000-Turnier in Stockton, ebenfalls ohne Satzverlust. Nach zwei weiteren ITF-Titeln 2019, zum dritten Mal in landisville sowie in Berkeley, konnte sie die Saison zum insgesamt sechsten Mal in den Top 100 der Weltrangliste abschließen. 2020 konnte sie beim Turnier der WTA Challenger Series in Newport Beach mit einem Endspielsieg über Stefanie Vögele ihren 16. und bisher größten Karrieretitel verbuchen.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 17. Juli 2005 Vereinigte Staaten  Baltimore ITF $10.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Beau Jones 6:4, 6:1
2. 6. März 2011 Vereinigte Staaten  Hammond ITF $25.000 Hartplatz Frankreich  Stéphanie Foretz Gacon 6:3, 6:3
3. 11. März 2012 Vereinigte Staaten  Fort Walton Beach ITF $25.000 Hartplatz Kroatien  Tereza Mrdeža 6:4, 3:6, 6:3
4. 17. Februar 2013 Vereinigte Staaten  Rancho Santa Fe ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Nicole Gibbs 6:1, 6:4
5. 11. August 2013 Vereinigte Staaten  Landisville ITF $25.000 Hartplatz Australien  Olivia Rogowska 6:2, 6:0
6. 27. Juli 2014 Vereinigte Staaten  Lexington ITF $50.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Nicole Gibbs 6:3, 6:4
7. 28. September 2014 Vereinigte Staaten  Las Vegas ITF $50.000 Hartplatz Portugal  Michelle Larcher de Brito 6:1, 6:4
8. 3. April 2016 Vereinigte Staaten  Osprey ITF $50.000 Sand Spanien  Lara Arruabarrena Vecino 4:6, 6:4, 6:3
9. 30. April 2017 Vereinigte Staaten  Charlottesville ITF $60.000 Sand Vereinigte Staaten  Caroline Dolehide 6:4, 6:3
10. 7. Mai 2017 Vereinigte Staaten  Charleston ITF $60.000 Sand Vereinigte Staaten  Danielle Collins 4:6 6:2 6:3
11. 4. Februar 2018 Vereinigte Staaten  Midland ITF $100.000 Hartplatz (Halle) Vereinigte Staaten  Jamie Loeb 6:1, 6:2
12. 12. August 2018 Vereinigte Staaten  Landisville ITF $60.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Kristie Ahn 6:4, 1:0 Aufgabe
13. 7. Oktober 2018 Vereinigte Staaten  Stockton ITF $60.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Danielle Lao 7:5, 7:610
14. 21. Juli 2019 Vereinigte Staaten  Berkeley ITF $60.000 Hartplatz Japan  Mayo Hibi 7:5, 6:4
15. 11. August 2019 Vereinigte Staaten  Landisville ITF $60.000 Hartplatz China Volksrepublik  Zhu Lin 6:4, 7:5
16. 2. Februar 2020 Vereinigte Staaten  Newport Beach WTA Challenger Hartplatz Schweiz  Stefanie Vögele 6:1, 3:6, 6:2

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 28. Oktober 2007 Vereinigte Staaten  Augusta ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Kristy Frilling Russland  Angelina Gabujewa
Russland  Alissa Kleibanowa
6:3, 6:3
2. 11. Mai 2008 Vereinigte Staaten  Indian Harbour Beach ITF $50.000 Sand Vereinigte Staaten  Kristy Frilling Vereinigte Staaten  Raquel Kops-Jones
Vereinigte Staaten  Abigail Spears
2:6, 6:4, [10:7]
3. 17. Oktober 2010 Vereinigte Staaten  Troy ITF $50.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Asia Muhammad Russland  Alina Schidkowa
Deutschland  Laura Siegemund
6:2, 6:4
4. 11. März 2012 Vereinigte Staaten  Fort Walton Beach ITF $25.000 Hartplatz Polen  Paula Kania Russland  Jelena Bowina
Frankreich  Alizé Lim
6:3, 6:4
5. 26. Oktober 2013 Vereinigte Staaten  Florence ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Anamika Bhargava Vereinigte Staaten  Kristi Boxx
Neuseeland  Abigail Guthrie
7:5, 7:5
6. 26. Oktober 2014 Vereinigte Staaten  Macon ITF $50.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Alexa Glatch Vereinigte Staaten  Anna Tatischwili
Vereinigte Staaten  Ashley Weinhold
6:0, 7:5
7. 20. Juli 2019 Vereinigte Staaten  Berkeley ITF $60.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Sachia Vickery Vereinigte Staaten  Francesca Di Lorenzo
Vereinigtes Konigreich  Katie Swan
6:3, 7:5

WeblinksBearbeiten

Commons: Madison Brengle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien