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Uiguren in der Volksrepublik China
Uigurische Prinzessinnen, Wand-/Höhlenmalerei in Bezeklik bei Turfan, 8./9. Jh.

Uiguren (auch Uighuren oder Uyghuren; Eigenbezeichnung: ئۇيغۇر; chinesisch 维吾尔族, Pinyin Wéiwú'ěrzú) bilden die größte turksprachige Ethnie im chinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Entgegen der weitläufigen und auch von der Mehrheit der heutigen Uiguren vertretenen Meinung stammen die Uiguren nicht von den altuigurischen Stämmen ab: Die Bezeichnung „Uigure“ als „ethnischer“ Oberbegriff wurde 1921 auf einer Konferenz in Taschkent von Sprechern des Neu-Uigurischen angenommen.[1]

Namensbedeutung

Die frühesten Berichte zur Geschichte der Uiguren stammen aus der Zeit, in der der Clan der Aschina in das Gebiet der Tang-Dynastie floh. Dort formierte sich unter dem Hauptclan der Yaġlarkar das spätere Volk der Uiguren. Ihr Machtbereich umfasste damals weite Teile des südlichen Xinjiang und des heutigen Gansu. Sie waren wohl ein Stammeszusammenschluss verschiedener Steppenvölker, der sowohl Angehörige mongolischer sowie türkischer Herkunft in sich vereinte. Dabei setzte sich schließlich innerhalb dieser Stammesverbindung eine Turksprache durch.

Im Jahre 647 wurden die uigurischen Siedlungsgebiete durch Tang-China besetzt und zum Generalgouvernement Hanhai reorganisiert. Man zählte nun die Uiguren von Seiten Tang-Chinas zu den „zivilisierten Völkern des Reiches“.

742 wurden sie im Verbund mit den Tiele erwähnt. Zusammen mit dem Stamm der Basmıl und der Karluken rissen sie die Macht im östlichen Göktürkenreich an sich. Sie wurden auch in den alttürkischen Orchon-Inschriften erwähnt. Innerhalb der Stammesföderation der Tiele wurden sie auch mit dem Stammesbund der Tölös in Verbindung gebracht, und von Seiten der Tang-Chinesen wurden die Uiguren als Teil der Gaoche angesehen, die einst einen Teil der südlichen Xiongnu (Hunnen) bildeten. Dort bezeichnete sich ein Teil als Ogusen, bzw. als Toquz oġuz, Stamm der „neun Klane“. Einer dieser „neun Klane“ waren die Uiguren, die ihrerseits in die sogenannte On uyġur zerfielen und die einen Zusammenschluss aus zehn Stämmen bezeichneten.[2]

 
Zwei uigurische Männer aus der Stadt Turpan

Schließlich bezeichneten auch chinesische Quellen die Uiguren als 九族 Jiǔzú, was man mit „neun Stämme“ übersetzen kann. Es war wohl offensichtlich eine Übernahme des Ethnonyms Toquz oġuz (dt. „Neun Stammesverwandte“) der muslimischen Quellen, mit denen diese die Uiguren bezeichneten.[3]

Heutige Volksgruppe

Der Name „Uigur“ scheint eine Umschreibung von „Urog/Ugor/Ogur“ zu sein, ein Ethnonym, der mit dem oghurischen Zweig der Turksprachen in Verbindung gebracht wird.[4]

Die Bezeichnung „Uiguren“ als gemeinsame Bezeichnung einer modernen turksprachigen Volksgruppe wurde erst 1921 auf einer Konferenz in Taschkent für die Oasenbewohner von Altishahr (Süd-Xinjiang) und der Dsungarei angenommen[5] und setzte sich unter der Bevölkerung selbst erst ab den 1930er Jahren durch. Anfänglich bezeichneten die Uiguren sich selbst nicht als türkisch, wohl aber ihre Sprache. Die altuigurische Sprache, die im achten Jahrhundert während des Uigurischen Khanats gesprochen wurde, ähnelt der Sprache der Orchon-Jenissei-Inschriften, welche in der modernen Literatur auch als alt-Türki (Tschagatai) bezeichnet wird.[6]

Die Vorfahren der Uiguren wurzeln im Zentralasien des ersten Jahrtausends v. Chr. und sind auf alte Gruppen turksprachiger Stämme zurückzuführen. In chinesischen Quellen werden die Ahnenstämme der Uiguren „Di“, „Chidi“, „Xiongnu“, „Dingling“ und „Gaoche“ benannt, die entlang der alten Seidenstraße nördlich der Tangri-Tagh-Berge und entlang der Flüsse Selenga und Orchon lebten. Dieses Gebiet wurde später als das Uigurische Khaganat bekannt. Die sozialen und kulturellen Aktivitäten der Uiguren finden sich in historischen und archäologischen Materialien bronze- und eisenzeitlicher Epochen bis zur Neuzeit wieder.[6][7]

Einige Ethnologen sehen in den heutigen Uiguren eine Vermischung turkomongolischer Volksgruppen mit indogermanischen Tocharern und iranischen Sogdern.[8][9] Eine altaische Substrat-Verwandtschaft sowohl uigurischer als auch alttürkischer Stämme mit den Tocharern bleibt jedoch bisher aus sprachwissenschaftlicher Perspektive aufgrund fehlender zeitlicher und komparativer Kohärenzen unbewiesen.[10]

Verbreitung

Rund neun Zehntel aller Uiguren weltweit leben in China. Größere uigurische Minderheiten gibt es insbesondere auch auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Zwischen 240.000 und 300.000 Uiguren (auch so genannte Ili-Türken) leben heute in Kasachstan. Kleinere Minderheiten gibt es auch in Kirgisistan, Usbekistan und Russland. Darüber hinaus gibt es uigurische Minderheiten in der Mongolei, der Türkei, in Afghanistan, Pakistan und Saudi-Arabien sowie weiteren Teilen Asiens. In Europa leben etwa 2000 Uiguren. Zentrum der uigurischen Diaspora in Europa ist München, wo etwa 500 der 600 in Deutschland lebenden Uiguren ansässig sind.[11] Nennenswerte Gruppen leben auch in Pakistan, Indonesien, Australien, Taiwan und Saudi-Arabien.

Im Jahre 1953 gab es 4,54 Millionen Angehörige nationaler Minderheiten in Xinjiang. Nach der Volkszählung im Jahr 1990 lebten in der Volksrepublik China 7.214.431 Uiguren, davon 99,73 % im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Weitere 5739 leben in Hunan, 2021 in Beijing (Peking). Im Jahre 1990 dienten 4756 Uiguren in der Volksbefreiungsarmee als Soldaten und Offiziere. Laut Volkszählung gab es in China im Jahre 2000 8.399.400 Uiguren. Im Jahre 2003 gab es nach chinesischen Angaben in Xinjiang 8.823.500 Uiguren. Laut der Volkszählung 2010 leben in ganz China inzwischen 10.069.346 Uiguren.[12]

Kultur

 
Uigurischer Straßengrill in Hangzhou

Die Muttersprache der meisten Uiguren ist die zur Familie der Turksprachen gehörende uigurische Sprache, die heute mit der uigurischen Schrift geschrieben wird, die auf dem persischen Alphabet und damit auf der arabischen Schrift beruht.

Die Mehrheit der Uiguren gehört heute dem sunnitischen Islam hanafitischer Rechtsschule an. Die Volksreligion ist jedoch ebenso vom klassischen Schamanismus geprägt: Es gibt vielerorts in Xinjiang traditionelle uigurische Heiler und Heilerinnen, die als baxshi, perixon oder daxan bezeichnet werden. Ihre Methoden beruhen auf ekstatischen Tänzen und Trancezuständen, und ihren Diagnosen und Therapien liegt Kosmologie zugrunde, die den Einfluss von Geistern auf das Leben voraussetzt. Allgemein lässt sich festhalten, dass bei manchen Uiguren, vor allem in ländlichen Gebieten, ein Glaube an spirituelle Wesen verbreitet ist, die in die menschliche Existenz involviert sind. Der Schamane ist bei einem Teil der Uiguren eine praktische Institution im lokalen Islam.[13]

Bekannt sind in China die traditionellen uigurischen Straßenstände, an denen kleine Fleischspieße angeboten werden. Meistens handelt es sich um Rind- oder Lammfleisch, das unter anderem mit Kreuzkümmel gewürzt wird. Solche Straßengrills finden sich auch in vielen Städten im Osten Chinas.

Geschichte

Anfänge

Chinesische Quellen erwähnen die späteren Uiguren als 回紇 Huihe, die seit dem 7. Jahrhundert mit der Stammesföderation der Tiele (ch: T'ie-lê) in Verbindung gebracht werden. So zum Beispiel das Suishu, das im 7. Jahrhundert entstand, und das Tangshu aus dem 11. Jahrhundert. Diese führen viele Personennamen und Herrschertitel auf, die die Geschichte der Uiguren bis in das 4. und 5. Jahrhundert zurückreichen lassen.

So wird der Nomadenherrscher Ay Uzhru (reg. 487–508) als geschichtlicher Stammvater der späteren Uiguren angesehen. Ay Uzhru gehörte dem Clan der Yaġlaqar an und übte eine lose Oberherrschaft über die mit ihm verbündeten Stämme aus. Der Clan der „Yaġlaqar“ selbst führte sich auf das Geschlecht der Aschina zurück.

 
Uigurenfürst, Wand-/Höhlenmalerei in Bezeklik bei Turfan, 8./9. Jhdt.

