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Großer Preis von Belgien 1950

Formel-1-Rennen

Der Große Preis von Belgien 1950 fand am 18. Juni auf dem Kurs von Spa Francorchamps in Spa statt und war das fünfte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1950.

Flag of Belgium (civil).svg Großer Preis von Belgien 1950
Renndaten
5. von 7 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1950
Streckenprofil
Name: XII Grote Prijs van Belgie
Datum: 18. Juni 1950
Ort: Spa-Francorchamps
Kurs: Circuit de Spa-Francorchamps
Länge: 494,2 km in 35 Runden à 14,12 km

Wetter: sonnig
Pole-Position
Fahrer: ItalienItalien Giuseppe Farina ItalienItalien Alfa Romeo
Zeit: 4:41,0 min
Schnellste Runde
Fahrer: ItalienItalien Giuseppe Farina ItalienItalien Alfa Romeo
Zeit: 4:34,1 min (Runde 18)
Podium
Erster: ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio ItalienItalien Alfa Romeo
Zweiter: ItalienItalien Luigi Fagioli ItalienItalien Alfa Romeo
Dritter: Frankreich 1946Vierte Französische Republik Louis Rosier Frankreich 1946Vierte Französische Republik Talbot-Lago

Inhaltsverzeichnis

HintergrundBearbeiten

Der Kurs von Spa-Francorchamps wurde für den Grand Prix umgebaut. Der Kurs hatte nur noch eine langsame Kurve – die auch heute noch gefahrene La Sorce – alle anderen Kurven wurden begradigt und die Fahrbahn verbreitert.

TrainingBearbeiten

Auf dem extrem schnellen Kurs waren die drei Alfa Romeo noch stärker favorisiert als bei den übrigen Rennen. So verwunderte es niemanden, dass sie die erste Startreihe bildeten, wobei Farina auf der Pole-Position stand – dank einer gegenüber Fangio gleich schnellen, aber zu einem früheren Zeitpunkt gefahrenen Zeit von 4:37,0 min. Alberto Ascari tauchte erstmals mit dem nicht aufgeladenen 4,5l-Ferrari auf, konnte sich aber nur die siebte Zeit sichern. Teamkollege Villoresi im 1,5l-Ferrari mit Kompressor war 2 Sekunden schneller und sicherte sich einen Platz in der zweiten Reihe.

RennenBearbeiten

Am Start gingen Fangio und Farina erwartungsgemäß sofort in Führung. Villoresi gelang es jedoch, Fagioli für eine Runde vom dritten Platz zu verdrängen. Raymond Sommer war der beste Nicht-Alfa Romeo und verdrängte zunächst Villoresi von vierten Platz und übernahm sogar für 5 Runden die Führung, als die Alfa Romeo nacheinander an die Box mussten, um nachzutanken. Der hohe Treibstoffverbrauch war die Achillesferse der ansonsten haushoch überlegenen Fahrzeuge, sie mussten während eines Grand Prix im Gegensatz zu den Mitbewerbern zwei Mal tanken. So kam es, dass Sommer immer noch vor dem dritten Alfa Romeo lag, als sein Motor in der 20. Runde kaputt ging. Den sicher geglaubten Dreifacherfolg verloren die Mailänder jedoch in den letzten Runden als Farina mit fallendem Öldruck die Boxen anlaufen musste und so noch von Rosier abgefangen wurde.

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Italien  Ferrari 2 Italien  Luigi Villoresi Ferrari 125F1 Ferrari P
4 Italien  Alberto Ascari Ferrari 275F1
Frankreich 1946  Team Raymond Sommer 6 Frankreich 1946  Raymond Sommer Talbot-Lago T26C Talbot D
Italien  Alfa Romeo 8 Italien  Giuseppe Farina Alfa Romeo Tipo 158 Alfa Romeo P
10 Argentinien  Juan Manuel Fangio
12 Italien  Luigi Fagioli
Frankreich 1946  Automobiles Talbot-Darracq 14 Frankreich 1946  Louis Rosier Lago-Talbot T26C-DA Talbot D
16 Frankreich 1946  Philippe Étancelin
18 Frankreich 1946  Yves Giraud-Cabantous
Frankreich 1946  Ecurie Lutetia 20 Frankreich 1946  Eugène Chaboud Talbot-Lago T26C Talbot D
Frankreich 1946  Team Pierre Levegh 22 Frankreich 1946  Pierre Levegh Talbot-Lago T26C Talbot D
Belgien  Ecurie Belge 24 Belgien  Johnny Claes Talbot-Lago T26C Talbot D
Vereinigtes Konigreich  Team Geoffrey Crossley 26 Vereinigtes Konigreich  Geoffrey Crossley Alta GP Alta D
Schweiz  Team Antonio Branca 30 Schweiz  Antonio Branca Maserati 4CL Maserati P

