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Felix Zwayer

deutscher Fußballschiedsrichter

Felix Zwayer (* 19. Mai 1981 in West-Berlin) ist ein deutscher Fußballschiedsrichter.

Felix Zwayer
Felix Zwayer
Persönliches
Name Felix Zwayer
Geburtstag 19. Mai 1981
Geburtsort West-Berlin, Deutschland
Beruf Immobilienkaufmann
Vereinsinformationen
Verein SC Charlottenburg
Spiele nach Spielklasse
Jahre Spielklasse Spiele
seit 2007
seit 2009
seit 2012
seit 2012
2. Bundesliga
1. Bundesliga
Länderspiele
Europapokal
81
151
11
35
Turniere
Endspiele
Stand: 14. April 2019

WerdegangBearbeiten

Felix Zwayer ist seit 2004 DFB-Schiedsrichter. Ab dem Jahr 2007 wurde er als Schiedsrichter in der 2. Fußball-Bundesliga und auch als Schiedsrichter-Assistent in der 1. Bundesliga eingesetzt. Vor Beginn der Saison 2009/10 wurde Zwayer als Schiedsrichter für die Fußball-Bundesliga nominiert.[1] Er debütierte am 15. August 2009 beim Heimspiel von Hannover 96 gegen den 1. FSV Mainz 05.

Zwayer wird neben Marco Fritz seit 2012 als FIFA-Schiedsrichter eingesetzt. Babak Rafati und Peter Sippel wurden im Gegenzug von der Liste genommen.[2] Sein Debüt auf internationalem Parkett gab Zwayer am 25. Mai 2012 bei der Qualifikation zur U-19-EM 2012. Er leitete in Prag die Partie zwischen Tschechien und Frankreich. Bei einem A-Länderspiel kam er erstmals am 1. Juni 2012 zum Einsatz. Er war beim Freundschaftsspiel Österreich gegen die Ukraine in Innsbruck im Einsatz.

Im Mai 2012 trat Zwayer aus seinem bisherigen Verein Hertha BSC aus und kehrte zu seinem Heimatverein SC Charlottenburg zurück.[3]

Im Jahr 2015 wurde Zwayer von der FIFA für sein erstes FIFA-Turnier nominiert, die U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2015 in Neuseeland. Zwei Jahre später nahm er ebenfalls an der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2017 in Südkorea teil, diesmal allerdings als Video-Schiedsrichter. Im Anschluss wurde er von der UEFA in die höchste Schiedsrichter-Kategorie („Elite“) eingestuft und kommt dadurch theoretisch für die Leitung entscheidender Partien in den UEFA-Klubwettbewerben in Frage.[4]

Am 21. Februar 2016 sorgte Zwayer bei der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen Borussia Dortmund mit einer neunminütigen Spielunterbrechung für ein Novum in der Bundesligageschichte. Leverkusens Trainer Roger Schmidt weigerte sich nach einem Verweis, den Innenraum des Stadions zu verlassen.[5] Schmidt wurde anschließend vom DFB zu fünf Spielen Sperre verurteilt, wovon zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Ende April 2018 wurde Zwayer von der FIFA als einer von 13 Videoassistenten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland berufen.[6] Ein Jahr später fungierte er auch bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich als Videoschiedsrichter.

Zwayer leitete am 19. Mai 2018 das Endspiel des DFB-Pokals 2017/18 zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt im Berliner Olympiastadion.[7] In der Nachspielzeit dieses Spiels schaute Zwayer sich auf dem Bildschirm am Rande des Spielfeldes mehrmals eine umstrittene Szene, in der Kevin-Prince Boateng Javi Martínez im Strafraum am Fuß berührte, ohne den Ball zu spielen, an. Zwayer gab jedoch keinen möglichen Elfmeter.[8]

Am 11. Mai 2019 leitete Zwayer das griechische Pokalfinale zwischen AEK Athen und PAOK Thessaloniki.[9] Die im Athener Olympiastadion ausgetragene Partie endete 1:0 für PAOK.

Zwayer ist Immobilienkaufmann und lebt in Berlin.

Fußball-Wettskandal 2005Bearbeiten

Zwayer war einer von vier Berliner Schiedsrichtern, die mit ihren Aussagen den Fußball-Wettskandal 2005 um den damaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer ins Rollen brachten. Jedoch wurde auch Zwayer im Zuge dieses Skandals für sechs Monate gesperrt, weil er die ihm bekannten Spielmanipulationen von Hoyzer zunächst nicht gemeldet und zudem vor einem Spiel des Wuppertaler SV gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen 300 Euro von Hoyzer angenommen hatte, um als Linienrichter dabei zu helfen, kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden. Das Urteil gegen ihn wurde erst 2014 bekannt – der DFB hatte es nicht veröffentlicht.[10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Felix Zwayer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fritz und Zwayer pfeifen in der Bundesliga. In: Der Tagesspiegel, 3. Juli 2009.
  2. FIFA: Zwayer und Fritz ersetzen Rafati und Sippel. In: SPOX.com, 16. September 2012.
  3. Schiedsrichter Zwayer verlässt Hertha BSC. In: SPOX.com, 16. September 2012.
  4. UEFA Referee Categories - 2017/18: Makkelie and Zwayer promoted to Elite, Moen and Nijhuis demoted. In: The 3rd Team, 13. Juni 2017.
  5. „Herr Schmidt hat sich derart unsportlich verhalten“ In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Februar 2016 (Interview).
  6. Fifa names 13 video assistant referees for 2018 World Cup. In: The Irish Times, vom 30. April 2018. Abgerufen am 7. Mai 2018.
  7. DFB-Pokalendspiele: Zwayer pfeift Finale in Berlin, Stolz in Köln
  8. zeit.de: Erbarme, die Hesse waren da
  9. Bericht auf Griechenland.net
  10. Oliver Fritsch: Die Akte Zwayer. In: Die Zeit, 9. Dezember 2014.