In der Regierungszeit des Begchi (reg. 537–541) fiel 541 die Stammesföderation der Yaġlaqar unter die Herrschaft der Rouran. Der spätere Göktürken-Herrscher Bumin/Tuman schloss sie 546/550 gewaltsam an sein entstehendes Großreich an. Im Jahr 605 wurde das Reich der sogenannten Orchon-Uiguren gegründet, als sich Shigan-Sygin formal von den Göktürken oder auch Türk unabhängig machte. 681 wurde ihr Herrscher Toghuchi von den Göktürken unterworfen und die sogenannten „Orchon-Uiguren“ kehrten in den Reichsverband der Türk zurück.

Das Kaganat

Unter Iltimis Kutluq Bilge-Kül erhoben sich 744–745 die Uiguren, die hier erstmals als Stammesverbindung erschienen, gegen die Göktürken und zerschlugen das bereits angeschlagene zweite Türk-Kaganat. Die aus neun Stämmen bestehende Föderation diverser Nomaden und sesshafter Bevölkerungsgruppen gründete 745 das Uigurische Kaganat in der heutigen Mongolei. Jene Stämme, die sich ihnen nicht unterwerfen wollten, zwangen die Uiguren zur Abwanderung. Als Hauptstadt wurde die Oasenstadt Kara-Balgasun (auch Ordū-bālīḡ) erbaut, die etwa 320 Kilometer westlich von Ulan Bator lag und schätzungsweise 25 Quadratkilometer umfasste.

Bereits unter den Söhnen Iltemis, Bilge-Kül [reg. 747–759] und Tengri [reg. 759–779], wurde das Kaganat geteilt: Hauptstadt der Osthälfte war das mongolische Char balgas, als Hauptstadt des Westreiches galt Tofar.

Unter Bilge-Kül erreichte das Kaganat seine größte Macht. Der Großteil des Adels trat 762 zum Manichäismus über. Das Uigurenreich wirkte nicht so diktatorisch wie seine Vorgängerreiche. Eine führende Rolle im Reich spielten die Sogdier, was aber zu Unmut im Adel und 779 zu einem Aufstand führte.

 
Die Welt um 820: Das Uigurenreich (braun) zwischen China (gelb) und Kirgisen

Nach dem Tode Alp-Kutluqs 789 verloren die Uiguren vorübergehend an politischem Einfluss. Nachfolger wurde Külüg-Bilge (reg. 789/90), der jedoch 795 starb, ohne einen Nachfolger zu hinterlassen. General Kutluq übernahm unter dem Namen Ay-Tengride Ülüg-Bulmis Alp-Kutluq Ulugh-Bilge 795 die Herrschaft. Er eroberte mehrere Städte im Tarimbecken von den Tibetern erobern und die Macht des Kanats wieder herstellen. Ihm folgten Ay-Tengride Kut-Bulmis Külüg-Bilge (reg. 805–808) und Ay-Tengeride Kut-Bulmis Alp-Bilge (reg. 808–821). Dessen Nachfolger Kün-Tengride Ülüg-Bulmis Alp-Küchlüg-Bilge (reg. 821–824) verbesserte die guten chinesisch-uigurischen Beziehungen.

Am Ende wurde das Uigurenreich von den Kirgisen zerschlagen und die letzten Herrscher Kichik-Tegin (reg. 839–840) sowie Ughe-Tegin (reg. 840–846) getötet.

Nach dem Kaganat

Die Uiguren wurden in alle Richtungen zerstreut; das Gros der Uiguren gründete zwei kleinere Staaten im heutigen Xinjiang (856) und in der heutigen Provinz Gansu. Die Uiguren wurden nun endgültig sesshaft, vermischten sich mit ihren Nachbarn in einer Stadtkultur und lehnten eine Rückkehr in die mongolische Steppe ab. Der Uigurenstaat in Gansu wurde 1028–1036 von den Tanguten übernommen. Der Uigurenstaat im heutigen Xinjiang (Zentrum Beschbalyk, Turfan) wurde circa 1130 von den Kara Kitai und 1209 von den Mongolen abhängig und ging im 14. Jahrhundert zugrunde. Trotzdem strahlte ihr kultureller Einfluss (ihre Schrift, Verwaltung und so weiter) bis zur heutigen Zeit auf die Nachbarn aus.

Johannes de Piano Carpini berichtete im 13. Jahrhundert über die Eroberung der Uiguren durch Dschingis Khan: „Diese Menschen sind Christen von der Sekte der Nestorianer … Die Mongal übernahmen ihre Schrift, denn vorher hatten sie nicht geschrieben; nun aber nennen sie diese als die mongolische Schrift“.[14]

Etwa zeitgleich wie bei den westlichen Mongolen setzte sich zur Mitte des 13. Jahrhunderts der Islam auch bei den Uiguren im heutigen Xinjiang durch (1252/55 Anklage und Hinrichtung des buddhistischen Herrschers Idiqut Salendi wegen Islamfeindlichkeit).

Moderne Geschichte

Warlords im Kaiserreich und der Republik

Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Uiguren von den Mandschu unterworfen, ihr Siedlungsgebiet wurde an das Chinesische Reich angeschlossen. Der Versuch des Kokander Warlords Jakub Beg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sich in Kaschgar beziehungsweise Chinesisch-Turkestan zur Zeit der Dunganenaufstände ein neues Reich zu schaffen, misslang. Sein Aufstand wurde nicht von allen Turkvölkern unterstützt, und auch die chinesischen Muslime bekämpften ihn. Mandschurische Regierungstruppen schlugen schließlich den Aufstand nieder. Mehrere Millionen Uiguren und Han sollen dabei getötet worden sein. In weiteren angeblich 42 Aufständen zwischen 1884 und 1949 sowie 58 Aufständen zwischen 1949 und 1972 sollen nochmals Hunderttausende Uiguren und Angehörige ihnen verwandter Turkvölker ums Leben gekommen sein. Die Region wurde als „Xinjiang“ (neues Gebiet, Neuland) zum Grenzland zur Sowjetunion und dessen Einflusszone; manche Uiguren und Angehörige anderer Turkvölker bevorzugen die Bezeichnungen „Uiguristan“ oder „Ostturkestan“.

Nach dem Untergang des Kaiserreiches und der damit verbundenen Auflösung der Zentralgewalt übten in China ebenso wie in Chinesisch-Turkestan regionale Warlords die Macht aus (seit 1933 Sheng Shicai). Auf deren Fraktionskämpfe gegeneinander nahmen ab 1928 die Sowjets und 1933 auch die Japaner Einfluss. Pan-turanische, islamistische und kommunistische Versuche, in einem Teil der Provinzen der Region eine von China autonome „Islamische Republik Ostturkestan“ (nicht: Uiguristan) zu errichten (de jure wurde nicht die Unabhängigkeit proklamiert), scheiterten 1933/34 ebenso wie 1944–46 das kurzlebige De-facto-Regime, da diese von keinem Staat der Welt anerkannt wurden – nicht einmal von der Türkei oder dem Förderer Sowjetunion und auch nicht von Chinas Hauptfeind Japan. Gleichzeitig lagen die Regime im Kampf mit von Nationalchinesen (Kuomintang) unterstützten chinesischen Muslimen.

Flaggen

Von den mindestens sechs verschiedenen Flaggen der Warlords[15] (zwei mit Schahāda, zwei rot-gelb mit Stern, blau oder rot mit Halbmond) gilt die hellblaue Flagge nach dem Vorbild der Türkei noch heute nationalistischen Uiguren als Identifikationssymbol. Auch Logo und Flagge der im Jahr 2003 aufgelösten China Xinjiang Airlines ist daran angelehnt und zeigt eine Form eines (seitenverkehrten) Halbmonds auf blauem Grund mit einem blauen Kranich.[16]

Autonomie in der Volksrepublik China

Nach dem Sieg der Kommunisten im Chinesischen Bürgerkrieg wurde 1949 mit Billigung der Sowjets auch Xinjiang der Volksrepublik friedlich einverleibt. Mit der Einrichtung des Autonomen Gebiets sicherte die Volksrepublik den Uiguren weitgehende Autonomie in politischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht zu. Peking bediente sich dabei zunächst der assimilierungswilligen Eliten Xinjiangs, die es zu jeder Zeit der chinesischen Herrschaft gegeben hat. Es waren Muslime aus Xinjiang, die die revolutionäre Literatur Maos und seiner Genossen ins Arabische, Türkische und Persische übersetzten und im Ausland verbreiten halfen.

Die nachfolgende Entwicklung offenbarte jedoch Vor- und Nachteile. Unter der kommunistischen Herrschaft wurden demokratische und religiöse Gegenbewegungen streng unterdrückt und Aufstände niedergeschlagen. Eine Bodenreform beseitigte die letzten feudalen Verhältnisse. Die anschließende Kollektivierung hatte eine Hungersnot zur Folge, der zahlreiche Uiguren ebenso wie Chinesen zum Opfer fielen. Vor dieser Hungersnot flohen 1962 etwa 50.000 nomadische Kasachen, Kirgisen und Uiguren mit ihren Pferden in die Sowjetunion. Die kommunistische Herrschaft förderte die Entwicklung der Infrastruktur, des Bildungs- und Gesundheitswesen und der Wirtschaft, Säuglingssterblichkeit und Analphabetentum nahmen ab, der Lebensstandard stieg. Xinjiang ist heute die reichste der armen Außenregionen Chinas und ein Zentrum der chinesischen Rüstungsindustrie. Vom bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung profitieren fast nur die Angehörigen des chinesischen Aufbaucorps Bingtuan. Durch den Uranabbau, Atomversuche und fehlende Sorgfalt bei der Industrialisierung und der Ausbeutung der Bodenschätze sind heute weite Teile der Umwelt geschädigt.

Chinesische Truppen und die mit dem Ausbau der Infrastruktur und dem Abbau der Bodenschätze ins Land strömenden Han verdrängen allmählich die Uiguren und die verwandten Turkvölker. Die Uiguren waren aber, wie alle Minderheiten in der Volksrepublik, im Gegensatz zu den Han-Chinesen von der Ein-Kind-Politik ausgenommen.

Außenpolitische Auswirkungen

 
Uigurische Flagge bei einem Gewürzhändler am Ägyptischen Basar im Istanbuler Stadtteil Eminönü
 
Uigurischer Protest in München 2008

Außenpolitisch profitierte China vor allem in den 1950er und 1960er Jahren zunächst von den Uiguren. Unter Vorsitz des Burhan Shahidi (Gouverneur Xinjiangs 1948–1955) stellten Delegationen muslimischer Uiguren diplomatische Beziehungen zu muslimischen Staaten des Nahen Ostens her, die China wiederum im Kampf um internationale Anerkennung gegen Taiwan unterstützten. Demgegenüber kritisierten vor allem Uiguren im Exil die politische und nationale Bevormundung durch China. Während des „Kalten Krieges“ entstanden im NATO-Staat Türkei separatistische Bewegungen gegen den einstigen Sowjetverbündeten China. Nach dem Bruch zwischen China und der Sowjetunion in den 1960ern unterstützten auch die Sowjets vorübergehend oppositionelle Gruppen von Uiguren und Kasachen in Xinjiang, u. a. auch Shahidi, der sich seit der Kulturrevolution mit Peking überworfen hatte. Im gleichen Maße wie das Gefühl einer sowjetischen Bedrohung zunahm, wurde die Zahl der chinesischen Soldaten in Xinjiang erhöht. Waren 1949 „nur“ 100.000 Mann einmarschiert, so waren 1970 über 250.000 Soldaten der Volksbefreiungsarmee in Nordwestchina stationiert.

Mit dem Ende der Sowjetunion bekam der nationale und religiöse Separatismus wieder Auftrieb, und im Exil entstanden mehr als ein Dutzend gemäßigte oder radikal-nationalistische bzw. fundamentalistische Separatistengruppen (siehe İsa Yusuf Alptekin), die zum Teil zu den Waffen griffen. Alle von türkischen Brudervölkern der Uiguren bevölkerten zentralasiatischen Nachfolgestaaten der UdSSR, Russland und China bekämpfen als Gruppe der „Shanghai-Sechs“ aber derartige Tendenzen nunmehr gemeinsam. Sicherheitsabkommen sehen die gegenseitige Auslieferung von Terroristen und Separatisten vor. Unter Berufung auf exiluigurische Oppositionsgruppen berichten Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International immer wieder von Exekutionen, die Gesellschaft für bedrohte Völker nennt die Zahl von 700 seit 1990.

Trotz der formalen Autonomie und Religionsfreiheit wurde und wird vor allem der der kommunistischen Ideologie feindliche Islam, dem die meisten der Uiguren angehören, stark überwacht und ist Restriktionen ausgesetzt: so dürfen Schüler, Beamte und generell unter Achtzehnjährige keine Moschee besuchen. Die Regierung begründet dies mit der Befürchtung, dass sich in den Moscheen Zentren des separatistischen/fundamentalistischen Widerstandes bilden könnten.[17] Die bekannteste Vertreterin der uigurischen Opposition lebt heute in den USA: Die ehemalige Volkskongressabgeordnete Rebiya Kadeer kämpft für kulturelle Selbstbestimmung sowie für mehr politische Autonomie. Im November 2006 wurde Kadeer zur Vorsitzenden des „Weltkongresses der Uiguren“ mit Sitz in München gewählt. Der ohne Wahl zustande gekommene Weltkongress wurde im Jahre 2004 unter Zusammenschluss mehrerer kleinerer Organisationen von Exil-Uiguren gegründet, beansprucht aber, legitimer Vertreter auch der in Xinjiang lebenden Uiguren zu sein.

Zwischen Separatismus und Terrorismus

Im Einklang auch mit der Wortwahl der USA deklariert China seine strenge Politik als „Kampf gegen den Terror“. Die „Ostturkestanische Muslimische Bewegung (ETIM)“ ist auch von der UNO und den USA auf die Liste internationaler Terrororganisationen gesetzt worden. Im US-Gefangenenlager Guantanamo wurden bzw. werden 22 des Terrorismus verdächtigte Uiguren festgehalten. Nach ihrer Freilassung fand sich weltweit zunächst kein einziger Staat bereit, sie aufzunehmen, während die USA sie nicht an China ausliefern wollten. Schließlich fanden fünf von ihnen Asyl in Albanien, wo heute noch vier von ihnen leben, einer zog nach Schweden weiter. Nachdem zunächst darüber verhandelt wurde, die verbleibenden 17 in Deutschland aufzunehmen[18], hat sich nun der Inselstaat Palau bereit erklärt, die 17 Uiguren aufzunehmen.[19] In einem diesbezüglichen Interview mit „Spiegel online“ bezeichnete Palaus Präsident Johnson die um nationale Selbstbestimmung ringenden Uiguren allerdings als „ethnische Chinesen“.[20] Im Gegensatz zu europäischen Staaten unterhält Palau keine Beziehungen zu China, die unter der Aufnahme leiden könnten, Palau unterhält stattdessen diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die USA dem Inselstaat 200 Millionen Dollar Militärhilfe gewähren. Ein Zusammenhang zwischen der Hilfszahlung und der Aufnahme der Uiguren wurde von beiden Seiten dementiert. Vier Uiguren wurden am 11. Juni 2009 an die britische Kronkolonie Bermuda überstellt.[21] Die chinesische Zentralregierung setzt Human Rights Watch zufolge – wie in ganz China – modernste Methoden der Kontrolle ein[22] und errichtete ein Netz von Umerziehungslagern, wo sich westlichen Schätzungen zufolge zwischen 120.000 und bis zu 3 Millionen der 10 Millionen Uiguren zwangsweise aufhalten sollen.[23][24]

Unruhen

Immer wieder kam es zu Unruhen und Zusammenstößen zwischen Uiguren und anderen Bevölkerungsgruppen, so in Baren 1990 oder in Gulja (Yining) 1997.[25][26] Bei letzteren sollen von den Aufständischen zahlreiche chinesische Polizisten und Zuwanderer erschlagen und von den Uiguren 200 getötet und 3000 verhaftet worden sein. Zwölf von ihnen sollen bis 1999 hingerichtet worden sein.

Im Juli 2009 kam es zu schweren Unruhen in Ürümqi. Ursprung war eine Auseinandersetzung in einer Fabrik in Shaoguan, bei der zwei uigurische Arbeiter von Han-Chinesen erschlagen wurden. Grund war die angebliche Vergewaltigung zweier Han-Chinesinnen durch Uiguren, was sich als falsch erwies.[27] Am 5. Juli forderten Uiguren auf einer zunächst friedlichen Demonstration in Ürümqi die Untersuchung des Vorfalls. Die Lage eskalierte, als die Polizei die Proteste auflösen wollte,[28] chinesische Quellen berichten, dass Uiguren Jagd auf Han-Chinesen gemacht hätten. Xinhua zufolge wurden mindestens 156 Menschen getötet, hauptsächlich Han-Chinesen,[29] und mehr als tausend Menschen verletzt. 1434 Personen wurden verhaftet, sowohl Uiguren als auch Han-Chinesen.[30][31] Im Anschluss an die Verhaftungswelle demonstrierten am 7. Juli 2009 etwa 200 Uiguren für die Freilassung ihrer Angehörigen.[32] Uigurische Exilorganisationen sowie Rebiya Kadeer verurteilten die blutige Niederschlagung der Proteste und forderten die internationale Gemeinschaft auf, zu handeln.[33] ZDF-Reporter berichteten von aufgebrachten Han-Chinesen, die ihrerseits Uiguren in Ürümqi attackierten, während die Sicherheitskräfte versuchten, die sich bekämpfenden Ethnien zu trennen.[34] Einige Tage nach Eskalation der Proteste in Ürümqi gab die Regionalregierung unter Provinzregierungschef Nur Bekri an, dass zu Beginn der Unruhen zwölf uigurische Demonstranten von Sicherheitskräften erschossen worden seien. Uigurische Exilorganisationen gaben allerdings eine viel höhere Opferzahl an – Rebiya Kadeer sprach von etwa 400 Toten.[35]

Mitte Oktober 2009, drei Monate nach den Unruhen, verurteilte die chinesische Justiz die ersten an den Unruhen beteiligten Uiguren zum Tode, ein weiterer wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht in Ürümqi sah es als erwiesen an, dass sich die Angeklagten des Mordes bzw. der Brandstiftung und des Raubes schuldig gemacht hätten.[36][37] Im November wurden die Todesurteile gegen acht verurteilte Uiguren und einen Han-Chinesen vollstreckt, im Dezember 2009 wurden vier an den Unruhen beteiligte Uiguren und ein Han-Chinese zum Tod verurteilt.[38][39]

Ende Juni 2013 kam es zu mehreren Auseinandersetzungen mit 35 Toten.[40]

China beschuldigt uigurische Separatisten, hinter Attacken mit Messern und Bomben im Jahre 2014 zu stehen, die in der Region Xinjiang am 30. April (am Bahnhof Ürümqi) und am oder vor dem 22. Mai (Marktplatz in Ürümqi) 3 bzw. mindestens 31 Tote und 79 bzw. 94 Verletzte forderten. In den Wochen zuvor waren in einer „Anti-Terror-Kampagne“ etwa 200 Menschen in Xinjiang festgenommen und 39 verurteilt worden.[41]

Vorwurf der Verfolgung und Umerziehung der uigurischen Minderheit

Zahlreiche Zeugen berichten, dass zurzeit ein großes Umerziehungsprogramm stattfindet, durch das mit drakonischen, gegen die Menschenrechte verstoßenden Maßnahmen Teile des uigurischen Volkes zu Chinesen gemacht werden sollen. Wie in Tibet und im übrigen China wurden religiöse Stätten zerstört, es herrscht ein Klima der Denunziation und Verdächtigung, und in den Umerziehungslagern werden zahlreiche Uiguren gefangen gehalten.[42][43]

Demgegenüber nahm der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, der während der Unruhen 2009 der chinesischen Regierung einen „Genozid“ an den Uiguren vorgeworfen hatte, Mitte 2017 eine Wende seiner bisherigen Politik der Unterstützung der uigurischen Minderheit vor. Hatte die türkische Regierung vor dieser Zeit mehrere tausend uigurische Flüchtlinge wegen der Sprachverwandtschaft und aus Solidarität mit den muslimischen Glaubensbrüdern aufgenommen, so bleibt die Kritik an den chinesischen Menschenrechtsverletzungen seitdem aus. Dies führte zu einer Annäherung beider Regierungen.[44]

Mitte November 2019 veröffentlichte die New York Times Dokumente der chinesischen Regierung, die den Vorwurf der systematischen Unterdrückung der Uiguren erhärten.[45][46][47]

Literatur

  • Dru C. Gladney: Dislocating China. Reflections on Muslims, Minorities and other Subaltern Subjects. Hurst, London 2004, ISBN 1-85065-324-0.
  • Elçin Kürşat-Ahlers: Zur frühen Staatenbildung von Steppenvölkern. Über die Sozio- und Psychogenese der eurasischen Nomadenreiche am Beispiel der Xiongnu und Göktürken mit einem Exkurs über die Skythen. Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-07761-X (Sozialwissenschaftliche Schriften Heft 28).
  • S. Frederick Starr (Hrsg.): Xinjiang. China's Muslim Borderland. M. E. Sharpe, Armonk NY u. a. 2004, ISBN 0-7656-1318-2 (Studies of Central Asia and the Caucasus).
  • U.S. Congressional-Executive Commission on China: Ethnic Minorities in China. Tibetans and Uighurs. Roundtable before the Congressional-Executive Commission on China, One Hundred Seventh Congress, Second Session, June 10, 2002. United States Government Printing Office, Washington DC 2002, ISBN 0-16-068753-5.
  • Gudrun Wacker: Xinjiang und die VR China – Zentrifugale und zentripetale Tendenzen in Chinas Nordwest-Region. Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien, Köln 1995 (Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien 1995, 3, ISSN 0435-7183).

Rundfunkberichte

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Ujgurisch“ in Metzler Lexikon Sprache, S. 704.
  2. Wolfgang Ekkard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien. Darmstadt 1992, S. 81 f.
  3. Vgl. M. Weiers: Uiguren, in: Abrisse zur Geschichte innerasiatischer Völker (online). Historische Texte dazu bietet: Wolfgang-Ekkehard Scharlipp, Julius von Klaproth u. a.: Abhandlung über die Sprache und Schrift der Uiguren.
  4. James Hamilton: Toquz-Oyuz et On-Uyyur, in: Journal Asiatique 250, 1962, S. 23–63.
  5. James A. Millward: Eurasian crossroads: A History of Xinjiang. S. 208.
  6. a b Dolkun Kamberi, Ph. D.: "Uyghurs and Uyghur Identity". In: Victor H. Mair, Sino-Platonic Papers. Department of East Asian Languages and Civilizations.Number 150 University of Pennsylvania. Mai, 2005.
  7. Barbara A. West: "Encyclopedia of the Peoples of Asia and Oceania". Infobase Publishing. 2010. Seite 809f.
  8. Willi Stegner (Hrsg.): Taschenatlas Völker und Sprachen, Seite 133. Klett-Perthes, Gotha 2006
  9. Herbert Tischner: Das Fischer Lexikon Völkerkunde, Seite 103. Fischer, Frankfurt am Main 1959
  10. Wolfgang Krause, Klaus Düwel, Michael Job, Astrid van Nahl: "Schriften zur Runologie und Sprachwissenschaft". In: Band 84 von Reallexikon der Germanischen Altertumskunde - Ergänzungsbände. Walter de Gruyter. 2014. Seite 444.
  11. BR-online: „Exil-Hauptstadt“ München (Memento vom 10. Juli 2009 im Internet Archive)
  12. George B. Cressey: The 1953 Census of China. In: The Far Eastern Quarterly. 14, Nr. 3, Mai 1955, ISSN 0363-6917, S. 387–388.
  13. Paula Schrode: Islam und religiöse Praxis in Ostturkestan. In: Tehtys – Central Asia Everyday, 12. April 2008, abgerufen am 14. April 2015.
  14. Felicitas Schmieder (Hrsg.): Johannes von Plano Carpini: Kunde von den Mongolen. Thorbecke, Sigmaringen 1997, ISBN 3-7995-0603-9, S. 62.
  15. Vgl. Flags of the World: Uighuristan (Islamic Republic of East Turkestan) mit World Statesmen (Xinjiang)
  16. Flags of the World: China Xinjiang Airlines (China)
  17. Rob Johnson: Pulverfass am Hindukusch – Dschihad, Erdöl und die Großmächte in Zentralasien. Konrad Theiss, Stuttgart 2008.
  18. Monika Maier-Albang: Seltene Einigkeit im Stadtrat. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Mai 2010, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  19. 200 Millionen Dollar für 17 Guantánamo-Uiguren. In: Die Welt, 10. Juni 2019.
  20. Steve Kettmann: Accepting Uighurs a 'Gesture of Goodwill and Humanity'. In: Spiegel Online, 11. Juni 2009 (Interview mit Johnson Toribiong, englisch).
  21. US-Behörden schicken vier Uiguren auf die Bermudas. In: Spiegel Online, 11. Juni 2009.
  22. Patrick Zoll: Mit einer App verfolgen die chinesischen Behörden die Menschen in Xinjiang auf Schritt und Tritt. In: Neue Zürcher Zeitung, 4. Mai 2019.
  23. Axel Dorloff: Chinas kultureller Genozid in Xinjiang. In: Bayern 2, 12. Oktober 2018, abgerufen am 20. November 2018.
  24. Washington: China sperrt Muslime in „Konzentrationslager“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Mai 2019.
  25. Klemens Ludwig: Vielvölkerstaat China. In: Verlag C. H. Beck, S. 120.
  26. Alexandra Cavelius: Die Himmelsstürmerin. Chinas Staatsfeindin Nr. 1 erzählt aus ihrem Leben. Heyne, München 2007, ISBN 978-3-453-12082-2, S. 290–295.
  27. Kristin Kupfer: Falschmeldung mit Folgen. In: Die Zeit, 6. Juli 2009.
  28. Peking bereitet nach Xinjiang-Unruhen Prozesse gegen Uiguren vor. In: Der Standard. 25. August 2009, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  29. Edward Wong: China Locks Down Restive Region After Deadly Clashes. In: The New York Times, 6. Juli 2009 (englisch).
  30. Ausgangssperre in der Uiguren-Region. In: Deutsche Welle, 7. Juli 2009.
  31. Video China: Viele Tote bei Uiguren-Protesten (ZDF, 6. Juli 2009) in der ZDFmediathek, abgerufen am 11. Februar 2014. (offline)
  32. Tilman Steffen: Die Staatsmacht verhaftet vor allem Frauen. In: Die Zeit, 7. Juli 2009.
  33. Die Frau, vor der sich Peking fürchtet. In: Rheinische Post. 7. Juli 2009, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  34. Video Unruhen in Xinjiang spitzen sich zu (ZDF, 8. Juli 2009) in der ZDFmediathek, abgerufen am 11. Februar 2014. (offline)
  35. China räumt tödliche Polizeischüsse ein. In: Spiegel Online, 19. Juli 2009.
  36. China: Peking verhängt Todesurteile nach Uiguren-Unruhen. In: DiePresse.com, 15. Oktober 2009.
  37. China verurteilt sechs Uiguren zum Tode In: Die Zeit, 12. Oktober 2009.
  38. Fünf Uiguren zum Tod verurteilt. In: Der Standard, 24. Dezember 2009.
  39. Fünf weitere Todesurteile nach Unruhen in China. In: Hamburger Abendblatt, 24. Dezember 2009.
  40. China state media blames Syria government, rebel forces for Xinjiang violence. In: Reuters, 1. Juli 2013 (englisch).
  41. Koordinierter Angriff auf Markt. In: ORF, 22. Mai 2014.
  42. Axel Dorloff: Politische Umerziehungslager in Xinjiang. In: Deutschlandfunk, 13. September 2018.
  43. Uiguren im Exil: Das Ende des Schweigens. In: WDR, 8. Mai 2019 (Audiothek).
  44. Volker Pabst: Erdogan lässt die Uiguren fallen. In: Neue Zürcher Zeitung, 2. Februar 2019.
  45. Austin Ramzy, Chris Buckley: ‘Absolutely No Mercy’: Leaked Files Expose How China Organized Mass Detentions of Muslims. In: nytimes.com. 16. November 2019, abgerufen am 18. November 2019 (englisch).
  46. Unterdrückung der Uiguren – «Die Echtheit der Dokumente stellt China nicht in Frage». In: srf.ch. 18. November 2019, abgerufen am 18. November 2019.
  47. zeit.de: Geheimpapiere zeigen systematische Verfolgung von Uiguren