KlassifikationBearbeiten

StartaufstellungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Startreihe
01. Italien  Giuseppe Farina Italien  Alfa Romeo 4:37,000 1
02. Argentinien  Juan Manuel Fangio Italien  Alfa Romeo 4:37,000 1
03. Italien  Luigi Fagioli Italien  Alfa Romeo 4:41,000 1
04. Italien  Luigi Villoresi Italien  Ferrari 4:47,000 2
05. Frankreich 1946  Raymond Sommer Frankreich 1946  Lago-Talbot 4:47,000 2
06. Frankreich 1946  Philippe Étancelin Frankreich 1946  Lago-Talbot 4:49,000 3
07. Italien  Alberto Ascari Italien  Ferrari 4:52,000 3
08. Frankreich 1946  Louis Rosier Frankreich 1946  Lago-Talbot 4:53,000 3
09. Frankreich 1946  Yves Giraud-Cabantous Frankreich 1946  Lago-Talbot 4:56,000 4
10. Frankreich 1946  Pierre Levegh Frankreich 1946  Lago-Talbot 5:01,000 4
11. Frankreich 1946  Eugène Chaboud Frankreich 1946  Lago-Talbot 5:13,000 5
12. Vereinigtes Konigreich  Geoffrey Crossley Vereinigtes Konigreich  Alta 5:44,000 5
13. Schweiz  Antonio Branca Italien  Maserati 5:45,000 5
14. Belgien  Johnny Claes Frankreich 1946  Lago-Talbot keine Zeit 6

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Zeit km/h s. Rd. Führung
01. Argentinien  Juan Manuel Fangio Italien  Alfa Romeo 35 2:47:26,0 177,10 22
02. Italien  Luigi Fagioli Italien  Alfa Romeo 35 2:48:14,0 177,31 1
03. Frankreich 1946  Louis Rosier Frankreich 1946  Lago-Talbot 35 2:49:45,0 174,68
04. Italien  Giuseppe Farina Italien  Alfa Romeo 35 2:51:31,0 172,88 4:34,100 7
05. Italien  Alberto Ascari Italien  Ferrari 34 2:49:09,0 170,29
06. Italien  Luigi Villoresi Italien  Ferrari 33 2:49:43,0 164,73
07. Frankreich 1946  Pierre Levegh Frankreich 1946  Lago-Talbot 33 2:51:35,0 162,94
08. Belgien  Johnny Claes Frankreich 1946  Lago-Talbot 32 2:52:06,0 157,53
09. Vereinigtes Konigreich  Geoffrey Crossley Vereinigtes Konigreich  Alta 30 2:47:56,0 151,35
10. Schweiz  Antonio Branca Italien  Maserati 29 2:47:59,0 146,26
DNF Frankreich 1946  Eugène Chaboud Frankreich 1946  Lago-Talbot 22 Motor
DNF Frankreich 1946  Raymond Sommer Frankreich 1946  Lago-Talbot 20 Motor 5
DNF Frankreich 1946  Philippe Étancelin Frankreich 1946  Lago-Talbot 15 Motor
DNF Frankreich 1946  Yves Giraud-Cabantous Frankreich 1946  Lago-Talbot 2 Motor

WM-Stand nach dem RennenBearbeiten

Die ersten fünf bekamen 8, 6, 4, 3 bzw. 2 Punkte; einen Punkt gab es für die schnellste Runde. Es zählen nur die vier besten Ergebnisse aus sieben Rennen. *) beinhaltet den Punkt für die schnellste Runde, gleichfarbig markierte Felder repräsentieren Fahrzeugübernahme (geteilte Punkte) und Werte in Klammern sind Streichresultate.

Pos. Fahrer Konstrukteur               Punkte
01. Italien  Giuseppe Farina Alfa Romeo *9* *9* *4* 22
02. Italien  Luigi Fagioli Alfa Romeo 6 6 6 18
03. Argentinien  Juan Manuel Fangio Alfa Romeo *9* 8 17
04. Frankreich 1946  Louis Rosier Talbot 2 4 4 10
05. Vereinigte Staaten 48  Johnnie Parsons Kurtis Kraft *9* 09
06. Italien  Alberto Ascari Ferrari 6 2 08
07. Vereinigte Staaten 48  Bill Holland Deidt 6 06
08. Thailand  B.Bira Maserati 2 3 05
09. Vereinigtes Konigreich  Reg Parnell Alfa Romeo 4 04
Monaco  Louis Chiron Maserati 4 04
Vereinigte Staaten 48  Mauri Rose Deidt 4 04
12. Frankreich 1946  Yves Giraud-Cabantous Talbot 3 03
Frankreich 1946  Raymond Sommer Ferrari 3 03
Vereinigte Staaten 48  Cecil Green Kurtis Kraft 3 03
15. Italien  Felice Bonetto Maserati 2 02
16. Vereinigte Staaten 48  Joie Chitwood Kurtis Kraft 1 01
Vereinigte Staaten 48  Tony Bettenhausen Kurtis Kraft 1 01

LiteraturBearbeiten

  • Mike Lang: Grand Prix! Band 1: 1950–1965. Haynes Publishing Group, Sparkford Sommerset 1981, ISBN 0-85429-276-4 (englisch).

WeblinksBearbeiten