Vivey

französische Gemeinde

Vivey ist eine französische Gemeinde mit 53 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Haute-Marne in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Langres und zum Kanton Villegusien-le-Lac.

Vivey
Vivey (Frankreich)
Vivey
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haute-Marne (52)
Arrondissement Langres
Kanton Villegusien-le-Lac
Gemeindeverband Auberive Vingeanne et Montsaugeonnais
Koordinaten 47° 44′ N, 5° 4′ OKoordinaten: 47° 44′ N, 5° 4′ O
Höhe 365–488 m
Fläche 12,97 km²
Einwohner 53 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 4 Einw./km²
Postleitzahl 52160
INSEE-Code

LageBearbeiten

Vivey ist umgeben von folgenden Nachbargemeinden:

Auberive
Villars-Santenoge   Praslay
Vals-des-Tilles

Vivey liegt in den Bergen, welche die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Ärmelkanal bilden: Südlich entspringt die Tille, die über die Saône in die Rhône fließt, während westlich die Ource sowie nordöstlich die Aube entspringt, welche beide in die Seine münden. Der 485 m hohe Mont Fessiot dominiert das Dorf. Südlich des Ortskerns befinden sich an der Route départementale D 129 die „weinenden Felsen“, an denen Wasser aus einem in den Stein gegrabenen Hohlraum tritt.[1] Nördlich befindet sich die 2004 begründete und gut 2,3 km² große Réserve biologique intégrale du Bois des Roncés. Ein kleiner Teil dieses Naturwaldreservats liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Auberive.[2][3]

Vivey liegt am Fernwanderweg Sentier de grande randonnée GR 7.[1]

GeschichteBearbeiten

Die Grundherrschaft übte bis ins 14. Jahrhundert die Familie Grancey aus, bis sie zur Familie Duval überging.[1]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2016
Einwohner 102 72 52 58 46 54 59 55
Quelle: Cassini und INSEE

GebäudeBearbeiten

 
Ansicht des Ortes mit Kirche, Anfang des 20. Jahrhunderts

In Vivey steht die Pfarrkirche Notre-Dame-de-la-Nativité, eine Mariä-Geburt-Kirche, die bis 1863 eine Zweigstelle der Gemeinde in Praslay war. Sie wird auf das 13. Jahrhundert datiert, wurde aber später umfangreich umgestaltet. Turm, Gewölbe und Öffnungen wurden wohl Ende des 18. Jahrhunderts oder im frühen 19. Jahrhundert modernisiert.[4] Zwei Statuen[5][6][7] und zwei Altare[8][9] sind in der Base Palissy für bewegliche Kulturgüter verzeichnet. Ein 2,60 m hohes Kreuz aus dem 15. Jahrhundert vor der Apsis ist in der Base Mérimée für Baudenkmäler verzeichnet, mit Sockel ist es knapp 5 m hoch.[1][10]

 
François Rouxel de Médavy

Östlich der Kirche steht das in einem Park gelegene Château de Vivey. Das Schloss ließ der aus Grancey-le-Château-Neuvelle stammende François Rouxel de Médavy (1604–1691) im 17. Jahrhundert erbauen. Zwischenzeitlich wurde es als Hotel-Restaurant Le Relais du Lys genutzt, inzwischen steht es leer.[1][11]

Nördlich der Kirche befindet sich ein 1990 renoviertes Waschhaus, das an das Leben im 19. Jahrhundert erinnert.[1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Vivey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Vivey en Pays de Langres. Broschüre des Tourismusbüros Langres. Abgerufen am 6. Januar 2020.
  2. Bois Des Roncés in France, protectedplanet.net. Abgerufen am 6. Januar 2020.
  3. Arrêté du 4 novembre 2004 portant création de réserve biologique intégrale NOR: DEVN0430414A. Abgerufen am 6. Januar 2020.
  4. Roussel: Le Diocèse de Langres. Histoire et statistique. 1875, Langres, S. 239, zitiert nach Vivey: Église paroissiale Notre-Dame-de-la-Nativité. In: cr-champagne-ardenne.fr. Abgerufen am 6. Januar 2020.
  5. Eintrag Nr. PM52001666 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. Eintrag Nr. PM52001665 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  7. Eintrag Nr. PM52001664 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  8. Eintrag Nr. PM52001667 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  9. Eintrag Nr. PM52001291 in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch).
  10. Eintrag Nr. PA00079282 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  11. Château de Vivey, Website des Tourismusbüros Langres. Abgerufen am 6. Januar 2020.