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Prinz Bira

thailändischer Prinz und Rennfahrer

LebenBearbeiten

 
Der Maserati A6GCM von Prince Bira.

Prinz Bira war Sohn von Prinz Bhanurangsri Sawangvongse, einem Sohn des Königs Mongkut und jüngerem Bruder des Königs Chulalongkorn, und von Mom Lek Bhanubhandhu na Ayudhya. Sein offizieller Titel in Thai lautete พระวรวงศ์เธอ พระองค์เจ้าพีรพงศ์ภาณุเดช (ausgesprochen: [pʰrá wora-woŋ-tʰə pʰrá ʡong-ʤâo pʰina-pʰoŋ pʰaː-nú-dèt]), die Kurzform war พระองค์พีระ – „Phra-ong Phira“, also „Prinz Bira“. Bis zum Alter von 13 Jahren wurde er in Thailand erzogen. 1927 kam er zur weiteren Ausbildung nach Großbritannien, wo er zunächst am Eton College und später an der Universität Cambridge studierte.

1935 begann er im Team seines Cousins Prinz Chula Chakrabongse mit dem Rennsport. Mit ERA-Wagen bestritt er zahlreiche Rennen in der Voiturette-Klasse, der Vorgängerserie der Formel 2. Unter anderem gewann er den Voiturette-Grand-Prix von Monaco 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er mit Wagen von OSCA, Simca-Gordini und Connaught bei etlichen Grand-Prix-Rennen an. Seine größten Erfolge erreichte er in einem privaten Maserati, der auffällig blau-gelb lackiert war. Seine besten Ergebnisse bei Formel-1-Rennen, die zur Weltmeisterschaft zählten, waren vierte Plätze beim Großen Preis der Schweiz 1950 und beim Großen Preis von Frankreich 1954. 1955 trat Prinz Bira vom Rennsport zurück.

Ein neues sportliches Betätigungsfeld fand er beim Segeln. Vier Mal repräsentierte er dabei sein Heimatland bei Olympischen Spielen. 1956 wurde er Zwölfter, vier Jahre später Neunzehnter der Klasse Star. 1964 gehörte auch seine Ehefrau Arunee zur Besatzung des Drachen, der als 22. und somit vorletzter abschloss. 1972 schließlich segelte Prinz Bira wieder im Star. Als Endergebnis wurde ein 21. Rang erreicht.

Er starb nach einem Herzinfarkt.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1950 Enrico Platé Maserati 4CLT/48
Maserati 4CLT/50
Maserati 1.5 L4s 4 5 8.
1951 Ecurie Siam Maserati 4CLT/48 OSCA 4.5 V12 1 NC
1952 Equipe Gordini Gordini T15 Gordini 1.5 L4 2 NC
Gordini T16 Gordini 2.0 L6 2
1953 Connaught Engineering Connaught Type A Lea-Francis 2.0 L4 3 NC
Scuderia Milano Maserati A6GCM Maserati 2.0 L6 1
1954 Officine Alfieri Maserati Maserati A6GCM Maserati 2.0 L6 1 3 17
Bira Maserati 250F Maserati 2.5 L6 5
Gesamt 19 8

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1950              
DNF 5 4 DNF
1951                
DNA DNA DNF
1952                
DNF 10 DNF 11
1953                  
DNF 7 DNF 11
1954                  
7 6 4 DNF DNF 9
1955              
DNA
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1939 Frankreich  Raymond Sommer Alfa Romeo 6C 2500SS Frankreich  Raymond Sommer Ausfall Motorschaden
1954 Vereinigtes Konigreich  David Brown Aston Martin DB3S Coupe Vereinigtes Konigreich  Peter Collins Ausfall Unfall

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1954 Aston Martin Aston Martin DB3 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF

WeblinksBearbeiten

  Commons: Prinz Bira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien